BUND-Umwelteule für Franz-Rudolf Urhahn

Mörfelden-Walldorfs früherer Erster Stadtradt Franz-Rudolf Urhahn erhält die Umwelteule.Archivfoto: Vollformat/Sebastian Schwappacher  Foto:

Seine Jahresversammlung hatte der Kreisverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) abgehalten. Dabei stand neben dem Vortrag „Kleine Biene – Große Leistung“...

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KREIS GROSS-GERAU. Seine Jahresversammlung hatte der Kreisverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) abgehalten. Dabei stand neben dem Vortrag „Kleine Biene – Große Leistung“ von Imkerin und Wespenberaterin Elisabeth Steiner auch die Auszeichnung von Franz-Rudolf Urhahn mit der Umwelteule auf dem Programm.

Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Elisabeth Steiner. Er zeigte die Gefahr eines Bienensterbens für die Menschheit und die Volkswirtschaft am Beispiel der von Menschen vorgenommenen Handbestäubung von Bäumen in mit Pestiziden vergifteten Regionen Chinas.

Laudator der Verleihung der Umwelteule war BUND-Kreisgeschäftsführer Herbert Debus. Er betonte unter großem Applaus Urhahns Engagement im Kampf gegen den Flughafenausbau und seinen Einsatz für Natur und Umwelt.

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Der ehemalige Erste Stadtrat Mörfelden-Walldorfs revanchierte sich mit einem Dank für die Kooperation zwischen den Naturschutzverbänden. Vor allem in den Kommunen könne man viel mit Engagement für die Belange der Menschen erreichen, insbesondere im Kampf gegen die Belastungen durch den Verkehr.

Ausgezeichnet wurde aber nicht nur Urhahn. Für 30-jährige Mitgliedschaft erhielten 18 Mitglieder silberne BUND-Ehrennadeln sowie Urkunden und Rotwein.

In seinem Rechenschaftsbericht sprach Debus von der besonderen Herausforderung, Mitglieder zu werben und vor allem die Jüngeren zu aktivieren. Als schleppend bezeichnete der BUND-Geschäftsführer mit Blick auf das ungebremste Abschmelzen von Gletschern und Poleis die Fortschritte bei der Energiewende. Auch in der Landwirtschaft werde nicht genug getan, um die fortschreitende Nitratverschmutzung der Grund- und Oberflächengewässer zu bekämpfen. Die fortschreitende Bodenversiegelung gefährde die Artenvielfalt. Bei der Verkehrspolitik sprach sich Debus für eine Verkehrswende zu Wasser, zu Land und in der Luft aus.

Herbert Debus sprach davon, die BUND-Arbeit wieder zu intensivieren und die langsam entschlummerten Ortsverbände aus dem Winterschlaf zu holen. Man müsse sich engagieren gegen das Sterben der Riedwälder und die Flughafenerweiterung. Debus erwähnte die Ortsverbände Rüsselsheim-Raunheim, Mörfelden-Walldorf, Kelsterbach, Nauheim und Groß-Gerau als aktiv in der Biotop-Pflege und -verbesserung.

Bei den Wahlen wurden Herbert Debus als Geschäftsführer sowie Vorstandssprecher Henner Gonnermann und Schatzmeisterin Gutta Dreyer wiedergewählt. Als Vertreter der Ortsverbände sind Klaus Werkmann (Büttelborn) und Bruno Zecha (Kelsterbach) aktiv. Neu gewählt wurden Norbert Hecker und als Vertreterin für den Ortsverein Groß-Gerau Jutta Stern. Mit Dank für seine langjährige Arbeit wurde Werner Muster verabschiedet, der gesundheitsbedingt nicht mehr kandidierte.