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      <title>Kino</title>
      <link>http://www.echo-online.de/</link>
      <description>Echo online</description>
      <language>de-DE</language>
      <pubDate>Sat, 26 May 2012 01:03:04 +0200</pubDate>
      <lastBuildDate>Sat, 26 May 2012 01:03:04 +0200</lastBuildDate><item>
         <pubDate>Wed, 23 May 2012 22:02:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  "Men in Black 3"  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2911610</link>
         <description><![CDATA[  Ein gemeingef&auml;hrlicher Au&szlig;erirdischer bricht aus einem Alien-Hochsicherheitsgef&auml;ngnis aus und besorgt sich eine Zeitmaschine, um 1969 einen Agenten zu t&ouml;ten. F&uuml;r die "Men in Black" geht die Reise nun zur&uuml;ck in die Sechziger. Regisseur Barry Sonnenfeld liefert eine rundum gelungene Fortsetzung seiner Filmreihe.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Zeitreisen machen Filmhandlungen kompliziert. Denn die Gegenwart &auml;ndert sich, wenn in der Vergangenheit herumgepfuscht wird. Genauer gesagt eine bestimmte Variante der Gegenwart - es gibt ja schlie&szlig;lich multiple Realit&auml;ten beziehungsweise verschiedene Zeitstrahlen. Alles klar? Genau dieses konzeptionelle Tohuwabohu macht Zeitreise-Filme zu meist sehr faszinierenden Vertretern des Science-Fiction-Genres. Wenn dann auch noch Aliens hinzukommen, frohlocken die Fans.<br /> In "Men in Black 3" bricht ein gemeingef&auml;hrlicher Au&szlig;erirdischer mit Weltzerst&ouml;rungspl&auml;nen namens Boris (Jemaine Clement) aus einem Alien-Hochsicherheitsgef&auml;ngnis auf dem Mond aus und besorgt sich eine Zeitmaschine, um 1969 den jungen Agent K (erfrischend: Josh Brolin) zu t&ouml;ten - anstatt von ihm festgenommen zu werden.<br /> Agent J (Will Smith) muss daher eines Morgens feststellen, dass sein Partner K (Tommy Lee Jones) nicht mehr existiert. Nur er wei&szlig; als einzige Person, dass etwas nicht stimmt. Sein pl&ouml;tzlicher Durst auf Kakao-Getr&auml;nke gilt als Indiz f&uuml;r eine Verschiebung im Raum-Zeit-Kontinuum, und deshalb erh&auml;lt er von Agent O (schnippisch: Emma Thompson) den Auftrag, ebenfalls in die Zeit zur&uuml;ckzureisen, Boris im Jahr 1969 zu t&ouml;ten und damit seinen Partner zu retten.<br /> Produzent Steven Spielberg hat bereits mit der "Zur&uuml;ck in die Zukunft"-Reihe bewiesen, dass er mit Zeitreise-Geschichten umgehen kann. Dass die "Men in Black"-Reihe - wie so vieles heutzutage - auch eine Comic-Vorlage hat, ist jedoch kaum bekannt. Das liegt vor allem daran, dass Barry Sonnenfelds Verfilmungen von 1997 und 2002 wesentlich erfolgreicher und popul&auml;rer als die gezeichneten Geschichten sind, die zudem erst 1990 auf den Markt gekommen sind. Dar&uuml;ber hinaus ist Will Smiths Superstar-Status untrennbar mit der Rolle des Agent J verbunden, die zusammen mit "Independence Day" den Grundstein seiner Kinokarriere legte - in den Comics ist die Figur aber noch nicht einmal ein Afroamerikaner.<br /> Nachdem es der zweite Teil ein wenig mit Effekten und turbulentem Schabernack &uuml;bertrieben hatte sowie den Eindruck erweckte, sich lediglich an den Erfolg des Originals zu h&auml;ngen, ist die neue Fortsetzung &uuml;berraschend zur&uuml;ckhaltend inszeniert und wartet mit einer wohldurchdachten Handlung auf.<br /> Das ist auch n&ouml;tig, denn das geniale Grundkonzept, dass eine Geheimorganisation b&ouml;sartige Au&szlig;erirdische bek&auml;mpft, die - von der Bev&ouml;lkerung unbemerkt - mitten unter uns leben, war nur beim ersten Mal ein Aha-Erlebnis. Doch Drehbuch-Autor Etan Cohen hat sich angestrengt und mit Hilfe des Zeitreise-Themas eine intelligente und genrekonforme M&ouml;glichkeit gefunden, die Vorgeschichte der beiden "Men in Black"-Agenten aufzuarbeiten.