Die Münchner Olympia-Macher setzen im Bewerbungsmarathon um die Winterspiele 2018 den südkoreanischen Favoriten Pyeongchang unter Druck. Mit emotionalen Versprechen, finanziellen Verlockungen und durchgestylter Strategie leitete München 2018 am Mittwoch beim technischen IOC-Briefing in Lausanne den Endspurt ein. „Ich bin mir sicher, dass wir Boden gut gemacht haben“, meinte Frontfrau Katarina Witt 49 Tage vor der Vergabe am 6. Juli in Durban. Die Zusage von Bundespräsident Christian Wulff, die Delegation beim finalen Votum in Südafrika anzuführen, verlieh zusätzliche Impulse.
Die IOC-Mitglieder im olympischen Museum staunten nicht schlecht, als die Vorstellung der Münchner und das anschließende Frage- und Antwortspiel vorbei waren. „Eine ganz starke Präsentation“, meinte IOC-Spitzenfunktionär Dick Pound.
Immer wieder versuchte das neunköpfige Team um Katarina Witt und IOC-Vize Thomas Bach, Pyeongchangs Alleinstellungsmerkmale mit eigenen Stärken zu entkräften. Die Südkoreaner warben erneut mit dem „kompaktesten Sportstätten-Plan der Geschichte“, dem ungesättigten Wintersportmarkt im bevölkerungsreichsten Kontinent Asien – und erstmals auch mit Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Kim Yu-Na. Für die französischen Außenseiter Annecy hatte der zweitägige Termin dagegen mit einer atmosphärischen Störung begonnen. 25 Olympia-Gegner demonstrierten am Museumseingang mit einem Plakat „Nein zu den Olympischen Spielen 2018 in Annecy“.
Starker Auftritt
OLYMPIA 2018.
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