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04. Februar 2012  | Von Volker Bachmann

„Wir wollen noch mal angreifen“

Schwimmen – Die SG Frankfurt will der SG Essen in Darmstadt Führung und Titel abjagen – DSW kämpft um Ligaerhalt

| Vergrößern | Wichtiger Punktsammler: Marco di Carli, deutscher Rekordhalter über 100 Meter Freistil, zählt zu den wichtigsten Stützen der SG Frankfurt, die am Wochenende im Darmstädter Nordbad um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Schwimmen kämpft. Archivfoto: dpa


„Wir wollen noch mal angreifen und eine Schippe drauflegen“, verspricht Michael Ulmer, Sportdirektor und Trainer der SG Frankfurt, die am Wochenende in Darmstadt mit ihren Männern um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Schwimmen (DMS) kämpft. Hinter der SG Essen, die nach den Vorkämpfen mit 22 895 Punkten in Führung liegt, stellt das Team vom Main (22 782) den aussichtsreichsten Kandidaten, der den Titelverteidiger bei der Meisterrunde am Sonntag noch abfangen könnte.
Bei den Frauen hat die SG Essen (23 890) kräftig vorgelegt. SG Dortmund (23 219), SV Halle/Saale (22 749) und auch SG Neukölln Berlin (22 713) mit Olympiasiegerin Britta Steffen, die im Vorkampf mit 54,94 Sekunden über 100 Meter Freistil überzeugte, liegen bereits ein gutes Stück zurück. Neben Staffel-Europameisterin Lisa Vitting mögen den Essenerinnen überragende Einzelkräfte fehlen, doch im Teamwettbewerb sticht ihre Ausgeglichenheit als Trumpf.
Im Männer-Wettbewerb geht es enger zu. Hinter Essen und Frankfurt ist auch SG Neukölln (22 359) noch im Titelrennen. Beide Frankfurter Hauptkonkurrenten hatten allerdings den Vorteil beim Vorkampf in Essen von modernen Blöcken starten zu können, während die Frankfurter in Wuppertal – wie auch der DSW – von herkömmlichen Blöcken starteten. Für Ulmer eine klare Wettbewerbsverzerrung, die mache pro Rennen bestimmt zwei Zehntel und insgesamt damit „locker 100 Punkte aus“. Ulmer: „Das ist ärgerlich.“
Im Finale, das am Sonntag wie auch die Abstiegsrunde mit dem DSW am Samstag in zwei Durchgängen (jeweils ab 12 und 16 Uhr) ausgetragen wird, sieht er aber noch eine gute Chance. „Wir werden noch ein bisschen umstellen und ein bisschen optimieren“, kündigt Ulmer an. Neben den Olympiakandidaten Marco di Carli und Jan-Philip Glania zählt der frühere Pfungstädter Lukasz Wojt zu Frankfurts Punktesammlern. „Die Jungs sind heiß“, sagt Ulmer. Auch die Konkurrenz wird freilich zulegen wollen, sodass der Trainer damit rechnet, „dass wir bestimmt 600 Punkte drauflegen müssen, um vorne zu sein“.
Im Kampf um den Klassenerhalt am Samstag gilt es für Gastgeber DSW (20 322 Punkte) seinen Vorsprung vor den Abstiegsplätzen zu verteidigen, dort rangieren SG Dortmund (19 947) und SC Magdeburg (19 474).

 
 


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