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      <title>Kino</title>
      <link>http://www.echo-online.de/</link>
      <description>Echo online</description>
      <language>de-DE</language>
      <pubDate>Wed, 08 Feb 2012 18:03:02 +0100</pubDate>
      <lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 18:03:02 +0100</lastBuildDate><item>
         <pubDate>Tue, 07 Feb 2012 19:22:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  "Hugo Cabret"  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2593955</link>
         <description><![CDATA[  Ein Waisenjunge, der im R&auml;derwerk einer gigantischen Bahnhofsuhr lebt, entdeckt in einem alten Griesgram den vergessenen Filmpionier Georges M&eacute;li&egrave;s. Martin Scorseses liebevolle Buchadaption ist abenteuerlicher Kinderfilm und cineastische Hommage &ndash; nominiert f&uuml;r elf Oscars.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Die amerikanische Traumfabrik huldigt einer franz&ouml;sischen Traummanufaktur. Martin Scorsese (69) verneigt sich in seinem neuen Film vor dem Kinopionier Georges M&eacute;li&egrave;s (1861-1938), der zwischen 1896 und 1912 rund 500 Streifen abdrehte. M&eacute;li&egrave;s kam als Magier zum Film und ist als gro&szlig;er Illusionist des Kinos in die Geschichte eingegangen. Seine Meisterwerke haben mit ihren fr&uuml;hen Spezialeffekten die Erz&auml;hltradition von Horror, Fantasy und Science Fiction in den Lichtspielen begr&uuml;ndet.<br /> Im Jahr 1931 sitzt der Gro&szlig;vater dieser Gro&szlig;genres allerdings in Gestalt von Ben Kingsley m&uuml;rrisch in einem Spielwarenladen im Pariser Gare de Montparnasse. Erst verarmt, dann vergessen, schlie&szlig;lich verbittert, konnte M&eacute;li&egrave;s nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr an seine gro&szlig;en Erfolge ankn&uuml;pfen. Sein Zelluloid musste er verkaufen, es wurde f&uuml;r Schuhabs&auml;tze eingeschmolzen. So weit, so wahr. John Logans Script nach der illustrierten Buchvorlage von Brian Selznick (2007) nimmt diese historische Gestalt als geheimnisvolles Monument, das es in einem fantastischen Kinderabenteuer zu entdecken gilt.<br /> Das schaut aus, als w&uuml;rde Georges M&eacute;li&egrave;s auf Charles Dickens treffen. Im Uhrenturm des Bahnhofs lebt verloren ein Waisenbub, der heimlich die Zahnr&auml;der wartet und sich als Taschendieb Ersatzteile bei Spielwaren-M&eacute;li&egrave;s klaut. Der alte Misanthrop erwischt den kleinen Dieb, nimmt ihm das Notizbuch seines Vaters, doch M&eacute;li&egrave;s&rsquo; abenteuerlustige Enkelin Isabelle findet in Hugo einen Spielkameraden und im Bahnhof einen Abenteuerspielplatz.<br /> Diesen Raum durchmisst die 3D-Kamera in Fahrten und Fl&uuml;gen vorbei an Interieurs, die bilderbuchartig franz&ouml;sisch sind, und hinaus in ein Paris, in dem auch die wunderbare Am&eacute;lie und die Disney-Ratte Ratatouille heimisch sein k&ouml;nnten. So schwelgerisch die Begeisterung f&uuml;rs Detail, so innig ist auch die Zuneigung zu den Figuren, die Scorseses Bilder ausstrahlen.<br /> Hugo (Asa Butterfield) hat in seinem Uhrenturm nur einen geheimnisvollen Automatentorso als Objekt der Erinnerung an den Vater und der Hoffnung auf die Entr&auml;tselung seines Lebens. In den Augen des Knaben liegt hinter einem kleinen Trotz denn auch stets eine qu&auml;lende Einsamkeit. Chloe Grace Moretz wiederum bringt resolute Begeisterung mit, weshalb ihre Isabelle wie eine kindliche Ausgabe von Emma Thompson wirkt. Ben Kingsleys wei&szlig; den Kummer des Georges M&eacute;li&egrave;s hinter harten Z&uuml;gen durchscheinen zu lassen.