E-Paper | Mobil | Newsletter | RSS RSS
 
 
| |
 
SUCHE: | Erweiterte Suche |
 
| Suchen |
 
 
 
08. Februar 2012  | dpa

WADA-Machtwort: UV-Bestrahlung ist „eine verbotene Methode“

Generaldirektor Howman: „Blutdoping war niemals erlaubt.“

| Vergrößern | Generaldirektor David Howman formuliere klare Worte anlässlich der Debatte, ob die UV-Bestrahlung von Blut Doping sei oder nicht. Foto: KEYSTONE
LAUSANNE. 

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat im Zusammenhang mit der Kontroverse um die Erfurter Affäre um Blutmanipulation ein Machtwort gesprochen. „Blutdoping ist seit langer Zeit verboten. Die Definition hat sich nicht geändert. Sie ist im WADA-Code von 2011 nur präziser als die von 2004. So einfach ist das“, erklärte David Howman, Generaldirektor der WADA, in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. „Blutdoping war niemals, niemals erlaubt.“ Zur umstrittenen UV-Bestrahlung von Blut sagte er explizit: „Es ist eine Methode, die verboten ist. Die Untersuchungen sind nun im Gange, und wir werden sehen, was herauskommt.“
Nicht ausgeschlossen ist, dass die WADA beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung einlegt, wenn das deutsche Sportschiedsgericht kein Doping-Vergehen von Athleten feststellen würde, die in Erfurt die UV-Methode genutzt haben. „Wenn das Gericht so entscheidet, dass wir es für richtig erachten, okay. Wenn es falsch laufen sollte, greifen wir ein“, sagte Howman.
Um die Vereinbarkeit von lebenslangen Sperren für Doping-Sünder für Olympische Spiele mit dem WADA-Code geht es im Rechtsstreit zwischen der Weltagentur und dem britischen Nationalen Olympischen Komitee (BOA) vor dem CAS. Was folgt, wenn das Sportgericht feststellt, dass die Regel gegen den Kodex verstößt? „Dann muss das BOA die Regel ändern. Das ist einfach“, meinte Howman. Der CAS-Spruch wird im März erwartet.
Nicht ausgeschlossen ist, dass der lebenslange Bann und die vom CAS gekippte „Osaka-Regel“ des Internationalen Olympischen Komitees Eingang in den neuen WADA-Code finden. Danach sollen mehr als sechs Monate gesperrte Doper an den nächsten Olympischen Spielen nicht teilnehmen dürfen. „Wir sind offen für jeden sensiblen Vorschlag, der in der Praxis funktioniert“, sagte Howman. Er müsse aber auch den Menschenrechten und den Rechten der Athleten gerecht werden. „Ein sauberer Athlet würde sagen, sperrt den Betrüger lebenslänglich. Ein Menschenrechtler würde sagen, das kann man nicht tun.“
Als wichtiges Signal wertet Howman die geplante Rekordzahl von 6500 Doping-Kontrollen bei den Olympischen Spielen und Paralympics in London. „Ich denke, dass es sehr wichtig ist, der Welt zu zeigen, dass die Athleten auf dem Podium sauber sind und dass es ein sehr effektives Wettkampf- und Trainingskontrollsystem gibt.“
Dass gute Athleten, die viel Geld verdienen, sich die besten und nicht nachweisbaren Mittel beschaffen können, ist für den Neuseeländer kein Geheimnis: „Das wird wohl so sein. Doch es ist auch so: Die besten Athleten sind entweder gute Menschen oder Betrüger, die Geld verdienen wollen.“

 
 


BEWERTUNGEN
  •  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel zu bewerten. | Anmelden |
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.

 
EUROTRAINER

Das große Gewinnspiel

Nominieren Sie Ihre persönliche Top-Mannschaft und fiebern Sie mit Echo Online bei den Spielen der EM mit. Und das können Sie gewinnen ...
Mehr |
ANZEIGE
SV 98
 
Live-Ticker vom Lilien-Spiel Fast wie Bölle! Wir tickern live alle Spiele des SV Darmstadt 98, egal ob auswärts oder zu Hause. Gleichzeitig können Sie in unserem Chat mitdiskutieren und das Spiel bewerten - direkt oder auch per Twitter und Facebook. | Mehr |
 

Veranstaltungskalender
 

Veranstaltungen in Südhessen zu Kultur und Kunst, Märkten und Börsen, Party und Disko.

Mehr |
 
Abo
 
Mit dem Echo Gewinncodes sammeln, alles zum Start der Fußball-EM erfahren und einen von 2012 ...
Mehr |
 
 
Abo
 
LWL Aufmacher 04_2012 440px Wir freuen uns über jeden Abonnenten – und sagen Danke!
Mehr |
 
 
ANZEIGE
Fahrrad.de ist der ideale Online Radsport Shop für Radprofis oder Fahrradbegeisterte. Hier finden Sie alles rund ums Fahrrad.
Fitnessübungen zuhause: Wer nicht gern ins Fitnessstudio geht, kann seine Fitness mit Ausdauer Trainingsgeräten auch in seinen eigenen vier Wänden steigern.
 
SCHON GESEHEN?
 
 
ANZEIGE