Lebensgeschichten erzählen mehr als nackte Zahlen. Diese Erkenntnis setzt der Förderverein jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau um, indem er das Buch ,,Steine gegen das Vergessen - Stolpersteine in Mörfelden-Walldorf" herausgibt. Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Vorndran, der für den Inhalt des knapp 200 Seiten dicken Bandes verantwortlich ist, Vorsitzender Walter Ullrich und Rudi Hechler, der für Layout und Herstellung verantwortlich zeichnet, stellten das Werk, das aus dem Stolpersteinprojekt in der Stadt Mörfelden-Walldorf erwuchs, am Dienstag im Rathaus vor.
Kern der nun vorgelegten Dokumentation, die zum Preis von 8,50 Euro in den Stadtbüros und den Buchhandlungen Giebel erhältlich ist, ist die Darstellung der Wohnorte mit Fotos der Häuser und der verlegten Stolpersteine sowie der Lebensgeschichten. Die Recherche erledigten Vorndran und Katharina Stengel vom Frankfurter Fritz-Bauer-Institut. Ziel war, mehr über die Menschen in Erfahrungen zu bringen, deren Namen auf den Stolpersteinen prangen. Dabei sei ihm die konkrete Darstellung des Unrechts wichtig gewesen, das den Juden in Mörfelden-Walldorf widerfuhr, so Vorndran. Auch Schülerarbeiten zum Thema und Vorträge, Geschichtsdaten, Informationen zu den Patenschaften (Bürger spendeten das Geld für die Verlegung der Stolpersteine), zu Veranstaltungen und zu Spuren jüdischen Lebens in und um Mörfelden-Walldorf bereichern das Buch, für das der Schriftsteller Peter Härtling - Unterstützer der Stolperstein-Aktion in der Stadt - ein Grußwort geschrieben hat.Steine gegen das Vergessen
Buchvorstellung: Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau gibt Werk über die Stolperstein-Aktion in Mörfelden-Walldorf heraus
MÖRFELDEN-WALLDORF.
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