<br /> Vor allem aber verbl&uuml;fft und begeistert hier Guerilla-Komiker Sacha Baron Cohen ("Borat") als Stationsvorsteher, der hinter Hugo her ist, als w&auml;re dieser ein Pariser Oliver Twist. Als klamaukige Witzfigur mit Dobermann stolpert der kriegsversehrte Hagestolz hinter dem Waisenjungen her. Wie sich auf dieser Hatz seine Beinschiene verklemmt, so verklemmt er selbst bei der Sch&uuml;rzenjagd auf ein Blumenm&auml;dchen (Emily Mortimer). Es ist eine gro&szlig;e T&ouml;lpelei, die von einer tiefen Trauer getrieben ist.<br /> So anr&uuml;hrend diese Figuren sind, so ansteckend ist Hugos Faszination f&uuml;r das Kino, f&uuml;r Douglas Fairbanks als Robin Hood und Harold Lloyd als Fassadenkletterer. Und so wird der kleine Uhrmacher hier auch zum gro&szlig;en Kino-Entdecker, der hilft, das Erbe des Georges M&eacute;li&egrave;s zu bewahren. Scorsese dient sich dabei als eifriger Nachlasspfleger an, empfindet die historische Dreharbeiten im Glashaus-Studio des alten Meisters nach, l&auml;sst noch einmal die Rakete im Auge des Mondes einschlagen und k&auml;mpfende Gerippe geisterhaft verschwinden. Es ist eine zauberhafte Rekonstruktion, in der das digitale 3D-Kino sich dienstbar dem Andenken ans handkolorierte Jahrmarktskino der Stummfilmzeit stellt. Wenn es f&uuml;r Nostalgie einen Oscar g&auml;be, hier m&uuml;sste er verliehen werden. Ansonsten ist "Hugo Cabret" f&uuml;r elf Academy Awards nominiert, darunter f&uuml;r den "besten Film" und die "beste Regie"; der gro&szlig;e Favorit neben dem nostalgischen Stummfilm "The Artist".<br /> <br /> Ab sechs Jahren.<br /> <br /> Mehr dazu auf <a href="http://www.hugocabret.de" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.hugocabret.de</a>.</p> <b>Mehr Videos zum Thema Kino:</b>Trailer zu den aktuellen Filmen sowie Interviews, Filmausschnitte und mehr gibt es im <a href="/videos" target="_blank"><b>Video-Center</b></a> von "Echo Online".<br /> <br />  ]]></content:encoded>
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      </item><item>
         <pubDate>Tue, 07 Feb 2012 19:17:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Die Königin und die Terroristen  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2597770</link>
         <description><![CDATA[  Rund 400 Filme laufen ab morgen bei der Berlinale. Die Festspiele sind mit einem 19,5-Millionen-Euro-Budget f&uuml;r zehn Sektionen, mit zuletzt rund 300 000 verkauften Tickets, 19 000 Fachbesuchern, darunter 4000 Journalisten, das gr&ouml;&szlig;te Kultur-Ereignis des Landes. Im Zentrum stehen die 17 Filme des Wettbewerbs.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Noch aus Zeiten, als Berlin eine geteilte Stadt war, gilt die Berlinale als das politischste der gro&szlig;en Filmfestivals neben Cannes und Venedig. Und wenn Mike Leigh (68), einer der gro&szlig;en Regisseure des sozialkritischen "New British Cinema" die Jury leitet, dann wird am Tag der Preisverleihung (18.) der Blick wohl ohnehin auf jene Werke fallen, die der Welt und ihren Problemen in besonderer Weise zugewandt sind.