Doch keine Stahlwanne für das Stadionbad
Sanierung - Details aus dem Bauantrag: Edelstahlbecken unnötig - Künftig wird das Wasser geheizt - Im Sommer 2011 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein
Der Bauantrag für die Sanierung des Schwimmbads im Hochschulstadion ist beim Darmstädter Bauamt eingereicht, nun liegt ein genauer Zeitplan für die Bauarbeiten vor. ,,Wenn nichts dazwischen kommt, werden wir im Sommer 2011 fertig sein", sagt Edgar Dingeldein vom Dezernat Bau und Immobilien der Technischen Universität Darmstadt.
Das Schwimmbad war nach Ende der Badesaison 2008 geschlossen worden. Lange Zeit war unklar, wie die Kosten für die dringend notwendige Sanierung aufgebracht werden können, eine dauerhafte Schließung stand bevor. Dann stellte das Land Hessen überraschend 4,7 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes zur Verfügung, so dass die Sanierung gesichert war. Aus dem Bauantrag ergeben sich wichtige Neuerungen. So wird auf der Südseite des Tribünengebäudes ein großer Seminarbereich für die TU-Studenten entstehen, daneben gibt es einen Raum für den Schwimmmeister und Erste Hilfe. Neben dem Lager werden Fernwärme-, Wasseraufbereitungs- und Filteranlagen ihren neuen Standort haben, denn in Zukunft wird das Wasser im Stadion nicht mehr unbeheizt sein. ,,Wir greifen auf das im Sommer nur unzureichend ausgelastete TU-Heizkraftwerk zurück und werden das Wasser in Zukunft erwärmen", sagt Edgar Dingeldein. Auf der Nordseite des Gebäudes wird an Stelle des früheren Kraftraumes ein Lagerraum für Sportgeräte eingerichtet, daneben ein Büro für den Stadionmeister, eine Personalraum sowie Duschen und WC. Das Schwimmbecken kann in seinem historischen Zustand erhalten werden und wird keine Edelstahlwanne erhalten, wie ursprünglich wegen des undichten Bodenbelags befürchtet worden war. Erhalten bleibt auch das Mäuerchen am Beckenrand. Annette Kunzendorf, Leiterin des Unisportzentrums freut sich, dass die Studenten in Zukunft ein ,,wettkampfgerechtes und wohl temperiertes Bad mit 50-Meter-Bahn" zum Trainieren haben. Bislang sei auch aufgrund der oft sehr frischen Wassertemperatur ein Training schwierig gewesen.
Merken
|















