Was ist für Darmstadt wichtiger: Die Nordostumgehung oder die Reparatur der Schlaglöcher?
(db/dh). Die gnädige Schneedecke ist weitgehend abgeschmolzen, darunter kommt im südlichen Rhein-Main-Gebiet eine Dritte-Welt-Stadt zum Vorschein - genau diesen Eindruck vermitteln jedenfalls die Darmstädter Straßen in der aktuellen Atempause eines strengen Winters. Doch anhaltende Kälte und große Schneemengen allein erklären nicht den desolaten Zustand der Fahrbahnen, von denen viele derzeit diese Bezeichnung kaum verdienen. Die Witterung legt schonungslos Versäumnisse der vergangenen Jahre und Jahrzehnte offen, wie Stadtrat Dieter Wenzel einräumte: ,,Was wir bisher für die Straßensanierung getan haben, war zu wenig", erklärte der Bau- und Verkehrsdezernent (im Amt seit 2003) bei einem Ortstermin an der Landgraf-Georg-Straße.
Dafür hat das Darmstädter Stadtparlament vergangene Woche nach jahrzehntelanger Debatte den Weg zum Bau der Nordostumgehung endgültig geebnet. Eine deutliche Mehrheit von Stadtverordneten aus SPD, FDP und CDU sprach sich in namentlicher Abstimmung für den Bau der umstrittenen Trasse aus. Nach dem knapp am gesetzlichen Quorum gescheiterten Bürgerentscheid vom vergangenen Jahr, der gleichwohl eine deutliche Stimmenmehrheit gegen das Projekt gebracht hatte, war der entsprechende Bebauungsplan N 59 dem Parlament erneut zur Abstimmung vorgelegt worden. Wird die Umgehungsstraße nun tatsächlich zügig geplant und gebaut? Dazu gab es mit Blick auf die miserable Haushaltslage der Stadt widersprüchliche Hinweise.
Wir wollen von Ihnen wissen, was Sie als dringlicher empfinden: den Bau der Nordostumgehung oder die Reparatur der Schlaglöcher?
Apropos: „Echo Online“ sucht die schlimmsten Schlaglöcher auf Südhessens Straßen: Hier können Sie uns Ihre Fotos schicken.
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