Ist Guido Westerwelle ein würdiger Außenminister?
(ale/dpa). Ein Außenminister soll unterwegs eigentöichj die Innenpolitik zu Hause lassen. Doch Guido Westerwelle wurde die Vorwürfe der Kungelei und der Vermischung von Privatem und öffentlichem Amt auch auf seiner einwöchigen Südamerikareise nicht los: Türöffnerdienste für den öfters mitreisenden Lebensgefährten, Gefälligkeiten für den Bruder - immer lauter werden die Vorwürfe, der Außenminister könne Dienstliches und Privates nicht trennen. Jetzt ist Guido Westerwelle wieder da, mitten im NRW-Wahlkampf, und er keilt gleich heftig zurück: Eine Kampagne werde gefahren, die linke Mehrheiten sichern soll. Die Demokratie sei in Gefahr, tönt der Außenminister sogar. Alles wenig zurückhaltend, und schon gar nicht diplomatisch. Unvergessen auch seine Weigerung, als Außenminister auf Pressekonferenzen englisch zu sprechen. Nach dem mehr als holprigen Start stellt sich langsam die Frage: Ist Guido Westerwelle ein würdiger Außenminister?
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