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29. Dezember 2011 dpa

Ohne VW, dafür mit Malysz und Peru

 
| Vergrößern | Die Dakar 2012 ruft. Auf ungewohntes Terrain wagt sich Adam Malysz. Er feiert sein Dakar-Debüt. Foto:dpa
BERLIN/MAR DEL PLATA. 



8373 Kilometer in zwei Wochen. Sand, Hitze, Berge und Kälte. Die Dakar 2012 ruft. Zwei deutsche Co-Piloten wollen wieder den Weg zum Erfolg weisen - auch ohne Seriensieger VW. Auf ungewohntes Terrain wagt sich ein anderer: Adam Malysz feiert sein Dakar-Debüt.
Diesmal sind Flugeinlagen für Adam Malysz tabu. Bei seinem Debüt bei der härtesten Rallye der Welt sollte der ehemalige Skisprung-Star mit vier Rädern so selten wie möglich die Bodenhaftung verlieren. „Ich hoffe vor allem, dass ich ins Ziel komme“, sagte der mittlerweile 34-Jährige vor dem Start der Dakar 2012 am Neujahrstag. „In der Luft war ich immer allein, hier muss ich mit jemandem zusammenarbeiten“, betonte Malysz mit Blick auf seinen rallye-erfahrenen Beifahrer Rafal Michal.
Das polnische Duo wird im Mitsubishi Pajero bei den Podestplätzen kaum mitreden können. Daran ändert auch der Ausstieg von Seriensieger VW nichts. Das Wolfsburger Autobauer konzentriert sich nach seinen drei Siegen im Race Touareg nacheinander auf die unmittelbar bevorstehende Rallye-WM-Premiere mit seinem Polo. Dennoch könnte auch die 33. Auflage der legendären Dakar, die diesmal an insgesamt 14 Renntagen außer durch Argentinien und Chile auch durch Peru führen wird, wieder im Zeichen von schwarz-rot-gold stehen.
Denn nun soll die große Stunde des x-raid-Teams aus dem hessischen Trebur-Astheim schlagen. Gleich acht Autos - fünf Minis und drei BMW X3 - schickt Teammanager Sven Quandt in das Rennen über insgesamt 8373 Kilometer von Mar del Plata am Neujahrstag bis zum neuen Zielort Lima am 15. Januar. Darunter in Stéphane Peterhansel auch den erfolgreichsten Piloten der Dakar-Geschichte mit bisher neun Siegen.

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Mit Vollgas Richtung Titelverteidigung: Stéphane Peterhansel. Archivfoto:
Der sechsmal mit dem Motorrad und dreimal mit dem Auto schnellste Franzose vertraut seinem Landsmann Jean Paul Cottret auf dem Beifahrersitz. Teamkollege Leonid Nowitzki aus Russland setzt auf die Erfahrung von Andreas Schulz, der 2001 Jutta Kleinschmidt und 2003 Hiroshi Masuoka den Weg zum Sieg wies.
Der Münchner Schulz ist aber nicht allein. In Dirk von Zitzewitz wird ein weiterer sieg-erfahrener deutscher Co-Pilot - auch ohne VW - dabei sein. 2009 führte der Karlshofer Giniel de Villiers aus Südafrika im Touareg bei der ersten Südamerika-Auflage zum Triumph. Diesmal fährt das Duo allerdings im privaten Imperial Toyota Hilux von der Startrampe und zählt sich selbst zu den absoluten Außenseitern. Im Gegensatz zum deutschen Duo Matthias Kahle und Thomas Schünemann - zumindest in der Buggy-Klasse, in der die beiden den dritten Sieg nacheinander ansteuern wollen.
Den erneuten Gesamtsieg hat sich Nasser Al-Attiyah vorgenommen. Die Nummer 300 des Siegers der vergangenen Auflage ziert diesmal einen Hummer vom amerikanischen Robby Gordon Team. „Was das Auto betrifft, fange ich bei Null an“, meinte der Katarer Al-Attiyah, der vor knapp einem Jahr den VW-Hattrick perfekt gemacht hatte.
„Der Gedanke, die Dakar nicht zu fahren, war schrecklich“, betonte der 41-Jährige, der dafür auch den ersten Lauf zur Rallye-WM in Monte Carlo nur eine Woche nach dem absoluten Langstrecken-Härtetest für seinen neuen Arbeitgeber Citroen sausen lässt. Denn was die Dakar für alle Teilnehmer bedeutet, hat auch Ex-Skisprungstar Malysz schon erkannt, ohne nur einen Kilometer der stets auch äußerst gefährlichen Jagd durch schwierigstes Gelände absolviert zu haben: „Jeder, der die Dakar zu Ende fährt, ist ein Gewinner.“

 
 


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