<br /> Gleichzeitig bieten sich dabei viele witzige Gelegenheiten, auf den aktuellen Retro-Trend bez&uuml;glich der sechziger und siebziger Jahre aufzuspringen ("X-Men - Erste Entscheidung" oder "Dark Shadows" haben es k&uuml;rzlich erst vorgemacht) sowie nette Technik-Gags einzubauen. Zum Beispiel muss das "Blitzdings"-Ger&auml;t, das zur Tilgung der Erinnerung von Zeugen benutzt wird, 1969 vorher erst noch umst&auml;ndlich aufgeladen werden und macht dabei Ger&auml;usche, die Computernutzer unserer Epoche gut kennen.<br /> Die Aufl&ouml;sung des Films bietet nicht nur eine verbl&uuml;ffende Enth&uuml;llung in Bezug auf das besondere Verh&auml;ltnis der beiden Hauptfiguren, sondern auch eine schl&uuml;ssige Erkl&auml;rung f&uuml;r das m&uuml;rrisch-strenge Verhalten von Agent K. Und weil dieses Ende im positiven Sinne unerwartet sentimental ist, handelt es sich um das sch&ouml;nste Geschenk, dass man den Fans der Reihe machen kann. Dass letztlich also die Emotionen &uuml;ber die Effekte triumphieren, l&auml;sst "Men in Black 3" &uuml;ber die Grenzen eines schn&ouml;den Popcorn-Hollywoodfilms hinauswachsen.<br /> <br /> Ab zw&ouml;lf Jahren.<br /> <br /> Mehr dazu auf <a href="http://www.men-in-black-3.de" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.men-in-black-3.de</a>.</p> <b>Mehr Videos zum Thema Kino:</b>Trailer zu den aktuellen Filmen sowie Interviews, Filmausschnitte und mehr gibt es im <a href="/videos" target="_blank"><b>Video-Center</b></a> von "Echo Online".  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.echo-online.de/2911610</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Thu, 24 May 2012 09:51:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  "Moonrise Kingdom"  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2911997</link>
         <description><![CDATA[  Familien, die zerfallen, Kinder, die ihre Eltern suchen oder vor ihnen fliehen &ndash; Wes Anderson nimmt solche Schicksale von der schr&auml;gen Seite. In "Moonrise Kingdom" folgt er nun zwei kleinen Ausrei&szlig;ern. Das ist verschroben wie immer und hinrei&szlig;end wie nie.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Sam und Suzy laufen weg. Weit k&ouml;nnen sie nicht kommen auf ihrer Insel an der US-Ostk&uuml;ste, irgendwann in den Sechzigern. Der Waisenknabe mit Brille und Fellm&uuml;tze ist aus dem paramilit&auml;rischen Pfadfinderlager desertiert, die kleine Lolita mit den wei&szlig;en Str&uuml;mpfen und dem dunkel stechenden Blick nimmt Katze und Koffer, Plattenspieler und Fantasyb&uuml;cher mit auf die kleine Flucht zur ersten Liebe. Die Erwachsenen bleiben ratlos zur&uuml;ck und sp&uuml;ren, dass sie mehr verloren haben als ihre Kinder.<br /> Typisch Wes Anderson: In "Rushmore" zeigte er 1998 einen jungen Sonderling auf einer Privatschule, der Bezugspersonen sucht. Bei den "Royal Tenenbaums" (2001) hat der Vater die Familie verlassen und die Kinder in die Krise gest&uuml;rzt. Und in "Darjeeling Limited" (2007) reisen drei S&ouml;hne nach Indien zur Aussprache mit der abtr&uuml;nnigen Mutter. Die Erwachsenen geben meist reichlich triste Vorstellungen ab, was jedoch wunderbar komisch ausschaut, weil bei Anderson stets hervorragende Schauspieler am Werke sind.