Mein Echo: | Merkliste (0) | Anmelden |
  Notdienste | Wetter | Videos | Newsletter | RSS RSS
 
 
| |
 
SUCHE: | Erweiterte Suche |
 
| Suchen |
 
 
 
08. Februar 2010  |  lev

,,Wie die Sintflut mit Treibhaus als Hölle"

Klima: Nach Ansicht des Meteorologen Thüne hat die Diskussion religiöse Züge - Vortrag bei Landwirtschaftlicher Woche

HEPPENHEIM. 
| Vergrößern |
Wolfgang Thüne: Der Diplom-Meteorologe referierte vor Mitgliedern des Bundes der Vertriebenen in Heppenheim (BdV). Die Veranstaltung über das Thema Klimawandel bildete den Abschluss der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen. Foto: Lutz Igiel

Klimawandel, Treibhauseffekt, Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre. ,,Das ist Panikmache", sagt der Meteorologe Wolfgang Thüne, der am Samstag anlässlich der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen im Haus Sankt Katharina in Heppenheim zu Gast war. Eingeladen zu seinem Vortrag über das Klima hatten der Kreisverband im Bund der Vertriebenen (BdV) und das Vertriebene Landvolk im BdV-Landesverband Hessen.

Diplom-Meteorologe Thüne arbeitete 15 Jahre lang als ,,ZDF-Wetterfrosch". Mittlerweile publiziert der in Oppenheim lebende Thüne, und er hält Vorträge. ,,Ich habe schon zwei Mal versucht, ihn als Redner zu gewinnen. Jetzt ist es Otto Klösel vom Vertriebenen Landvolk endlich gelungen", erklärte BdV-Kreisvorsitzende Rosl Koberg.

Thünes Standpunkt ist klar: Er positioniert sich gegen Wissenschaftler und Institute, die versuchen, den Klimawandel statistisch zu erfassen, um daraus Schlüsse auf Ursachen zu ziehen und nach Lösungen zu suchen. Thüne geht es nicht um etwaige Schlamperei der Wissenschaftler, sondern darum, wie mit Statistiken umgegangen wird.

Er konstatiert eine weitgehende Unkenntnis, was der Begriff ,,Klima" im Wortsinn bedeutet. ,,Das wissen nicht einmal die meisten Akademiker, mit denen ich spreche", betont Kühne. Aus dem Griechischen stammend bedeutet ,,Klima" soviel wie Neigung. Die antiken Griechen hätten das Wort benutzt, um unterschiedliche Klimazonen voneinander abzugrenzen.

Einen Bedeutungswandel habe das Wort ,,Klima" zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch den Naturforscher Alexander von Humboldt erfahren. ,,Es kamen Messgeräte auf, mit denen Daten gesammelt und ausgewertet wurden. Somit wurde das Klima vom Wetter abgeleitet", sagte Thüne.

Diesen Schluss hält der Meteorologe für grundfalsch. ,,Das Klima lässt sich nicht vom Wetter ableiten und auch nicht dadurch erklären", sagt Thüne. Aus den statistischen Daten der vergangenen Jahrhunderte auf eine zukünftige Entwicklung schließen zu wollen, hält er für fahrlässig. Beweise, dass der Kohlendioxidgehalt mit dem Temperaturanstieg in Verbindung stehe, gebe es ohnehin nicht.

Thüne vertraut auf Beweise. In einem komplexen und weitgehend von Unbekannten bestimmten System wie der Klimaforschung reduziere sich der Erkenntnisgewinn auf einen kleinen Bereich. Grund für Panik besteht seiner Ansicht nach nicht.

,,Man versucht, Menschen Angst einzureden, ihnen die Schuld an der Veränderung des Klimas einzureden, damit sie Buße tun", sagte Thüne. Er stimmt sogar mit einem Soziologen darin überein, dass die Furcht vor dem Klimawandel und der erbitterte Kampf dagegen ,,religiöse Züge" angenommen habe.

,,Der steigende Meeresspiegel wäre die Sintflut, das Treibhaus stünde für die Hölle", schlussfolgert Thüne. In der Hinsicht steigender Kohlendioxidwerte sieht er keinen Handlungsbedarf. ,,Das CO2 macht 0,04 Prozent aus, und ohne dieses Gas gäbe es auf der Erde kein Leben. In dieser Hinsicht hat es gar nichts mit dem Wetter zu tun", betont Thüne.

Einige Wissenschaftler vertreten die These von einer produktiven Wirkung des Kohlendioxidgehalts. Kritische Wissenschaftler, Umweltorganisationen, Politiker und Publizisten, können sie sich so fundamental irren?

Thüne sieht die Schuld bei Politikern und Instituten, die, durch öffentliche Mittel angespornt, Auftragsforschung betreiben. Am Ende kämen die gewünschten Ergebnisse mit den erwünschten Schlussfolgerungen heraus. Umweltpolitik im Zeichen des Klimawandels wäre seiner Ansicht nach eine Farce.

Den Wandel des Wetters, aus dem das Klima resultiert, sieht er als Schwankungen, die keine Prognose ermöglichen. ,,Wir leben so in den Statistiken, dass wir die Statistik als natürlich ansehen", sagte der Meteorologe.

Hintergrund

Seit elf Jahren endet die Landwirtschaftliche Woche Südhessen jeweils in Heppenheim mit einem Tag der Vertriebenen, der vom BdV organisiert wird. In diesem Jahr widmete sich der BdV dem Klima, an dem viele Vertriebene interessiert seien. ,,Ein großer Teil von ihnen waren Bauern", sagte Otto Klösel vom Vertriebenen Landvolk bei der Eröffnung der Veranstaltung. Der Meteorologe Wolfgang Thüne, der in Heppenheim referierte, hat als Vize-Präsident der Landsmannschaft der Ostpreußen ein Amt in einem Vertriebenenverband.

 
BEWERTUNGEN
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel zu bewerten. | Anmelden |
KOMMENTARE
Ignoranz | Von:  Guntram | 08.02.2010, 06:43 Uhr

Thün allein weiß die Wahrheit - absurd!

| Antworten |
Die Wahrheit zum "Klima" | Von:  Adolar | 09.02.2010, 14:25 Uhr

weiß niemand genau. Er hat daher zu ca. 50% Recht. Bei der Auftragsforschung zu 100%.

| Antworten |
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.
 
ANZEIGE
Wetter: Heute | Morgen |
 
Morgens Mittags Abends
 
 
Darmstadt aktuell:
wolkig, 8°C | Mehr Wetter |
... ... ...
 
ARTIKELARCHIV - Biblis
 
FRAGE DER WOCHE
 
 
 
 
 
| Abstimmen |
Reinklicken. Stöbern. Bestellen.
 
Echo-Shop
Mehr |
 
ECHO-Exklusivangebote
 
Wellness-Reise nach Island KURZREISE NACH ISLAND: Wellness im Einklang mit der Natur
 
| Alle Angebote anzeigen |
Veranstaltungskalender
 

Veranstaltungen in Südhessen zu Kultur und Kunst, Märkten und Börsen, Party und Disko.

Mehr |
 
 
SCHON GESEHEN?
 
ANZEIGE