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20. Januar 2010  |  sab

Ein Wrack, das viele Fragen hinterlässt

Unglück: Warum ein Kleinbus am Montag Feuer fing, ist bislang unklar - Besitzer hofft, dass die Versicherung zahlt

NAUHEIM. 
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Völlig ausgebrannt ist dieser Kleinbus auf einem Parkplatz am Nauheimer Bahnhof. Auch zwei weitere Fahrzeuge wurden durch den Brand beschädigt, sagt die Feuerwehr. Foto: FEUERWeHR

Bis Montag war Gerhard Heindl (54) stolzer Besitzer eines Kleinbusses. Jetzt ist nur noch ein Gerippe aus Blech von dem Familienauto übrig. ,,Das ist ein so trauriger Anblick. Ich kann noch immer nicht glauben, dass uns so etwas passiert ist", sagt der zweifache Familienvater aus Königstädten im Gespräch mit dem ECHO.

Fassungslos steht er vor dem ausgebrannten Wrack seines acht Jahre alten Opel Vivaro und zugleich vor einem Rätsel. Denn warum das Fahrzeug zwei Stunden, nachdem es von seiner Tochter am Bahnhof abgestellt wurde, im Innenraum Feuer fing, ist bislang unklar. Die Polizei spricht von einem technischen Defekt, sagt Heindl.

Wie berichtet, brannte der Kleinbus am Montag gegen 10.30 Uhr auf dem Parkplatz des Nauheimer Bahnhofs völlig aus. Ein Passant hatte den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Als die 13 Feuerwehrmänner wenige Minuten später mit zwei Fahrzeugen am Unglücksort eintrafen, habe der Wagen lichterloh in Flammen gestanden, teilte Christian Hartmann, stellvertretender Gemeindebrandinspektor in Nauheim, dem ECHO mit. An dem Wagen entstand Totalschaden, zwei weitere Fahrzeuge, die neben dem Unglücksauto standen, sind durch den Brand beschädigt worden.

,,Wir waren alle fix und fertig", erinnert sich Heindl. Seine Ehefrau hat ihn über Handy über den Brand informiert. ,,Ich war völlig von den Socken. Aber in erster Linie froh, dass meiner Tochter nichts passiert ist." Die 19 Jahre alte Studentin hatte den Wagen am Morgen am Bahnhof abgestellt, um gegen 7.30 Uhr mit dem Zug nach Darmstadt in die Uni zu fahren. Ein Freund, der Stunden später beim Einsatz der Feuerwehr dabei war, erkannte den Wagen und benachrichtigte die Studentin.

,,Sie war völlig aufgelöst und hat sich Vorwürfe gemacht. Aber sie kann ja nichts dazu", sagte Heindl. Eigenes Verschulden schließe die Polizei ebenso aus wie Brandstiftung. ,,Technischer Defekt" laute die bisherige Ursache.

Rund zwei Stunden waren die Feuerwehrmänner am Unglücksort beschäftigt. Während für sie die Angelegenheit längst erledigt ist, scheint die Geschichte für Familie Heindl jetzt erst richtig los zu gehen. Zunächst musste das Wrack weggeschafft werden, ein Abschleppdienst hat es in eine Werkstatt gebracht, wo es ein Gutachter demnächst unter die Lupe nehmen will. Die Polizei hat die Besitzer der beschädigten Fahrzeuge benachrichtigt. Die Schäden wurden der Versicherung gemeldet.

Für Gerhard Heindl bleiben viele Fragen: Wie hoch ist der Schaden? Zahlt die Versicherung? Bekommen wir ein vergleichbares Fahrzeug? Wie überbrücken wir die Zeit ohne Auto? Doch letztendlich sehen Gerhard Heindl und seine Ehefrau die ganze Sache erstaunlich gelassen. ,,Im Grunde ist es nur Blech, das kann man ersetzen. Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde. Alles andere bekommen wir schon hin."


 


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