Im Vereinswettbewerb der Volks- und Raiffeisenbanken um die „Sterne des Sports“ hat die Vereinigte Volksbank Griesheim-Weiterstadt 2011 die zweite Kür eingeläutet. Die Jury, mit dem Vorstandsvorsitzenden Dietmar Petermann und Vertriebsleiter Stephan Janusch an der Spitze, prämierte jüngst drei der vier Bewerber mit dem Preis. Die SG Weiterstadt (1500 Euro) belegte Platz eins mit dem ungewöhnlichen Angebot Säuglings- und Babyschwimmen. Es bereichert das 2009 entwickelte Nachwuchskonzept „Bewegung, Spiel und Sport“ und gewinnt in der Region Modellcharakter.
Wie im Vorjahr erzielte die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden Rang zwei mit dem Jugendförderkonzept 2012 im Handball. Es wurde weiter entwickelt und ergänzt um ein Präventionsprogramm (Kindeswohlgefährdung/Missbrauch, Sucht, Drogen, Alkohol, Mobbing).
Die HSG teilt sich Rang zwei mit der Rollsport-Abteilung der SKG Gräfenhausen. Deren Projekt „Integration durch Sport – im kleinen fängt es an“ war der Jury ebenfalls 1000 Euro wert. Die lediglich 100 Mitglieder große Sparte bewegt einen Ausländeranteil von 35 Prozent und bindet die Eltern mit ein.
Ein Trostpreis (300 Euro) blieb wie im Vorjahr für TTV Gräfenhausen/Schneppenhausen für das Städtepartnerschafts- und Vereinsprojekt mit Bagno in Italien. Petermann: „Wir wollen die Bemühungen aller Bewerber belohnen.“
Angesichts der begrenzten Reichweite war der Vorstandsvorsitzende mit vier Bewerbungen zufrieden: „Der Preis ist für mich auch im nächsten Jahr auf jeden Fall gesetzt“, trotz der Fusion mit der Frankfurter Volksbank 2012. Im Herbst werden die drei Sieger der ersten Runde in der Zentrale der Vereinigten Volksbank Griesheim-Weiterstadt ausgezeichnet.
Petermann schwebt weiterhin vor, alle acht Partner der Kreiswerbegemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbanken in der Region für einen gemeinsamen Wettbewerb zu gewinnen der die Kreise Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und Odenwald mit einbezieht.
Bundesweit ist das Interesse seitens der Geldinstitute ebenfalls mäßig: Von 1100 Volks- und Raiffeisenbanken stellen sich etwa ein Viertel dem Wettbewerb. Die Volksbank Darmstadt (seit 2009 Volksbank Darmstadt-Kreis Bergstraße) hatte von 2007 bis 2009 drei Mal „Sterne des Sports“ für Vereine in ihrem Geschäftsgebiet ausgelobt. Nach der Fusion verzichtete sie auf die Ausschreibung.
Etwa 3000 Clubs reichten im Jahr 2010 Bewerbungen bundesweit ein. Zehn Kategorien, von Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutzprojekten über Sportangebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bis hin zur Förderung der Leistungsmotivation oder des Ehrenamtes bilden die Kriterien.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volks- und Raiffeisenbanken schreiben „Sterne des Sports“ seit 2004 aus. Bisher flossen fast 1,5 Millionen Euro Prämien. Auf der Grundstufe winkt der „Große Stern des Sports“ in Bronze. Der Gewinner bewirbt sich auf Landesebene um den Silbernen Stern. Alle Landessieger sind im Wettbewerb um den Goldenen Stern, der in Berlin verliehen wird. Dotierung für den Sieger: 10 000 Euro.
Sterne des Sports leuchten
Preis: SG Weiterstadt gewinnt Wettbewerb der Vereinigten Volksbank Griesheim-Weiterstadt – Handballer und Rollsportler teilen sich Platz zwei
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