<br /> "Moonrise Kingdom" bietet ein besonders handverlesenes Ensemble bis in die Nebenrollen mit Harvey Keitel als knorriger Pfadfinder-General und Tilda Swinton in Heilsarmee-Uniform als das herzlose Jugendamt in Person. Scout Master Ward (Edward Norton), der gern ein guter P&auml;dagoge w&auml;re, hadert damit, dass er von den N&ouml;ten seines Sch&uuml;tzlings Sam nichts wusste. Dorfpolizist Sharp (Bruce Willis), der die Ausrei&szlig;er finden soll, ist ein ungl&uuml;cklich Liebender, heimlich verbandelt mit Suzys Mutter: Frances Mc Dormand verk&ouml;rpert sie mit ruppiger Kraft, wenn sie die Familie mit dem Megafon zum Essen ruft. Dabei w&auml;re sie ihrer Tochter gern eine verst&auml;ndnisvolle Vertraute. Dass ihre Ehe noch h&auml;lt, liegt wohl dran, dass Vater zu lethargisch zum Weglaufen ist - Bill Murray gibt wieder mal einen depressiven Kauz. "Wir sind alles, was sie haben", sagt die Mutter in der Nacht, als sie sp&uuml;rt, wie weit ihr die Tochter abhandengekommen ist. "Das ist nicht genug", seufzt Vater ein Bett weiter.<br /> Wes Anderson hat einen Sinn daf&uuml;r, solche Schwermut mit leichter Hand zu gestalten. Daf&uuml;r sorgt schon der Spielort: Suzy lebt in einem Puppenstubenhaus mit Leuchtturm, Sam t&uuml;rmt aus einem Pfadfindercamp wie aus dem Kinderbilderbuch. Zusammen stromern sie mit Picknick im Felde und Camping am Ufer &uuml;ber ihre idyllische Insel, die allen Figuren zur kleinen Welt wird. Es ist eine theaterhafte B&uuml;hne, an der die Kamera auf der Suche nach skurrilen Tableaus mit Liebe zu seltsamen Details entlanggefahren wird.<br /> Selten war es so anheimelnd und so m&auml;rchenhaft in Anderson County. Die Trauer &uuml;ber die verlorene Kindheit b&uuml;rdet der Film den Erwachsenen auf, die Ausrei&szlig;er aber haben hier die Chance, auf unschuldige Art reif zu werden - irgendwo zwischen Kindheit und Erwachsensein. Sam (Jared Gilman), der schlafwandelnde Brandstifter und Bettn&auml;sser, ist mit Pfeifchen und Luftgewehr zugleich ein kleiner Strolch und ein gro&szlig;er Abenteurer. Vor allem aber f&uuml;rsorglicher Besch&uuml;tzer. Und Suzy (Kara Hayward), die in Rage auch mal zum Messer greift, wird, wenn sie ein Buch in der Hand hat, als Vorleserin auch zur Mutter. Und so ersetzen sich die beiden Liebenden noch vor dem ersten Zungenkuss all das, was ihnen fehlt: die Eltern und den Therapeuten. Wes Anderson erz&auml;hlt diese grundtraurige Geschichte so hoffnungsheiter, dass einem beim Lachen ganz beklommen werden kann.<br /> <br /> Ab zw&ouml;lf Jahren.<br /> <br /> Mehr dazu auf <b><a href="http://www.moonrisekingdom.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.moonrisekingdom.de</a></b>.<br /> <br /> <br /> <b>Mehr Videos zum Thema Kino:</b><br /> Trailer zu den aktuellen Filmen sowie Interviews, Filmausschnitte und mehr gibt es im <b><a href="http://www.echo-online.de/videos/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Video-Center</a></b> von "Echo Online".</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.echo-online.de/2911997</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Thu, 24 May 2012 22:30:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  "The Yellow Sea"  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2911999</link>
         <description><![CDATA[  Ein hochverschuldeter koreanischer Taxifahrer l&auml;sst sich von der chinesischen Mafia als Auftragskiller anheuern. Blutiger Actionthriller, der gleichzeitig ein schonungsloses Sozialdrama ist.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Der unabh&auml;ngige chinesische Verwaltungsbezirk Yanbian ist ein Paradies f&uuml;r Kriminelle. Das von der chinesischen Mafia kontrollierte Grenzgebiet zwischen China, S&uuml;dkorea und Russland dient als Sammelbecken f&uuml;r Illegale, Heimatlose und Vertriebene, die zwischen den L&auml;ndern hin- und herpendeln, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.<br /> Zu den dort gestrandeten Menschen geh&ouml;rt auch der koreanische Taxifahrer Gu-Nam (Ha Jung-Woo). Dessen Frau ist verschwunden und hat ihn mit einem Berg Schulden sitzengelassen.