70 Euro für seltenes „Hole-in- one“

(kri). Zugegeben, die Bahn acht stellt mit einem Schwierigkeitsgrad eins und drei angesetzten Würfen die vermeintlich leichteste Aufgabe im Ostpark dar. Aber die...

Anzeige

RÜSSELSHEIM. (kri). Zugegeben, die Bahn acht stellt mit einem Schwierigkeitsgrad eins und drei angesetzten Würfen die vermeintlich leichteste Aufgabe im Ostpark dar. Aber die Frisbeescheibe als „Hole-in-one“ im Metallkorb zu versenken, das gelang beim 13. Disc-Golf-Turnier der Rüsselsheimer Schreibensucher lediglich einem der 74 männlichen und zehn weiblichen Starter, die am Samstag und Sonntag auf 21 Bahnen in fünf Kategorien über jeweils vier Runden wetteiferten.

Schwerer zu schaffen als mit dem Golfball

„Auf dieser Bahn ist am Wochenende bestimmt 400 Mal geworfen worden. Daran sieht man, wie selten das passiert, und es eigentlich noch schwerer als mit dem Golfball zu schaffen ist“, sagt Wolfgang Kraus. Der Kursdirektor und Zweite Vorsitzende der Scheibensucher kennt die heimischen Bahnen aus dem Effeff, ist aber ebenso wie die anderen rund 25 vereinsinternen Turniermitstreiter vor unliebsamen Überraschungen nicht gefeit: An der gefürchteten Bahn elf mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad 21, bei der auf dem kleinen Bolzplatz neben dem Rehgelände durch beide Tore gespielt werden muss, brauchte der 55-Jährige einmal sieben statt der „normalen“ drei Versuche. „Bis dahin lag ich vier unter Par, was damit auf einen Schlag weg war“, so Kraus.

Trotz dieses Malheurs, das durchaus auch den Spitzenkönnern der Szene passieren könne, lag Kraus in der Kategorie Grandmaster am Ende mit 255 Würfen deutlich vor dem zweitplatzierten Frank Hellstern (276). Zielstrebiger waren am zweiten Juni-Wochenende nur wenige: Die drei Ersten der offenen Wertung und der 14-jährige Timo Hartmann (251). „Besser als er in diesem Alter spielt aktuell keiner“, lobt Kraus das Talent in höchsten Tönen, das für Kellenhusen (Ostsee) antritt. Mit 240 Würfen – darunter ein Fünfer an besagter Bahn elf – blieb der Deutsche Meister von 2016, Kevin Konsorr (Dortmund-Kley), 36 Würfe unter Par und sorgte für das Topresultat.

Anzeige

Während die fünf Sieger mit Sachpreisen nach Hause fuhren, strich Frank Deubel (WSC Albuch) rund 70 Euro für sein „Hole-in-one“ ein. „Wer sich daran beteiligen möchte, wirft vorher was in einen Topf“, verrät Kraus. Das soll auch im kommenden Jahr beibehalten bleiben, aber das Teilnehmerfeld aufgrund des Zeitfensters auf dann „18 sehr niveauvolle Bahnen“ und 72 Disc-Golfer beschränkt bleiben.