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09. Februar 2010  |  tau/wig

Lob für Wills Wahlkampf

Landratswahl: Bei den unterlegenen Kandidaten ändert sich das Gesamtergebnis minimal, weil Stimmen aus Mörfelden-Walldorf nicht direkt ins Landratsamt gemeldet wurden

KREIS GROSS-GERAU. 
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Eine kleine Änderung beim vorläufigen Endergebnis der Landratswahl vom Sonntag gibt die Kreispressestelle bekannt: Weil in Mörfelden mehr Stimmen abgegeben und auch gezählt wurden als am Wahlabend gemeldet (6126 gültige Stimmen statt 5887), landet die CDU-Kandidatin Ursula Kraft im Gesamtergebnis nun bei 35,3 (statt 35,4) Prozent und der Linke-Kandidat Gerd Schulmeyer bei 5,7 (statt 5,6) Prozent.

Bei Wahlsieger Thomas Will (SPD) bleibt das Ergebnis auch nach dieser Korrektur unverändert bei 59 Prozent.

,,Ich habe das hohe Ergebnis ungefähr so erwartet, es ist um geringfügige Punkte übertroffen worden", konstatierte der Kreistagsvorsitzende und frühere Groß-Gerauer Bürgermeister Manfred Hohl, der den engagierten Wahlkampf Thomas Wills lobte. Das Ergebnis sei verdient. Hohl: ,,Die Landräte im Kreis haben gute Politik gemacht. Die Wähler wollen, dass das so fortgeführt wird." Sein niedrigstes Einzelresultat neben dem in der CDU-Stadt Gernsheim (45,2 Prozent) fuhr Will in Stockstadt ein, wo die CDU-Kandidatin lange gelebt hat und dicht an ihn heranrückte - ohne ihn allerdings zu überholen (49,5 zu 48,3 Prozent). Im Vergleich zum Kreistagswahlergebnis 2006 haben alle drei Kandidaten zugelegt. Bei der Kommunalwahl auf Kreisebene traten allerdings neben SPD, CDU und Linken noch Grüne, FDP und Freie Wähler an.

In Groß-Gerau holte Thomas Will mit 58,6 Prozent einen fast so hohen Stimmenanteil wie beim Gesamtergebnis. Sein Spitzenwert in der Stadt kam im Wahlbezirk Altes Amtsgericht zustande (66 Prozent), sein niedrigstes Ergebnis in der Kreisstadt in einem Briefwahlbezirk (50,2 Prozent).

Ursula Kraft hatte in eben diesem Briefwahlbezirk prozentual die meisten Wähler (46,3) in Groß-Gerau. Ihr schwächstes Resultat im Stadtgebiet lag in einem Wahllokal in der Luise-Büchner-Schule (27,2 Prozent).

Bei Gerd Schulmeyer reicht die Spanne von 1,8 Prozent (im Dorfgemeinschaftshaus Berkach) bis zu 7,8 Prozent (Kita Hölderlinstraße in Dornheim).


 
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Schwaches Wahlergebnis für den neuen Landrat | Von:  gerauer | 13.02.2010, 10:25 Uhr

Bei einer Wahlbeteiligung von nur ca. 30 Prozent kann man nicht gerade von einem großartigen Wahlergebnis sprechen. Es ist nicht nur die Wahlmüdigkeit, sondern die Menschen halten die politische Institution des Landrat für völlig überflüssig. Die Einrichtung eines Landkreises mit seiner teuren Verwaltung ist heute nicht mehr zeitgemäß und das wissen die Bürger immer mehr.

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