<br /> Weil er sich in Korea auf die Suche nach ihr machen will und dringend Geld braucht, nimmt er einen Auftrag eines Mafia-Schergen (Kim Yun-Soek) an: Er soll illegal per Schiff nach Seoul reisen und dort jemanden umbringen. Obwohl er kaum Informationen &uuml;ber die Zielperson hat und alles andere als ein Killer ist, l&auml;sst er sich notgedrungen darauf ein.<br /> Schon die h&ouml;llenartige &Uuml;berfahrt mit zahlreichen anderen Randexistenzen zeigt auf eindringliche Weise das Elend derjenigen, die in der Drei-L&auml;nder-Zone versuchen zu &uuml;berleben. Nicht wenige davon schaffen es noch nicht einmal bis zum Festland und enden als Leichen im Meer. Gu-Nam hat jedoch Gl&uuml;ck und beginnt alsbald damit, den Wohnort seines Opfers auszukundschaften und sich Gedanken &uuml;ber den richtigen Zeitpunkt f&uuml;r die Tat zu machen. Als er endlich aktiv werden will, kommen ihm allerdings zwei fremde M&auml;nner zuvor und erledigen seinen "Job".<br /> Was zun&auml;chst wie eine gl&uuml;ckliche F&uuml;gung aussieht, f&uuml;hrt Gu-Nam nur noch weiter ins Verderben. Denn f&uuml;r den Mord, den er selbst gar nicht begangen hat, ist trotzdem die Polizei hinter ihm her und - was noch viel schlimmer ist - auch zwei Mafia-Clans, die sich gegenseitig bekriegen. Gu-Nam sieht sich urpl&ouml;tzlich Horden von Gangstern ausgesetzt, die ihm hartn&auml;ckig nachstellen. Doch weil er &uuml;berleben will, wehrt er sich mit der brutalen Entschlossenheit eines Verzweifelten, sodass bald nicht mehr ganz klar ist, wer eigentlich wen jagt.<br /> "The Yellow Sea" ist der neue Film von Regisseur Na Hong-Jin, der bereits mit dem eigenwilligen Serienkiller-Film "The Chaser" einen intensiven Ausnahme-Thriller geschaffen hat. Bei dem fast zweieinhalbst&uuml;ndigen Mafia-Krimi handelt es sich um eine zynisch-brutale Mischung aus Action, Suspense und Drama, die mit gesellschaftskritischer Attit&uuml;de und makabrem Humor angereichert ist. Zwischenzeitlich w&auml;hnt man sich allerdings in einer fast schon absurden Orgie der Gewalt, wenn die lediglich mit Stich- und Hiebwaffen ausgestatteten Gangster gnadenlos auf sich eindreschen und dabei Blutb&auml;der am laufenden Band produzieren. Diese nur schwer zu ertragende Schlachthaus-Atmosph&auml;re toppt sogar noch die legend&auml;re Hammer-Sequenz aus "Oldboy" und zeigt auf schonungslos drastische Weise, wie widrige Lebensumst&auml;nde Menschen zu Bestien machen k&ouml;nnen.<br /> <br /> Ab 18 Jahren.<br /> <br /> Mehr dazu auf <a href="http://www.fox.de/cinema/the_yellow_sea/13099/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.fox.de</a>.<br /> <br /> <br /> <b>Mehr Videos zum Thema Kino:</b><br /> Trailer zu den aktuellen Filmen sowie Interviews, Filmausschnitte und mehr gibt es im <b><a href="http://www.echo-online.de/videos/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Video-Center</a></b> von "Echo Online".</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.echo-online.de/2911999</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Thu, 24 May 2012 10:22:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  "Das bessere Leben"  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2911998</link>