<br /> Er&ouml;ffnet werden die Festspiele allerdings im historischen Kost&uuml;m: Benoit Jacquots Historiendrama "Leb wohl, meine K&ouml;nigin" spielt 1789 am Hofe von Louis XVI. Die franz&ouml;sische Revolution d&auml;mmert herauf, K&ouml;nigin Marie Antoinette (Diane Kruger) plant die Flucht. Ihre Vorleserin Sidonie soll als Doppelg&auml;ngerin H&auml;scher ablenken. Sie h&auml;lt diese Hinterlist f&uuml;r eine Ehre.<br /> Wie eine thematische Klammer im Schlussteil des Programms wirkt die d&auml;nische Historien-Parabel "Die K&ouml;nigin und der Leibarzt": Ein Armenarzt begleitet 1768 den psychisch labilen D&auml;nenk&ouml;nig auf einer Europareise. Als Vertreter der Aufkl&auml;rung n&auml;hert er sich auch der K&ouml;nigin, &uuml;bernimmt Staatsgesch&auml;fte. Schlie&szlig;lich landet dieser Vordenker der franz&ouml;sischen Revolution vor Gericht. In Zeiten von arabischen Revolutionen, Occupy-Bewegung und Wutb&uuml;rgertum k&ouml;nnten sich aktuelle Bez&uuml;ge auftun.</p> <div class="zusatzinfo"> <div class="kopfzeile">Mehr zur Berlinale</div> <div class="inhalt"> <p>3Sat &uuml;bertr&auml;gt am Donnerstag (9.) ab 19 Uhr die Er&ouml;ffnung der Berlinale. Auch das ECHO ist beim Festival vertreten: Stefan Benz berichtet vom Auftakt, Johannes Breckner vom zweiten Teil der Filmfestspiele. Internet: <a href="http://www.berlinale.de" target="_blank" class="external-link-new-window" title=""><b>www.berlinale.de</b></a></p> </div> </div> Neben den Kost&uuml;mfilmen finden sich aber auch Produktionen, deren historische Handung im 20. Jahrhundert angesiedelt ist: Wang Quan&rsquo;an ("White Deer Plain") breitet &uuml;ber drei Stunden ein chinesisches Panorama vom Kaiserreich bis Mao aus. Billy Bob Thornton ("Jayne Mansfield&rsquo;s Car") zeigt, wie der Vietnamprotest 1969 die S&uuml;dstaaten erreichte. Und Christian Petzolds "Barbara" erz&auml;hlt von Flucht und &Uuml;berwachung in der DDR 1980.<br /> Viele Teilnehmer des Wettbewerbs sto&szlig;en aber auch direkt auf Probleme der Gegenwart. Das Schicksal von Kindern steht im Fokus von drei franz&ouml;sischen (Ko-)Produktionen. Ursula Meier ("L&rsquo;enfant d&rsquo;en haut") zeigt, wie sich ein Zw&ouml;lfj&auml;hriger in einem Skigebiet als Dieb durchschl&auml;gt. Kim Nguyen ("Rebelle") betrachtet das Schicksal einer Kindersoldatin. Frederic Videau ("A moi seule") zeichnet das Psychogramm einer traumatisierten Frau, die als M&auml;dchen entf&uuml;hrt und weggesperrt wurde. Das erinnert an F&auml;lle wie jenen der Natascha Kampusch in &Ouml;sterreich.<br /> Inspiriert von einer Mordserie in Ungarn, untersucht Bence Fliegauf ("Just the wind"), wie Pogromstimmung die Minderheit der Roma in Schrecken versetzt. Brillante Mendozas "Captive" wiederum hat die Entf&uuml;hrung von Touristen durch eine Rebellengruppe der islamistischen Abu Sayyaf auf der philippinischen Insel Jolo im Jahr 2000 als Vorlage. Damals wurde auch eine Familie aus G&ouml;ttingen verschleppt. "Der Film nimmt seine Zuschauer in Geiselhaft", hei&szlig;t es in der Ank&uuml;ndigung. So lie&szlig;e sich auch eine Anforderung an die B&auml;ren-Konkurrenz formulieren: Kino, das den Betrachter gefangen nimmt.<br /> <br />  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.echo-online.de/2597770</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Mon, 06 Feb 2012 00:05:14 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Mit grüner Welle  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2590691</link>
