Preisgünstig, sicher, unkompliziert, umweltfreundlich. ,,Die Revolution im Schießsport" feiert im Modernen Fünfkampf Premiere. Der Multimedia-Pointer (Laserstrahl) ersetzt die Luftdruckpistole. Enorme Vereinfachung, Transparenz und wachsende Telegenität erhofft sich Weltpräsident Klaus Schormann (Gundernhausen) von der neuen Technik.,,Man darf nicht Waffe sagen, weil es eigentlich keine Waffe ist", betonte Verbandspressesprecher Matthias Heise am Dienstag bei der Präsentation des Multimedia-Pointers in Mainz. Schormanns umtriebiger Ehrgeiz bei der Reform und Existenzsicherung der olympischen Sportart, deutscher Erfindergeist und die sprunghafte Entwicklung der Elektronik (Laserpoint-Technik) halfen dem neuen Gerät auf die Sprünge. 2,5 Millionen Euro flossen in das Projekt. ,,Erfinder" Klaus Kremer - mit ihm kooperiert ein halbes Dutzend Technologie-Firmen - entfernte bei der Demonstration mit ein paar Schraubendrehungen den runden Lauf der herkömmlichen Luftdruck-Pistole, wie sie die Athleten im Wettkampf derzeit benutzen, und ersetzte ihn durch einen gleichlangen, schmalen, viereckigen, durchsichtigen Elektronik-Container. ,,Das ist keine Waffe mehr." Sieht aber so aus, klingt auch wie Schießen, ,,es ist uns offensichtlich gelungen, das Gefühl des normalen Schießens zu erhalten." Für Kremer eine Herausforderung. Ausgeblendet werden zugleich Umwelteinflüsse (Wind, Regen). Mit 30 Millisekunden trifft der Laser auf zehn Meter Entfernung auf die Scheibe. Moderne Laserstrahl-Diagnose analysiert den Schuss. Kremer: ,,Das ist das präziseste Ziel, das es je gab. " Die Messtechnik, einstellbar auf Zehntel-Ringe, lässt Computer-Analysen zu wie genau, wo genau der Schuss trifft. Was auch Training und Trainingssteuerung bereichert. Der Elektronik-Container birgt Funkkomponenten, Steuerungstechnik und Microchip mit den Programmen. An der Seite offenbart eine rot-grüne Trefferanzeige die Treffsicherheit des Schützen für die Medien und Zuschauer. Schormann: ,,Eine geniale Idee."Sie soll zügig bei Wettkämpfen Einzug halten. Beim Weltcup vom 3. bis 6. Juni in Berlin haben zunächst die Top-Athleten - 99 Männer und 80 Frauen - Gelegenheit, mit der ,,Revolution" zu üben. Beim Weltcup-Finale vom 18. bis 20. Juni in Moskau erfolgt der erste Wettkampftest. Bei der Premiere der Olympischen Jugendspiele in Singapur vom 14. bis 26. August erlebt die neue Technik die Welturaufführung. Ab 1. Januar, wenn die Modernen Fünfkämpfer auf die Quotenplätze für die Sommerspiele 2012 in London zielen, ist der Laserpointer Pflicht im Schießen. Vom dortigen OK, berichtet Schormann, wird das Gerät begeistert aufgenommen. Die Organisatoren schlugen sich bisher mit Protesten herum, weil der Moderne Fünfkampf in einem öffentlichen Park entschieden wird und Schießen wie auch das Reiten von den Anwohnern dort als Belastung der grünen Lunge gegeißelt wurden. ,,Das ist nun vorbei, wir sind herzlich willkommen." Der Weltpräsident wird nicht müde zu betonen, dass die Aktiven hinter der Innovation stehen: ,,Wir sind auf die Athleten eingegangenen, wir sind permanent in der Diskussion." Zuvor war er mit eigenwilligen Reformschritten - Combined/Laufen und Schießen im Wechsel , wie beim Biathlon - mächtig angeeckt. Nun sieht er seinen Eifer belohnt: ,,Die Dichte in der Weltspitze ist noch dichter. Die Athleten bekommen einen Schub durch die Jugend."Mit Verve, Ehrgeiz, Hartnäckigkeit und diplomatischem Geschick hat der Weltbürger aus Gundernhausen die Rote Karte der Olympischen Familie für seine Zunft abgewehrt. 2002 appellierte er an die Gralshüter des IOC: ,,Steckt uns nicht ins olympische Museum." Danach krempelte der Pädagoge im Eiltempo die Sportart um. Die Viertagestour (Fechten, Schießen, Schwimmen Reiten, Laufen) schrumpfte zuvor schon zum fernsehtauglichen Eintages-Event. 2008 wurde der ,,Combined" geboren: Laufen und Schießen im Stadion. Gegen den Top-Athleten und Trainer der Zunft zunächst Sturm liefen. Binnen drei Jahren reifte nun die Entwicklung des Laserpointers, der den Wettkampf spannender und transparenter gestaltet. Mit der neuen Technik löste Schormann zugleich die Eintrittskarte für die ersten Olympischen Jugendspiele. Zielorientiert spielte er die Präsenz des Modernen Fünfkampfs in Singapur zugleich als Druckmittel im eigenen Verband für die Einführung der neuen Technologie aus. Wieder ein persönlicher Erfolg für den findigen und ehrgeizigen Präsidenten auf der Weltbühne des Sports.
