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09. Februar 2010  |  tj

Becker verspricht mehr Anerkennung

Brandschutz: Bürgermeister sagt in Mörfelden Vergünstigungen für Feuerwehrleute zu - Enge Kooperation bei der Jugend

MÖRFELDEN. 
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Befördert wurden bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mörfelden Michael Pons, Maximilian Schöps, Bernd Auerhammer, Marcel Pons, Philipp Pfaff, Tobias Grosch, Marko Kossmann und Heiko Kempter (von links). Foto: Timo Jaworr

,,Das vergangene Jahr war ein echtes Brandjahr", sagte der Wehrführer der Mörfelder Feuerwehr, Asko Hamberger, bei der Hauptversammlung im Gerätehaus. Allein zu drei heftigen Gebäudebränden mussten die freiwilligen Helfer ausrücken. Dazu kamen etliche weitere Einsätze sowie Fortbildungen, so dass die Feuerwehrleute ehrenamtlich mehr als 7500 Stunden leisteten.

Unterstützt wurde die Mörfelder Wehr im vergangenen Jahr mit 360 000 Euro aus der städtischen Kasse. Neben den laufenden Kosten seien darin die Beträge für neue Fahrzeuge - ein Löschfahrzeug sowie ein Kommandowagen - und Geräte enthalten. Zusätzlich habe man 53 000 Euro für Investitionen ausgegeben, erklärte Bürgermeister Heinz-Peter Becker bei der Versammlung. Er erwähnte auch die Sanierung des Hallenbodens im Mörfelder Gerätehaus, die in den nächsten Wochen ansteht.

Becker betonte, dass die Instandhaltungskosten in den vergangenen Jahren stetig gestiegen seien, 2009 seien es 78 000 Euro gewesen. Zurückzuführen seien die hohen Kosten auf das Alter des Gerätehauses. ,,Hier sind größere Maßnahmen nötig, die aber gut bedacht sein müssen", sagte Becker.

Nicht nur in Mörfelden, auch in Walldorf müssten größere Beträge in die Gebäude investiert werden. Daher sei zu überlegen, ob eine Sanierung von Grund auf oder sogar ein Neubau in den Stadtteilen Sinn ergäbe. ,,Der Antrag für einen Neubau zieht sich aber über einige Jahre", erklärte der Bürgermeister.

Er versprach, die Arbeit der Wehr künftig noch stärker zu honorieren. ,,Wir schnüren ein Paket, in dem Vergünstigungen enthalten sind." Bereits jetzt können Feuerwehrleute im Fitnessstudio der TGS Walldorf und ab März auch bei der SKV Mörfelden zu ermäßigten Konditionen trainieren.

Kreisbrandinspektor Markus Staubach hob die professionelle Arbeit der Mörfelder Wehr hervor, die diese bei den drei Großbränden unter Beweis gestellt habe. Im Januar mussten die Mörfelder bei einem Kellerbrand in einem Hochhaus 32 Menschen aus dem Gebäude bringen. Im März war der Löschtrupp nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 5 noch bei einem Gebäudebrand, der durch einen Hund verursacht wurde, gefordert. Im April galt es, erneut einen Brand in einem Hochhauskeller zu löschen.

Auch am heißesten Tag des Jahres war Einsatzbereitschaft gefragt. Drei Lastkraftwagen waren in einen Unfall in einer Autobahnbaustelle verwickelt, und die im Stau Wartenden mussten mit Getränken versorgt werden. Außerdem informierten die Feuerwehrleute in den sechs Mörfelder Kindertagesstätten über Brandschutz und beteiligten sich an der Projektwoche der Bürgermeister-Klingler-Schule.

Die Personalsituation sei zufriedenstellend, sagte Wehrführer Asko Hamberger. 77 Leute umfasse die Einsatzabteilung, darunter erfreulicherweise sechs Neuzugänge, die vorher nichts mit der Feuerwehr zu tun hatten. Problematisch sei nach wie vor, die Tagesbereitschaft sicherzustellen. Bei einem Alarm informiere man inzwischen Einsatztrupps aus beiden Stadtteilen, damit schnelle Hilfe garantiert werden könne.

In der Jugendfeuerwehr seien zurzeit 17 Mitglieder aktiv, berichtete der stellvertretende Jugendleiter Marko Kossmann. Neben Übungen zählten ein Zeltlager, der Jugendfeuerwehr-Wettbewerb sowie eine 24-Stunden-Übung und die Teilnahme am Kerbeumzug zum Jahresprogramm des Nachwuchses. ,,Die Kooperation zwischen den Jugendabteilungen beider Stadtteile wird immer enger", sagte Kossmann, was für die spätere Zusammenarbeit bei Einsätzen wichtig sei.

Im Anschluss an die Berichte wurden einige Mitglieder befördert. Marcel Zylla und Maximilian Schöps wurden zum Feuerwehrmann, Bernd Auerhammer, Philipp Pfaff sowie Michael Pons zum Oberfeuerwehrmann, Marcel Pons, Tobias Grosch und Nico Heßler zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Norman Krieg ist nun Löschmeister, Marko Kossmann Oberlöschmann und Heiko Kempter Hauptlöschmann. Zum Gruppenführer wurden Thomas Alp und Marko Kossmann ernannt.

Eine besondere Ehrung für Peter Schulmeyer übernahm Markus Staubach. Für 40 Jahre aktiven Dienst bekam Schulmeyer einen Orden verliehen.


 
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