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11. Juli 2011  | Von Lars Monzheimer

Erster Saisonerfolg ist zum Greifen nah

Tennis: Im Hessenliga-Kellerduell benötigt Haßloch gegen den SC 80 nur noch einen Sieg im Doppel, doch der glückt nicht

| Vergrößern | Bittere Niederlage: Kai Lemke (rechts) und Gaston Giussani, am Samstag im Tennis-Hessenligamatch gegen den SC 80 Frankfurt zweites Doppel, hatten es in der Hand, ihrem TV Haßloch den ersten Saisonsieg zu bescheren. Doch sie unterlagen knapp. Und weil die anderen beiden Haßlocher Doppel schwach agierten, gab es eine 8:13-Niederlage gegen den Aufsteiger. Auch gestern verlor der TVH mit 8:13, diesmal bei der zweiten Frankfurter Mannschaft im Oberhaus, der Eintracht. Foto: Uwe Krämer




Die Doppel waren es, und sie sind der Grund dafür, dass der TV Haßloch auch nach dem Samstag am Tabellenende der Tennis-Hessenliga herumdümpelt. Denn während in den Einzeln gegenüber den beiden ersten eher enttäuschenden Auftritten die erforderliche Steigerung gelang, konnte gegen Aufsteiger SC 80 Frankfurt selbst eine 8:4-Führung nicht zum Sieg genutzt werden, denn nach drei Doppelniederlagen standen die Rüsselsheimer beim 8:13 abermals mit leeren Händen da.
„Wir werden jetzt die ganze Woche Doppel trainieren“, kündigte ein enttäuschter TVH-Sportwart Uwe Wingert unmittelbar nach Spielende an. Noch gegen 16 Uhr schien sich das Blatt zugunsten seiner Mannen gewendet zu haben, denn zu diesem Zeitpunkt hatten Youngster Kai Lemke und an der Spitze der Chilene Guillermo Hormazabal durch zwei hauchdünne Erfolge ihr Sextett vermeintlich auf die Siegesstraße gebracht. „Wer keine Doppel gewinnt, kann auch kein Match gewinnen“, schlussfolgerte Wingert schließlich.
Bereits im Vorfeld hatten die Zuschauer angesichts der bisher an den Tag gelegten Doppelschwäche trotz der Führung Zweifel am Sieg geäußert, was sich bewahrheiten sollte, denn auch in der dritten Saisonpartie ging Haßloch im Doppel leer aus und überließ die dort noch zu vergebenden neun Zähler wieder dem Gegner.
Für die Doppel brachte Gästetrainer Oliver Trott noch zwei frische Leute, den Unterschied aber machte womöglich der Enthusiasmus des Aufsteigers, denn nach dem Gewinn des ersten und dritten Doppels eilten die Akteure des SC 80 zu ihren Kollegen und trugen sie durch die Unterstützung im engen Champions-Tiebreak zum kaum noch für möglich gehaltenen 13:8-Auswärtserfolg.
Noch besteht kein Grund zur Panik, gleichwohl dem Liga-Urgestein am dritten Spieltag seiner achten Saison ein Sieg gegen den Aufsteiger gut zu Gesicht gestanden hätte. Noch stehen wichtige Spiele gegen die Abstiegs-Mitkonkurrenten TC 31 Kassel und TC Marburg aus.
Das Spiel am Samstag hatte alles andere als viel versprechend begonnen, denn in der ersten Runde setzte sich einzig Dominic Metzger durch, der „seine machbare Aufgabe“, so Wingert, löste und damit im zweiten Jahr endlich den ersten Sieg für den TVH verbuchte.
Derweil setzte es für Gaston Giussani an Position zwei die dritte Dreisatzniederlage der Saison, und der 18 Jahre junge Aaron Wirths musste sich trotz einer starken kämpferischen Vorstellung erstmals in dieser Runde geschlagen geben. In Runde zwei spielten die Gastgeber dann stark auf, denn zunächst glich Laslo Urrutia Knauer in zwei Sätzen zum 4:4 aus, dann sorgte der Treburer Kai Lemke nach der Abwehr von drei Matchbällen für das viel umjubelte 6:4, das Hormazabal gar auf 8:4 ausbaute.
Anfangs hatte der überaus starke Richard Waite mit Assen, weiteren hevorragenden Aufschlägen und Stoppbällen geglänzt. Doch der Chilene Hormazabal steigerte sich gegenüber der Vorwoche mächtig. Vor allem mit seiner cross geschlagenen Vorhand punktete er.
Somit herrschte vor den Doppeln eine glänzende Ausgangslage, doch alle Hoffnungen erfüllten sich nicht. Allenfalls im zweiten Doppel bestand eine gute Siegchance, doch büßte das Duo Giussani/Lemke nach gewonnenem ersten Satz immer mehr von seiner Überlegenheit ein, und nach einer 7:6-Führung im entscheidenden Champions-Tiebreak gelang den Rüsselsheimern kein Punkt mehr, was den Gästen aus dem Frankfurter Nordend den ersten Hessenligasieg dieser Runde bescherte.
Denn zuvor hatten bereits die beiden anderen Haßlocher Paarungen gepatzt, wobei Wingert den Sieg des dritten Doppels Wirths/Metzger eigentlich fest eingeplant hatte.
TV Haßloch – SC 80 Frankfurt 8:13.
Guillermo Hormazabal – Richard Waite 3:6, 7:6, 6:4; Gaston Giussani – Srirambalaji Narayanaswamy 3:6, 6:3, 1:6; Laslo Urrutia Knauer – Henrik Betrams 6:4, 6:2; Aaron Wirths – Ivan Cinkus 3:6, 6:7; Kai Lemke – Fabian Schmidt 5:7, 6:2, 7:5; Dominic Metzger – David Steinebach 6:4, 6:0; Hormazabal/Urrutia Knauer – Waite/Cinkus 0:6, 4:6; Giussani/Lemke - Narayanaswamy/Valentino Pest 6:3, 2:6, 7:10; Wirths/Metzger – Betrams/Oliver Trott 2:6, 2:6.


 
 


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