         <description><![CDATA[  Eine Reporterin interviewt Studentinnen, die sich prostituieren und stellt ihre eigene Rolle als b&uuml;rgerliche Ehefrau infrage: Juliette Binoche spielt die Hauptrolle in Malgoska Szumowskas provokanter Studie "Das bessere Leben".  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Anne (Juliette Binoche) hat eigentlich alles, wovon viele Frauen tr&auml;umen: einen interessanten, attraktiven Beruf, viel Geld, Mann und Kinder. Doch ihre j&uuml;ngste Reportage &uuml;ber Studentinnen, die zur Aufbesserung ihrer Haushaltskasse ihre Dienste als Callgirls anbieten, bringt sie aus dem Gleichgewicht. Dies allerdings weniger aus Mitleid oder Scham angesichts ihrer eigenen Privilegien, sondern fast ein bisschen aus Neid, f&uuml;hlen sich doch die beiden von ihr interviewten Studentinnen keineswegs ausgebeutet. Im Gegenteil: Sie beschreiben den Sex mit verheirateten M&auml;nnern sogar als aufregend. Die Klarheit und Ehrlichkeit dieser Frauen irritiert Anne zunehmend, bis sie sich schlie&szlig;lich fragt, ob ihr abgesichertes, langweiliges Leben tats&auml;chlich das "bessere" ist.<br /> Die Hintergr&uuml;nde f&uuml;r diese Geschichte sind realer als man sie wahrhaben m&ouml;chte. Nicht nur in Paris oder in der Ukraine, sondern auch in Deutschland jobben zunehmend mehr Studenten als Sexarbeiter. Glaubt man Umfragen, dann zwingt sie nicht nur bittere Armut dazu, vielmehr spielen auch eine Lust am Abenteuer, gar Spa&szlig; eine gewichtige Rolle. Auf Feministinnen, die mit Alice Schwarzers "Emma" aufgewachsen sind und die Prostitution seit den Siebzigern bek&auml;mpfen, wirkt das freilich wie eine Ohrfeige. Wirft es nicht die Frauen kolossal zur&uuml;ck, wenn sich nun sogar Vertreterinnen der Bildungselite M&auml;nnern unterwerfen? Oder untersch&auml;tzt man den Pragmatismus der jungen Frauen, die behaupten, sie suchten sich attraktive Freier aus? Wie auch immer: Die polnische Regisseurin Malgoska Szumowska stellt die Verf&uuml;gbarkeit der K&ouml;rper nur aus, hat aber keine Haltung dazu. Das ist die gro&szlig;e Schw&auml;che dieses Films, der einen ratlos stimmt.<br /> Gleichwohl besitzt "Das bessere Leben" auch Qualit&auml;ten, vor allem mit Blick auf das Portr&auml;t einer Akademikerin in ihrem Dilemma, ihren beruflichen Erfolg und ihre &ouml;konomische Unabh&auml;ngigkeit mit einem unerf&uuml;llten Privatleben zu bezahlen. Juliette Binoche verk&ouml;rpert zwar keine Intellektuelle, die Schwierigkeiten hat, einen ad&auml;quaten Partner zu finden, aber ihre erotischen Bed&uuml;rfnisse hat diese Anne - eingeschr&auml;nkt auch angesichts ihrer moralischen Grunds&auml;tze - doch allzu lange verdr&auml;ngt. Sinnlicher denn je tr&auml;gt Juliette Binoche diesen verst&ouml;renden und provokanten Film.<br /> <br /> Ab 16 Jahren.<br /> <br /> Mehr dazu auf <b><a href="http://www.zorrofilm.de/index.php?id=27" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.zorrofilm.de</a></b>.<br /> <br /> <br /> <br /> <b>Mehr Videos zum Thema Kino:</b><br /> Trailer zu den aktuellen Filmen sowie Interviews, Filmausschnitte und mehr gibt es im <b><a href="http://www.echo-online.de/videos/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Video-Center</a></b> von "Echo Online".</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.echo-online.de/2911998</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Tue, 22 May 2012 22:49:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  "Juan of the Dead"  ]]></title>
         <link>http://www.echo-online.de/2908214</link>
         <description><![CDATA[  In Alejandro Brugu&eacute;s&rsquo; Genre-Persiflage kommt es auf Kuba zu einer Revolution von innen: Die sozialistischen Inselbewohner mutieren zu Zombies und machen den wenigen &Uuml;berlebenden das Leben noch schwerer.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br><br><p>Damit haben Che Guevara und Fidel Castro wohl nicht gerechnet. Eines Tages wird die Hauptstadt Havanna pl&ouml;tzlich zu einer Zombie-Kolonie. Das Untoten-Virus hat sich breitgemacht und infiziert alle, die von den herumschlurfenden Horrorwesen gebissen werden.