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06. Februar 2012 dpa

Schönheits-Chirurgie fürs Formel-1-Auto: Der Höcker

JEREZ DE LA FRONTERA. 

Artikel 3.7.9 ist schuld. Dort steht im Technischen Reglement für die kommende Formel-1-Saison, dass alle Karosserieteile ab einem bestimmten Punkt nicht höher als 550 Millimeter liegen dürfen. Das wäre an sich kein Problem. Im Gegenteil: Es soll der Sicherheit der Fahrer dienen.
Rückblick: Beim Finale 2010 in Abu Dhabi krachte Vitantonio Liuzzi mit seinem Force India in den Mercedes von Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister hatte sich gedreht und war entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen gekommen. Schumacher hatte damals riesiges Glück, dass ihn die Wagenspitze Liuzzis nur knapp verfehlte.
Mit den nun tiefer gelegten Nasen soll vergleichbaren Unfällen vorgebeugt werden. Das Problem für die Designer: Die Chassis-Höhe wurde nicht entsprechend abgesenkt. An der Übergangsstelle auf Höhe der Vorderachse beträgt sie im Durchschnitt 595 Millimeter.
Um die 40 Millimeter Differenz auszugleichen, entschieden sich einige Formel-1-Wagenbauer für einen mehr oder weniger massiven Höcker. Dieser verleiht den Autos ein gewöhnungsbedürftiges Aussehen. Vor allem der neue Ferrari F2012 fällt durch seinen massiven Knick auf. McLaren hat sich hingegen für einen geschwungenen Übergang entschieden. Aber ob Welle oder Delle, Hauptsache schnell.

 
 


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