„Punkten, punkten.“ Trainer Kosta Runjaic weiß genau, um was es für den SV 98 jetzt geht. Nicht nur am Samstag bei Wacker Burghausen, sondern auch in den nächsten sechs Wochen, die mit neun Pflichtspielen randvoll gefüllt ist. In der aktuellen Rückrundentabelle nehmen die Darmstädter mit mageren drei Pünktchen aus fünf Spielen den 19. und damit vorletzten Tabellenplatz (punktgleich Unterhaching) ein.
Die Drittliga-Tabelle bietet wegen der vielen Spielausfälle derzeit ein uneinheitliches Bild. Fakt ist aber, dass der SV 98 nach wie vor auf dem Nicht-Abstiegsplatz 17 rangiert, wobei aber das Feld enger zusammengerückt ist.
Drei Wochen lang musste der SV 98 pausieren, weil das Winterwetter jegliche Begegnungen verhindert hatte. In Burghausen soll nun gespielt werden können, auch wenn der Platz mit ziemlicher Sicherheit nicht in einem optimalen Zustand ist.
Fast wie selbst im Stadion: Am Samstag sind wir natürlich in Burghausen vor Ort und berichten live per Ticker vom Spiel.
„Wir haben stets den Anspruch, nicht mit leeren Händen nach Darmstadt zurückzukehren“, formuliert Runjaic die stete Vorgabe, die auch eine Verbesserung der mäßigen Auswärtsbilanz zum Ziel hat. Auf jeden Fall punkten heißt es für den SV 98, „und ich denke, wir sind auch dazu in der Lage.“ Zumal die Erinnerung an die 2:3-Hinspiel-Niederlage (nach 2:0-Vorsprung) nach wie vor schmerzt.
Im Training wurde auch daran gearbeitet, die Fehler zu minimieren, die zuletzt zu Niederlagen geführt hatten. Fehler minimieren heißt indes auch, die bislang praktizierte offensive Spielweise auswärts ein wenig zugunsten einer defensiveren zu ändern. Ein wenig auch aus dem Zwang heraus, dass Marcus Steegmann in Burghausen fehlen wird (fünfte gelbe Karte). Möglich, dass es eine Ein-Mann-Sturm-Variante mit Oliver Heil gibt, möglich auch, dass Dimitri Imbongo-Boele oder Rudi Hübner (der im übrigen in dieser Woche Vater geworden ist) den Platz neben Heil einnehmen. Wahrscheinlicher aber ist, dass Runjaic auf die „Eineinhalb“-Angriffsvariante setzt und damit das Mittelfeld mit Sascha Amstätter zusätzlich verstärkt.
Auch im Abwehrverbund denkt der Trainer über eine Veränderung nach. Für den zuletzt erkrankt fehlenden Cem Islamoglu könnte Christian Beisel in die Viererkette rücken. Der Arheilger hat sein letztes Punktspiel am 20. August beim 1:1 gegen Jahn Regensburg als Einwechselspieler absolviert. Danach fiel er wegen einer langwierigen Rückenverletzung aus. „Er hat gut trainiert“, sagt Runjaic.
Weiter ausfallen werden die verletzten Julian Ratei und Burak Bilgin. Ratei, der seit Anfang Dezember außer Gefecht ist, wird wegen seiner Bauchmuskel- und Leistenverletzung einen Spezialisten in Berlin aufsuchen.
Folgende Elf dürfte erste Wahl sein: Zimmermann – Gaebler, Kopilas, Beisel (Islamoglu), Brighache – Latza, Wölk – Baier, Amstätter, Hesse – Heil.
Das am vergangenen Sonntag ausgefallene Spiel gegen RW Erfurt ist vom DFB für den 28. März neu angesetzt worden. Beginn ist um 18.30 Uhr. Der SV 98 stellt klar, dass eine spätere Anstoßzeit wegen der Auflagen der Polizei nicht möglich ist.

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