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09. Februar 2010  | alg

,,Närrische Singstunde" des Vereins Liederkranz 1875

Köln gegen Mainz bleibt ohne Sieger - volles Programm bis spät in die Nacht

BISCHOFSHEIM. 
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Bunter Auftakt: der Damenchor von „Liederkranz 1875“ am Samstag im Bürgerhaus Foto: Albert Gössl

,,Herzlich willkommen im Großen Hörsaal der Universität Humorius Causa in Bischem am Moo" - mit diesen Worten begrüßte Ursula Kasper die Besucher der ,,Närrischen Singstunde" des Traditionsvereins Liederkranz 1875. Damit leitete sie gleichsam den Vortrag des Frauenchors ein.

Seit Monaten, so sagte es die selbst ernannte Präsidentin der ehrwürdigen Fakultät, sei der Lehrstuhl für Angewandtes Fastnachtsliedgut vakant. Als Bewerberinnen stellten sich aus Köln Frau Doktor Mariechen Tünnes-Schääl und aus Mainz Frau Doktor Margittsche Hämmerle-Nescher vor. Beide, begleitet vom närrischen Musikdirektor Alexandre de la Chambre alias Alexander Zimmer am Klavier, traten einen Wettstreit zwischen Kölner und Mainzer Fastnachtshits los.

Der folgende musikalische Reigen brachte mächtig Stimmung in den Saal. ,,Da simmer dabei, dat ist prima" (Köln) kontra ,,Rucki zucki" aus Mainz hieß nur ein Duell. Am Ende ging es unentschieden aus - das Publikum feierte die Kölner ,,Karawane zieht weiter" genauso wie das Mainzer ,,Humba humba täterä". Nur Conférencier Dietmar Müller machte dann doch einen kleinen Mainzer Vorteil aus - dieser bezog sich allerdings auf den besseren Tabellenplatz der Mainzer in der Fußball-Bundesliga.

Das Protokoll - einen narrensicheren Rückblick auf das vergangene Jahr des Liederkranzes - lieferte Erwin Schober. Es folgte eine Reihe von Rednern, allen voran Monika Hollinsky , die als ,,Frau eines Sangesbruders" im Gegensatz zu ihrem fiktiv vorgestellten Gatten Otto die richtige Tonlage traf.

Wolfgang Beisiegel vom Radfahrverein stellte ,,die Tücken des Internets" bloß, Jürgen Kraft und Dietmar Müller mimten ,,zwei Dolle". Käthe Meisner wusste von einer Kreuzfahrt zu berichten, Günther Hartung verriet das Weh und Ach eines ,,Mannes mit und ohne Haar". Gesellschaftskritisch zeigte sich Bajazz Jupp Happel, und ein rhetorisches Feuerwerk zündeten zu später Stunde Erwin Schober und Dietmar Müller mit ihrem Vortrag ,,Engel und Teufel".

Das BCV-Ballett wirbelte mit einem ,,Westerntanz" über die Bühne und kam um eine Zugabe nicht herum. Auch die ,,Gengenbach Girls" vom Liederkranz nahmen die Bühne und das Publikum für sich in Anspruch. Das Finale des unterhaltsamen Abends bestritt dann der Männerchor. ,,Ein Stern, der deinen Namen trägt" und ,,Ole ole, die Fiesta, die Fiesta hier in Mainz, kann genauso schön wie am Rio Grande sein!", der Hit der Mainzer Hofsänger, hallten lauthals lange im Bürgersaal nach. Musiker Rainer Nies forderte im Anschluss bis spät in die Nacht zum Tanz heraus.


 
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