Späte Punktlandung für die Skispringerinnen: Nach langjähriger Wartezeit werden die mutigen Damen bei den Winterspielen 2014 in Sotschi ihre Olympia-Premiere feiern. Sechs neue Disziplinen nahm die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Mittwoch in London ins Olympia-Programm der Sotschi-Spiele 2014 auf und trieb damit die Frischzellenkur für Winterspiele voran.
Neben dem Skispringen für Frauen bekamen Ski-Halfpipe (Frauen und Männer), ein Mixed-Staffelrennen im Biathlon und Teamwettbewerbe im Eiskunstlaufen und Rodeln die Olympia-Zusage. „Das ist eine gute Auswahl, die der deutschen Olympia-Mannschaft neue Chancen eröffnet“, sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach. Über den Aufnahmeantrag der Disziplinen Slopestyle für Snowboarder und Alpine sowie den Teamwettbewerb der Alpinen will das IOC nach weiteren technischen Studien entscheiden.
„Es ist für jeden Athleten und jeden Trainer ein Traum, bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Dafür haben wir 15 Jahre lang gekämpft“, sagte Damen-Skisprung-Bundestrainer Daniel Vogler. „Es wird ein aufregendes Programm in Sotschi“, tönte IOC-Sportdirektor Christophe Duby. Bereits zweimal war den Skispringerinnen aus „technischen Gründen“ der Olympia-Start verwehrt worden. Es fehlt die breite Basis, die Leistungsunterschiede sind zu groß, hieß es in der offiziellen Begründung.
Damit ist nun die Nordische Kombination die einzige olympische Wintersport-Disziplin, in der nur Männer antreten dürfen. Bereits bei den Vancouver-Spielen war der Frauen-Anteil mit 40,51 Prozent aller Teilnehmer so hoch wie nie.
Olympia: Winterspiele in Sotschi 2014 mit sechs neuen Disziplinen
2014 in Sotschi kämpfen die Skispringerinnen erstmals um Medaillen
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