Schuldenkrise: Soll Griechenland Kontrolle über Finanzen abgeben?
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Schuldenkrise: Dunkle Wolken über Athen.
Die neuesten Nachrichten aus Athen klingen ernüchternd und überschatten den Europagipfel: Die Lagehabe sich verschlimmert, die geplanten Notmaßnahmen reichten nicht mehr aus, um das Land aus der Krise zu führen.
Europäischen Finanzkreisen zufolge drängt Deutschland darauf, dass Griechenland die Kontrolle über seine Finanzen an europäische Institutionen überträgt. In der Euro-Gruppe würden Vorschläge für den Umgang mit Hilfsprogrammen diskutiert, die strändig aus dem Ruder liefen. Überlegt werde, wie man damit konstruktiver umgehen könne, als die Probleme zu ignorieren oder zu sagen "dann geht es eben nicht mehr".
Wie die "Financial Times" berichtet, soll dafür ein "Haushalts-Beauftragter" der EU eingesetzt werden. Er hätte die Aufgabe, alle großen Ausgaben Griechenlands zu überwachen. Zugleich hätte er die Macht, bei den finanziellen Entscheidungen des Landes sein Veto einzulegen - sofern diese nicht den Zielen der internationalen Geldgeber entsprechen. "Die Haushaltskonsolidierung muss unter strenge Führung und Kontrolle gestellt werden", heißt es laut "Financial Times" in dem Antrag. Aufgrund der bisherigen, enttäuschenden Erfahrungen müsse Griechenland akzeptieren, "für einen bestimmten Zeitraum" die Souveränität über seinen Haushalt an die EU abzugeben.
Wie nicht anders zu erwarten, ist die Aufregung in Athen groß. Halten Sie den Schuldenkommissar für ein richtiges Mittel oder für Augenwischerei, um dem deutschen Steuerzahler die Zustimmung zu noch mehr Geld für Athen zu erleichtern?