Auch die Verfolger sind chancenlos

Auch die beiden Verfolger konnten dem Rekordmeister in keinster Weise gefährlich werden. Die Faustballer des TSV Pfungstadt ließen weder beim TV Wünschmichelbach noch tags...

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PFUNGSTADT. Auch die beiden Verfolger konnten dem Rekordmeister in keinster Weise gefährlich werden. Die Faustballer des TSV Pfungstadt ließen weder beim TV Wünschmichelbach noch tags darauf auf eigenem Platz gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf einen Satzverlust zu. Wieder einmal musste Trainer Dieter Thomas feststellen: „Wir sind in der Bundesliga nicht richtig gefordert.“ So richtete sich der Blick bereits auf den Europapokal, wo der TSV am Freitag und Samstag in Mannheim-Käfertal seinen fünften Titel im Feld anpeilt. „Da müssen wir aber dann von Anfang an konzentriert sein“, meint Ajith Fernando.

Denn im Gefühl des sicheren Sieges zog bei den Pfungstädtern am Wochenende in beiden Spitzenspielen immer mal wieder der Schlendrian ein. „Das ist eine Kopfsache“, findet Sebastian Thomas, ist aber sicher: „Nächste Woche wird das wieder ganz anders sein beim Europacup.“ Am Samstag war es allerdings beim Tabellenzweiten in Wünschmichelbach nicht so einfach zu spielen. „Auf nassem Boden haben wir uns in den ersten beiden Sätzen schwer getan“, räumte Abwehrspieler Oliver Späth ein. „Da sind wir lange einem Rückstand hinterher gelaufen“, merkte Hauptangreifer Patrick Thomas an. Doch am Ende behielten die Gäste jeweils mit 11:9 die Oberhand – weil dem Gegner ein Fehler unterlief oder Patrick Thomas im richtigen Moment ein Ass schlug.

So war es nach dem 5:0-Sieg (11:9, 11:9, 11:3, 11:5, 11:8) über Wünschmichelbach auch am Sonntag gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf der Fall. Vor rund 50 Zuschauern lief der Spitzenreiter trotz Schwankungen und unbeständigem Zuspiel nie Gefahr, einen Satz zu verlieren. Auch nicht nach der Pause, als das Gästeteam um Nationalspieler Fabian Sagstetter mit 9:8 in Führung ging. Ein Ass und ein Hammerschlag von Patrick Thomas, dazu eine vergebene Angabe von Sagstetter – 11:9 für Pfungstadt. Nach gut einer Stunde war der nächste 5:0-Erfolg (11:7, 11:4, 11:5, 11:9, 11:5) des TSV unter Dach und Fach – rechtzeitig vor einem Regenschauer.

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„Eine Lehrstunde“, meinte ein Zuschauer zur Dominanz der Gastgeber. „Oberndorf kann aber auch besser spielen“, fand Ajith Fernando. Im Europapokal dürfte er mit seinem Team nun deutlich mehr gefordert sein. Kein Problem allerdings, meint Patrick Thomas: „Wenn es auf die Highlights zugeht, spielen wir noch mal ein, zwei Klassen besser.“

Frauen nehmen Aufstiegsrunde ins Visier

Auch die Frauen des TSV holten sich zwei Siege. Am Sonntag gaben sie in Seligenstadt dem TB Oppau (11:9, 11:5, 11:7) und klarer noch der TSG Tiefenthal (11:0, 11:2, 11:0) mit 3:0 das Nachsehen. Nun wollen die Pfungstädterinnen am letzten Spieltag ebenfalls in Seligenstadt (30. Juli) die Tabellenführung in der Zweiten Bundesliga West verteidigen, um dann am 12./13. August bei den Aufstiegsspielen in Stuttgart den Sprung in die Erste Liga zu schaffen. Dazu müssen sie unter vier Mannschaften mindestens Zweiter werden.

TSV-Männer: Patrick Thomas, Sebastian Thomas, Ajith Fernando, Oliver Späth, Andrew Fernando, Alex Schmidt.

TSV-Frauen: Alix Vetter, Kim Trautmann, Lea Hammer, Lina Schmidt, Sophia Meister, Jessica Schmidt, Celine Götschel.

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Von Gabi Wesp-Lange