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05. März 2011 dpa

Prüfer verabschieden sich mit freundlichem Lob

Olympia: München wird starke Bewerbung für Spiele 2018 bescheinigt – Zusagen von Friedrich

| Vergrößern | Kritische Blicke warf die IOC-Prüfungskommission unter Leitung von Gunilla Lindberg auf Münchens Bewerbung. Foto: dpa


Die Inspektoren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) haben München im Dreikampf um die Winterspiele 2018 gute Arbeit bescheinigt. „Es ist eine starke Bewerbung mit starker Unterstützung der Regierung und einem hervorragenden Bewerbungsteam“, sagte Gunilla Lindberg, Vorsitzende der IOC-Evaluierungskommission, zum Abschluss des Besuchs in München, Garmisch-Partenkirchen und der Eisbahn am Königssee.
Das elfköpfige IOC-Gremium habe an den fünf Tagen „die große Begeisterung gespürt“, berichtete die Schwedin. Deutschland sei „ein starkes Wintersportland“, das bestens geübt sei in der Organisation von Sportereignissen, betonte Lindberg, die aber auch erklärte: „Alle drei Städte sind in der Lage, die Olympischen Spiele auszurichten. Aber wir stellen hier keinen Vergleich an“. Münchens Konkurrenten sind Pyeong chang/Südkorea und Annecy/ Frankreich.    Das IOC entscheidet am 6. Juli im südafrikanischen Durban über den Austragungsort der Winterspiele 2018.    „Die Chemie hat gestimmt zwischen der Bewerbungsgesellschaft und der Evaluierungskommission“, meinte Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und IOC-Vizepräsident.

Auch Deutschlands Polit-Elite hofierte die IOC-Inspektoren. In der Münchner Residenz schwärmten am Donnerstag bei einem Gala-Diner Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Guido Westerwelle, Verteidigungsminister Thomas de Maizière und der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich vom bayerischen Wintermärchen in der Hoffnung, die IOC-Kundschafter positiv zu stimmen.
„Wir haben alle Chancen, nach einem Sommermärchen, das wir mit der Fußball-WM hatten, jetzt ein Wintermärchen zu planen“, sagte Angela Merkel. „Deutschland ist bereit für die Winterspiele“, erklärte auch Sportminister Friedrich, der am Freitag der IOC-Abordnung noch einmal die Regierungsgarantien und Unterstützung aller politischen Ebenen bestätigte.
Emotionale Versprechen und das Werben politischer Schwergewichte sind die IOC-Vertreter aber gewöhnt. Bei ihren Besuchen in Annecy und Pyeong chang traten Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Südkoreas Präsident Lee Myung Bak als motivierte Gastgeber auf.
Zum Grundstücksstreit und dem Bürgerbegehren in Garmisch-Partenkirchen sagte Kommissionsmitglied Gilbert Felli, man habe die „Situation der Bauern vorsichtig untersucht“.
Den Abschlussbericht werden die IOC-Prüfer am 10. Mai vorlegen. Die Analyse der Tester dient als Orientierungshilfe für die 103 in Durban stimmberechtigten IOC-Mitglieder. Vorher werden sich alle drei Kandidaten noch bei zwei internationalen Sport-Kongressen in Seoul und London präsentieren.

 
 


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