Rüsselsheim.
Mit dem Performancetheater „Oskar“ unternimmt das Ensemble „sechzig90“ am heutigen Mittwoch (11.) ab 20 Uhr auf der Studiobühne des Stadttheaters den Versuch, einer als Text niedergeschriebenen Realität neues Leben einzuhauchen. Grundlage ist eine sogenannte Anekdotenkonferenz, die die beiden Künstler Michael Riedel und Dennis Loesch vor dem Abriss des von ihnen bis 2003 betriebenen Frankfurter Künstlerhauses in der Oskar-von-Miller-Straße 16 einberufen hatten. Die Teilnehmer erzählten von ihren Erinnerungen an das Haus. Riedel und Loesch transkribierten die fünfzehnstündigen Tonbandaufnahmen. Für die heutige Performance hat Riedel die Teilnehmer der Anekdotenkonferenz eingeladen, ihre Erinnerungen Realität werden zu lassen. Rund 100 Personen umfasst der Kreis, berichtet Regisseur Michael Friemel von „sechzig90“. Wie viele kommen, ist eine der unbekannten Größen in dieser Theaterarbeit. Für das Bühnenbild setzt Anja Stoffel Requisiten, die in der Anekdotenkonferenz in der Oskar-von-Miller-Straße genannt wurden, in Szene – Fleischsalat, Rechner, Video, Drogen und vieles mehr.
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