Mit bangem Blick schauen die Münchner Olympia-Macher Richtung Zugspitze. Beim Bürgerentscheid am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen könnte sich zwei Monate vor dem Votum des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) das Schicksal der Bewerbung um die Winterspiele 2018 vorentscheiden.
„Es wäre ein richtig schlimmer Rückschlag, fast ein Verlust des sicheren Bodens unter den Füßen“, räumte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) offen ein. Die Bewerbung würde zwar nicht abrupt gestoppt, falls die „NOlympia“-Fraktion gewinnen sollte, „aber politisch würde es bedeuten, dass die Mehrheit der abstimmenden Bevölkerung dagegen wäre“, erläuterte Ude. Knapp 21 000 der 26 000 Einwohner zählenden Marktgemeinde sind stimmberechtigt. Vereinfacht geht es nach einem monatelangen Streit, der den Ort tief gespalten hat, um eine Frage: „Ja“ oder „Nein“ zu Olympia 2018?
Beide Parteien versuchten, ihre Anhänger im Endspurt des Wahlkampfes zu mobilisieren. „Ich mache ein Bürgerbegehren nicht, um zu verlieren“, sagte Axel Doering, Mitinitiator der Initiative gegen Olympia 2018.
Die Bewerbungsgesellschaft hat kurz vor dem Votum noch einen Trumpf gezogen. In dem früheren Außenminister Joschka Fischer präsentierte sie ausgerechnet einen prominenten Grünen als Befürworter. Noch auf ihrem letzten Bundesparteitag hatte die Partei gegen Olympia 2018 votiert. „Es tut uns gut als Land, wenn solche Veranstaltungen hier stattfinden“, sagte Fischer bei einer Podiumsdiskussion am Donnerstagabend in München.
Schicksalstag für München 2018
OLYMPIA.
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