         <description><![CDATA[  Im Februar und M&auml;rz besch&auml;ftigt sich das "Alle Welt Kino" im Rex mit dem iranischen Film. Die Reihe "Blicke hinter Schleier" pr&auml;sentiert f&uuml;nf Spielfilme und eine Dokumentation, wobei alle Filme au&szlig;er "Persepolis" und "The Green Wave" in untertitelter Originalversion gezeigt werden.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><div class="zusatzinfo"> <div class="kopfzeile">Film ab</div> <div class="inhalt"> <p>Jeweils montags um 20.15 Uhr im Darmst&auml;dter Rex.</p> </div> </div> <p><br /> Los geht es heute (Montag): In "Zemestan - Es ist Winter" verliebt sich ein Mechaniker in eine verheiratete Frau, deren Mann Teheran auf Arbeitssuche vor langer Zeit verlie&szlig;. Im Zyklus der Jahreszeiten erz&auml;hlt Rafi Pitts in ruhigen, poetischen Bildern von Menschen in vergeblicher Aufbruchstimmung. Auch der mehrfach ausgezeichnete Regisseur verlie&szlig; inzwischen seine Heimat.<br /> "Bad oh Meh - Wind und Nebel" (13. Februar) und "Schildkr&ouml;ten k&ouml;nnen fliegen" (12. M&auml;rz) erz&auml;hlen von Kindern, die unter dem Kriegstrauma zu leiden haben. Einer beh&uuml;teten Familie entstammt dagegen Comiczeichnerin Marjane Satrapi. Auf ihrer autobiografischen Reihe "Persepolis" basiert der gleichnamige Trickfilm (5. M&auml;rz), der nicht nur einen sarkastischen Blick auf ihre Kindheit in Teheran, sondern ebenso auf ihre ungl&uuml;ckliche Wiener Exilzeit wirft.<br /> Nur vordergr&uuml;ndig unpolitisch wirkt das auf der Berlinale ausgezeichnete Drama "Elly" (27. Februar). Ein scheinbar entspanntes Wochenende dreier befreundeter Paare entwickelt sich zum Desaster, als die Kinderg&auml;rtnerin Elly verschwindet. Nach ruhigem Start entwickelt Asghar Farhadi ein fesselndes Portr&auml;t einer nur vordergr&uuml;ndig modernen Gesellschaft. Mit der Protestwelle von 2009 setzt sich schlie&szlig;lich "The Green Wave" (19. M&auml;rz) anhand von Handyaufnahmen, Interviews und Trickszenen auseinander.<br /> <br /></p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.echo-online.de/2590691</guid>
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         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 23:50:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Dieburger Mediencampus: Die Talente ziehen weiter  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2588418</link>
         <description><![CDATA[  Mitte April soll zum ersten Mal der Spielfilm eines Absolventen der Darmst&auml;dter Hochschule in die Kinos kommen. Ist das der Durchbruch f&uuml;r den Dieburger Mediencampus der HDA? Filmprofessor Thomas Burnhauser betrachtet im ECHO-Gespr&auml;ch die Perspektiven seiner Studenten.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Drei Dokumentationen von Absolventen der HDA hatten seit 2006 bereits den Hessischen Hochschulfilmpreis gewonnen. Im vergangenen Jahr holte Enkelejd Lluca die vierte Landes-Troph&auml;e nach Dieburg. Doch diesen Coup schaffte er nun mit einem Spielfilm: "Frankfurt Coincidences", auf dem M&uuml;nchner Filmfest bereits mit dem Publikumspreis dekoriert, erz&auml;hlt episodisch vom Multikulti-Leben in einem Altbau. Solch ein Projekt ist deutlich aufwendiger als eine Dokumentation. Das Wagnis hat sich gelohnt, der Film fand einen Verleih, soll am 19. April in die Kinos kommen.