<br /> Juan (Alexis D&iacute;az de Villegas) und sein Kumpel Lazaro (Jorge Molina) werden zum ersten Mal beim Fischen mit der neuen Situation konfrontiert, als sich ein vermeintlicher Fang als lebende Leiche an der Angelschnur herausstellt, die nur mit einem Harpunenschuss ins Auge Ruhe gibt.<br /> Doch die beiden Lebensk&uuml;nstler realisieren erst zuhause im Wohnblock, was Sache ist, nachdem ein gehbehinderter alter Nachbar pl&ouml;tzlich wieder laufen kann, seine Frau totbei&szlig;t und sich danach weder mit Knoblauch noch mit Holzpf&auml;hlen aufhalten l&auml;sst. Es ist eben kein Vampir, wie die Anwesenden zun&auml;chst vermuten, sondern ein Zombie - und der kann nunmal nach den Regeln des Genres nur durch die Zerst&ouml;rung seines Gehirns endg&uuml;ltig ins Jenseits bef&ouml;rdert werden.<br /> Inspiriert von der bizarren Familienszene, verschanzen sich Juan und Lazaro mit einigen Bekannten auf dem Hausdach und richten dort ihre neue Firmenzentrale ein. Das Gewerbe: Zombie-Kammerj&auml;ger f&uuml;r all diejenigen, die ihre Verwandten nicht selbst abschlachten wollen.<br /> Nach einigen blutigen Scharm&uuml;tzeln, einem unsch&ouml;nen Zusammentreffen mit Regierungssoldaten und einigen Verlusten in den eigenen Reihen wird aber bald klar, dass die einzige Hoffnung in der Flucht von der Insel liegt. Seine kurz zuvor erst wieder mit ihm vers&ouml;hnte Tochter (Andrea Duro) schickt Juan zwar mit den Freunden ins Exil. Er selbst vertraut am Ende aber lieber auf seine Instinkte, bleibt allein zur&uuml;ck und will das vor die Hunde gegangene Land wieder auf Vordermann bringen.<br /> Weil sp&auml;testens seit George A. Romeros legend&auml;rem Kaufhaus-Zombiefilm "Dawn of the Dead" von 1979 Untote als Metapher f&uuml;r die anonymen Konsumenten-Massen der westlichen Industrienationen gelten, gibt es Zombie-Filme bisher nur aus den USA, aus Gro&szlig;britannien, Kanada, Italien, Frankreich, Spanien, Japan, Norwegen sowie auch aus Deutschland ("Rammbock" und die von Constantin-Film produzierte "Resident Evil"-Reihe).<br /> Zombies aus Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern fehlten bisher noch. Nachdem die englische Produktion "The Dead" von 2010 immerhin in Afrika spielte und dementsprechend auch mit afrikanischen Zombies aufwartete, handelt es sich nun bei der Independent-Produktion "Juan of the Dead" um den ersten kubanischen Zombiefilm - was umso kurioser ist, wenn man bedenkt, dass der mittelamerikanische Karibik-Staat eine von Kommunisten regierte Diktatur des Proletariats ist.<br /> Diesem Umstand verdankt die von Alejandro Brugu&eacute;s mit vielen witzigen Details, frischen Ideen und liebenswert skurrilen Figuren inszenierte Genre-Persiflage im Stil der britischen Zombiekom&ouml;die "Shaun of the Dead" (2004) auch jede Menge subversiver Gags, die daraus gleichzeitig eine Politsatire machen. Zum Beispiel versuchen die Machthaber den Menschen st&auml;ndig einzubl&auml;uen, dass hinter dem Quasi-Volksaufstand Dissidenten stecken, die vom Klassenfeind USA kontrolliert werden. Und mal ehrlich: Gibt es etwas Besseres als zombifizierte Sozialisten, um den Kommunismus endg&uuml;ltig f&uuml;r tot zu erkl&auml;ren?<br /> <br /> Ab 16 Jahren.<br /> <br /> Mehr dazu auf <a href="http://www.pandastorm.com/detail/juan-of-the-dead/7517.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.pandastorm.com</a>.</p> <b>Mehr Videos zum Thema Kino:</b>Trailer zu den aktuellen Filmen sowie Interviews, Filmausschnitte und mehr gibt es im <a href="/videos" target="_blank"><b>Video-Center</b></a> von "Echo Online".  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.echo-online.de/2908214</guid>
      </item></channel>
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