Außenangreiferin Gaby Bongers bilanzierte: „Die Eintracht-Spielerinnen haben sich verstärkt und sind fünf bis zehn Jahre jünger als wir.“
Vor dem prestigeträchtigen Duell mit Wiesbaden war den TG-Frauen ein müheloser 2:0-Erfolg über die TG Römerstadt gelungen. Die Stimmung war allerdings „miserabel“, wie Gaby Bongers berichtete, „und davon haben wir uns irritieren lassen“.
Grund war eine Nachricht vom Vorstand des Hessischen Volleyball-Verbandes (HVV), dem auch Horst Reuter von der TG Rüsselsheim angehört. Das Gremium hatte nämlich kurzfristig beschlossen, wegen fehlender Meldungen aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz und wegen der dadurch geringen Teilnehmerzahl von drei Mannschaften die Hessenmeisterschaft gleichzeitig als Südwest-Entscheid zu werten.
„Das hat zu extremem Unmut bei den Wiesbadenerinnen geführt, weil sie wohl gedacht haben, wir hätten da irgendeinen Einfluss darauf ausgeübt. Was aber in keiner Weise stimmte“, erklärte Gaby Bongers. Auch sei den Gastgeberinnen kein Nachteil entstanden. Als Sieger waren sie ohnehin direkt für die deutsche Meisterschaft qualifiziert.
Rüsselsheim hat nun dagegen in einem Relegationsturnier am 28. April die Chance, ebenfalls ein Ticket für die nationalen Titelkämpfe zu lösen, die wieder am Pfingstwochenende stattfindet. Dazu müssen die TG-Seniorinnen einen der ersten beiden Plätze belegen.
TG Rüsselsheim: Gaby Bongers, Maria Bontrup, Bianca Meyer, Barbara Schlosser, Cornelia Schultz, Birgit Schwarz, Marianne Windecker, Kirstin Hartwig.
Männer, Ü 35 in Darmstadt: 1. TSG Elgershausen, 2. DSW Darmstadt I, 3. TG Zellhausen, 4. DSW Darmstadt II.
Männer, Ü 47: 1. SG Rodheim, 2. TuS Kriftel, 3. VC Ober-Roden, 4. TSV Auerbach.
Frauen: Ü 31: 1. HTG Bad Homburg, 2. TSV Hanau.
Stimmung miserabel und nun Relegationsturnier
Volleyball – Rüsselsheims Seniorinnen wieder Hessens Vizemeister hinter Wiesbaden
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