<br /> "Frankfurt Coincidences" war der l&auml;ngste und ausgefeilteste, aber nicht der einzige Spielfilm, den Absolventen 2011 vorstellten. Ein gro&szlig;er Schritt nach vorn f&uuml;r den Campus Dieburg. "Die Studenten lernen auch voneinander", sagt Film-Professor Thomas Burnhauser. "Wenn einer mal den Mut hat, einen Spielfilm auszuprobieren, Schauspieler anzusprechen, ziehen andere nach. Dann rollt die Kugel, das Niveau steigt von Semester zu Semester." Was Kommilitonen vormachen, das werde von den Studenten "nicht selten offener angenommen, als wenn es ex cathedra gelehrt wird", sagt der Dozent, der seit neun Jahren in Dieburg wirkt.<br /> "Es brauchte Jahre, um die technischen Mittel an der Hand zu haben." In einer ehemaligen Maschinenhalle gibt es mittlerweile ein professionelles Studio mit digitaler Fernsehtechnik, an der Ger&auml;teausgabe versorgen sich Studenten mit digitaler Kamera-Ausr&uuml;stung verschiedener Systeme. Im vergangenen Jahr entstanden &uuml;ber zwanzig Abschlussfilme - das sind nicht zuletzt die medialen Visitenkarten der jungen Absolventen. Und dann noch all die filmischen &Uuml;bungen in den Seminaren. Da kommen alles in allem schnell zw&ouml;lf Stunden Film zusammen, sagt Burnhauser. Aber egal ob Doku oder Spielfilm: "Beim Film geht es immer ums Geschichtenerz&auml;hlen, egal ob f&uuml;nf oder 50 Minuten. Und es braucht Ideenreichtum und Durchsetzungsverm&ouml;gen."<br /> Die Anf&auml;nge sind ermutigend. Mit den renommierten Filmhochschulen in M&uuml;nchen oder Potsdam-Babelsberg kann Dieburg jedoch noch nicht mithalten. Nicht wenige Bachelor-Absolventen ziehen weiter, um ihren Master anderswo zu machen. "Diese Leute w&uuml;rde ich nat&uuml;rlich gern hier halten", sagt Burnhauser. Doch Hessen, wo traditionell Werbung, Postproduktion und Dokumentarfilm stark vertreten sind, ist als Medienland noch weit hinter M&uuml;nchen und Hamburg, K&ouml;ln und Berlin zur&uuml;ck. Erst Ende der Neunziger entdeckte man hier das wirtschaftliche Potenzial der Branche.<br /> Der Name "Mediencampus" beschw&ouml;rt in Dieburg denn auch eher eine Vision: das Modell einer Medienkleinstadt mit Filmhochschulzweig und Medien- und Filmfirmen. "Ich w&uuml;rde mir w&uuml;nschen, dass sich die Branche weiterentwickelt. Da ist noch Luft nach oben", sagt Burnhauser. "Kein Vorsprung ist unaufholbar. Und Hessen hat Talente."</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.echo-online.de/2588418</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 11:27:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Kino-Tipp: "Dame, König, As, Spion"  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2578555</link>
         <description><![CDATA[  Nur f&uuml;nf Jahre nachdem John le Carr&eacute; "Dame, K&ouml;nig, As, Spion" verfasst hatte, verk&ouml;rperte Alec Guiness 1979 in einem BBC-Siebenteiler den Meisterspion George Smiley. Die sp&auml;t nachgereichte Kinofassung mit Gary Oldman &uuml;berzeugt vor allem als atmosph&auml;risches Sittenbild. Le Carr&eacute; geh&ouml;rt zu den Produzenten.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Der Job ist verloren, die Frau ist weg. George Smiley ist beim Secret Intelligence Service zusammen mit seinem Chef Control in den Vorruhestand geschickt worden. J&uuml;ngere k&auml;mpfen jetzt gegen die Kommunisten. Und so wie Gary Oldman dreinschaut, ist der Mann reif f&uuml;r das Agentengenesungswerk: Sein Name ist ein Hohn, der im Dienst ergraute Smiley zieht ein zerknittertes Magengeschw&uuml;rgesicht. All die Geheimnisse haben ihn einsam gemacht, ausgelaugt, zerm&uuml;rbt. Und damit ist dieser scharfsinnige Gr&uuml;bler offensichtlich nicht allein.