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15. Januar 2012  | udo/dpa

Peterhansel führt X-Raid-Team zum ersten Dakar-Sieg

Mit Dirk von Zitzewitz stand auch ein Deutscher auf dem Podium – als Co-Pilot des Südafrikaners Giniel de Villiers

| Vergrößern | Mit Vollgas nach Lima: In der peruanischen Hauptstadt endete die Rallye Dakar, die der Franzose Stephane Peterhansel in einem der fünf Minis des X-Raid-Teams gewann. Foto: DPA
MOTORSPORT. 

Doppelsieg für das südhessische X-Raid-Team bei der Rallye Dakar. Der Franzose Stephane Peterhansel lag nach 14 Etappen über insgesamt 7000 Kilometer vor seinem spanischen Teamkollegen Juan „Nani“ Roma. Beide steuerten einen der fünf Minis des in Trebur-Astheim beheimatetn Teams. „Es ist der von uns lang ersehnte Sieg“, sagte X-Raid-Manager Sven Quandt, dessen Mannschaft nach dem Rückzug von Vorjahres-Sieger VW als Favorit in die 33. Auflage der umstrittenen Rallye gegangen war. „Wenn man bedenkt, wie hart es ist, die Dakar zu gewinnen, ist es unglaublich, dass ich es zehnmal geschafft habe“, sagte Peterhansel, der die Rallye sechsmal mit dem Motorrad und nun viermal mit dem Auto gewonnen hat. Nach der „langen Zeit“ seit seinem Erfolg 2007 sei der Erfolg in Südamerika eine große Erleichterung.
Mit Dirk von Zitzewitz stand auch ein Deutscher auf dem Podium in Perus Hauptstadt Lima – als Co-Pilot des Südafrikaners Giniel de Villiers. „Dritter Platz, das war unser unrealistischer Wunschtraum. Und das ist jetzt Realität. Mit einem Wort: Wow“, sagte der Karlsdorfer, der mit seinem Piloten die Rallye Dakar 2009 im WV Touareg gewonnen hatte. Im technisch unterlegenen Toyota verhinderte das Duo diesmal einen Dreifachsieg des X-Raid-Teams, für das der Russe Leonid Nowizki (mit Beifahrer Andreas Schulz aus München), der Portugiese Ricardo Leal dos Santos und der Pole Krzysztof Holowczyc die übrigen Minis auf die Ränge vier, acht und zehn steuerten.
Der nur wegen seines Einspruchs noch mitfahrende Nascar-Star Robby Gordon aus den USA kam im bulligen Hummer trotz des Siegs auf der letzten Etappe im Klassement nicht mal in Reichweite. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar hatte mit dem zweiten Hummer nach einem technischen Defekt auf der neunten Etappe aufgegeben.
In der Motorradwertung schaffte der Franzose Cyril Despres seinen vierten Dakar-Erfolg. Die Entscheidung in einem Zweikampf mit fast täglich wechselnder Führung fiel auf den letzten 50 Kilometern der vorletzten Etappe. Vorjahressieger Marc Coma (Spanien) verfuhr sich in den Dünen und verlor über zehn Minuten.

 
 


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