Klaus Schormann glaubt an einen Volltreffer
Moderner Fünfkampf: Laserpointer ersetzt künftig beim Schießen die Luftdruckwaffe - Weltpräsident: Revolution
Preisgünstig, sicher, unkompliziert, umweltfreundlich. ,,Die Revolution im Schießsport" feiert im Modernen Fünfkampf Premiere. Der Multimedia-Pointer (Laserstrahl) ersetzt die Luftdruckpistole. Enorme Vereinfachung, Transparenz und wachsende Telegenität erhofft sich Weltpräsident Klaus Schormann (Gundernhausen) von der neuen Technik.,,Man darf nicht Waffe sagen, weil es eigentlich keine Waffe ist", betonte Verbandspressesprecher Matthias Heise am Dienstag bei der Präsentation des Multimedia-Pointers in Mainz. Schormanns umtriebiger Ehrgeiz bei der Reform und Existenzsicherung der olympischen Sportart, deutscher Erfindergeist und die sprunghafte Entwicklung der Elektronik (Laserpoint-Technik) halfen dem neuen Gerät auf die Sprünge. 2,5 Millionen Euro flossen in das Projekt. ,,Erfinder" Klaus Kremer - mit ihm kooperiert ein halbes Dutzend Technologie-Firmen - entfernte bei der Demonstration mit ein paar Schraubendrehungen den runden Lauf der herkömmlichen Luftdruck-Pistole, wie sie die Athleten im Wettkampf derzeit benutzen, und ersetzte ihn durch einen gleichlangen, schmalen, viereckigen, durchsichtigen Elektronik-Container. ,,Das ist keine Waffe mehr." Sieht aber so aus, klingt auch wie Schießen, ,,es ist uns offensichtlich gelungen, das Gefühl des normalen Schießens zu erhalten." Für Kremer eine Herausforderung. Ausgeblendet werden zugleich Umwelteinflüsse (Wind, Regen). Mit 30 Millisekunden trifft der Laser auf zehn Meter Entfernung auf die Scheibe. Moderne Laserstrahl-Diagnose analysiert den Schuss. Kremer: ,,Das ist das präziseste Ziel, das es je gab. " Die Messtechnik, einstellbar auf Zehntel-Ringe, lässt Computer-Analysen zu wie genau, wo genau der Schuss trifft. Was auch Training und Trainingssteuerung bereichert. Der Elektronik-Container birgt Funkkomponenten, Steuerungstechnik und Microchip mit den Programmen. An der Seite offenbart eine rot-grüne Trefferanzeige die Treffsicherheit des Schützen für die Medien und Zuschauer. Schormann: ,,Eine geniale Idee."Sie soll zügig bei Wettkämpfen Einzug halten. Beim Weltcup vom 3. bis 6. Juni in Berlin haben zunächst die Top-Athleten - 99 Männer und 80 Frauen - Gelegenheit, mit der ,,Revolution" zu üben. Beim Weltcup-Finale vom 18. bis 20. Juni in Moskau erfolgt der erste Wettkampftest. Bei der Premiere der Olympischen Jugendspiele in Singapur vom 14. bis 26. August erlebt die neue Technik die Welturaufführung. Ab 1. Januar, wenn die Modernen Fünfkämpfer auf die Quotenplätze für die Sommerspiele 2012 in London zielen, ist der Laserpointer Pflicht im Schießen. Vom dortigen OK, berichtet Schormann, wird das Gerät begeistert aufgenommen. Die Organisatoren schlugen sich bisher mit Protesten herum, weil der Moderne Fünfkampf in einem öffentlichen Park entschieden wird und Schießen wie auch das Reiten von den Anwohnern dort als Belastung der grünen Lunge gegeißelt wurden. ,,Das ist nun vorbei, wir sind herzlich willkommen." Der Weltpräsident wird nicht müde zu betonen, dass die Aktiven hinter der Innovation stehen: ,,Wir sind auf die Athleten eingegangenen, wir sind permanent in der Diskussion." Zuvor war er mit eigenwilligen Reformschritten - Combined/Laufen und Schießen im Wechsel , wie beim Biathlon - mächtig angeeckt. Nun sieht er seinen Eifer belohnt: ,,Die Dichte in der Weltspitze ist noch dichter. Die Athleten bekommen einen Schub durch die Jugend."Mit Verve, Ehrgeiz, Hartnäckigkeit und diplomatischem Geschick hat der Weltbürger aus Gundernhausen die Rote Karte der Olympischen Familie für seine Zunft abgewehrt. 2002 appellierte er an die Gralshüter des IOC: ,,Steckt uns nicht ins olympische Museum." Danach krempelte der Pädagoge im Eiltempo die Sportart um. Die Viertagestour (Fechten, Schießen, Schwimmen Reiten, Laufen) schrumpfte zuvor schon zum fernsehtauglichen Eintages-Event. 2008 wurde der ,,Combined" geboren: Laufen und Schießen im Stadion. Gegen den Top-Athleten und Trainer der Zunft zunächst Sturm liefen. Binnen drei Jahren reifte nun die Entwicklung des Laserpointers, der den Wettkampf spannender und transparenter gestaltet. Mit der neuen Technik löste Schormann zugleich die Eintrittskarte für die ersten Olympischen Jugendspiele. Zielorientiert spielte er die Präsenz des Modernen Fünfkampfs in Singapur zugleich als Druckmittel im eigenen Verband für die Einführung der neuen Technologie aus. Wieder ein persönlicher Erfolg für den findigen und ehrgeizigen Präsidenten auf der Weltbühne des Sports.
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.
Merken
|