<br /> Der schwedische Regisseur Tomas Alfredson (46), bekannt durch ein tieftrauriges Vampirdrama sozialer Verwahrlosung ("So finster die Nacht"), erz&auml;hlt eine Spionagegeschichte ohne den Glamour des Abenteuers. Die Szenen sind von milchigem Licht geflutet, Neon pr&auml;pariert die N&uuml;chternheit der B&uuml;ros sch&auml;big heraus, zeichnet die Furchen auf W&auml;nden und Gesichtern nach. Der Kalte Krieg macht gem&uuml;tskrank. So inszeniert man den Abgesang auf eine Epoche: Mehltau liegt &uuml;ber dem System. Und innendrin w&uuml;hlt ein russischer Maulwurf im "Circus", dem inneren Zirkel des Auslandsgeheimdienstes MI6.<br /> Der alte Chef Control (John Hurt) hat f&uuml;nf Verd&auml;chtige ausgemacht, was ihm als Berufskrankheit Paranoia ausgelegt wurde. George Smiley, selbst unter Verdacht, wird vom Ministerium reaktiviert, um die internen Ermittlungen zu &uuml;bernehmen. Mit einem Agentenfilm unserer Tage hat das nichts mehr zu tun, es ist eine Geschichte aus analogen Zeiten mit staubigen Akten, klobigen Telefonen, monstr&ouml;sen Dechiffriermaschinen und Spionen, die Zeitungsartikel ausschneiden.<br /> Man kann den Muff dieser Schreibtischarbeit sehen. Die Gewalt, die hinter der B&uuml;rokratie steckt, zeigt Alfredson kurz, aber schonungslos. Ein Schuss in den Kopf einer Stillenden, deren Kind noch an der Brust der Toten saugt, das Stillleben eines Schnittes durch die Gurgel, der verst&ouml;rende Anblick eines Mannes, der in seinen eigenen Darmw&uuml;rsten badet. So grausam es ist, so schnell ist es vorbei.<br /> R&uuml;ckblenden sorgen daf&uuml;r, dass die stockenden Ermittlungen, den Fluss der Erz&auml;hlung nicht gerinnen lassen. Daf&uuml;r sorgen die Au&szlig;endienstmitarbeiter in Action: Mark Strong als angeschossener und untergetauchter Spion in Budapest, Tom Hardy als wachsamer Kollege in Istanbul. Zwischendrin f&auml;llt die Geschichte bei all den konspirativen Treffen auch mal in sich zusammen wie ein Souffl&eacute;.<br /> Doch was die Regie anstrebt, ist auch nur in zweiter Linie Spannung, vor allem aber nimmt Tomas Alfredson den Spionagethriller als Geheimfamilienroman, in dem britischen Agenten sentimentale und missg&uuml;nstige V&auml;ter und Br&uuml;der sind. Russen und Amerikaner erscheinen wie heimlich verehrte und unheimlich verhasste Vettern. Und so feiern sie im Secret Service ihrer Majest&auml;t Weihnachten mit dem Absingen der Sowjethymne und einem Santa Lenin, der die Geschenke bringt. Danach trauern sie wieder glorreichen Feindschaften im Krieg hinterher, und jeder arbeitet wieder gegen jeden.<br /> So ist das unter Verwandten. Viele Familien sind derart deprimierend, diese bringt dich auch noch um.<br /> <br /> <br /> Ab zw&ouml;lf Jahren.<br /> <br /> Mehr dazu auf <b><a href="http://www.damekoenigasspion.de/DKAS.html" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.damekoenigasspion.de</a></b>.</p> <b>Mehr Videos zum Thema Kino:</b>Trailer zu den aktuellen Filmen sowie Interviews, Filmausschnitte und mehr gibt es im <a href="/videos" target="_blank"><b>Video-Center</b></a> von "Echo Online".<br />  ]]></content:encoded>
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      </item></channel>
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