Ihre siebte Saison, gemeinhin auch als verflixtes siebtes Jahr verschrien, haben sie locker gemeistert, doch nun droht in der achten Spielzeit im hessischen Oberhaus der Sturz aus der Tennis-Hessenliga. Der Blick auf die Tabelle macht das ganze Übel des TV Haßloch deutlich, denn hier rangieren die Rüsselsheimer mit einer enttäuschenden Bilanz von 0:8 Punkten und 24:60 Matchpunkten auf dem letzten Platz.
Dabei wurden in den vier bisher ausgetragenen Partien magere neun Einzel und ganze zwei Doppel gewonnen. Doch noch ist nichts verloren, denn mit dem TC 31 Kassel und dem Marburger TC gibt es noch zwei weitere Mannschaften ohne Sieg. Bereits jetzt lässt sich vermuten, dass diese drei Mannschaften und eventuell noch Aufsteiger SC 80 Frankfurt die beiden Absteiger unter sich ausmachen werden.
Mit Gewissheit lässt sich auch behaupten, dass die Haßlocher Niederlagen gegen Wiesbaden, Kronberg und zuletzt Eintracht Frankfurt keineswegs als schlimm zu bewerten sind, jedoch darf sich der Klub aus dem Rüsselsheimer Osten keine weiteren Ausrutscher wie in der Vorwoche beim ärgerlichen 8:13 gegen den SC 80 Frankfurt mehr erlauben. Er muss am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Kassel und eine Woche später in Marburg die so genannten „Big Points“ setzen, um seinen Zuschauern auch im neunten Jahr Hessenliga-Tennis bieten zu können.
Nach einem spielfreien Samstag gastiert also mit dem TC 31 Kassel am Sonntag um 10 Uhr der mit 0:6 Zählern und 20:43 Matchpunkten gestartete Tabellendrittletzte auf der Anlange des TV Haßloch. „Wir wollen mit aller Macht gegen Kassel gewinnen, das wird aber ein ganz enges Ding“, erwartet TVH-Sportwart Uwe Wingert. Am Sonntag rechnet er bei den Nordhessen fest mit dem Einsatz von Matteo Valente, dem an Position drei gemeldeten Italiener Kassels, der bislang jedoch noch nicht dabei war.
Kassel verfügt ansonsten mit einem anderen Italiener, Fabio Colangelo, über die Nummer 624 der ATP-Weltrangliste und hat mit Marc Leimbach darüber hinaus den amtierenden Deutschen Meister im Herren 30-Doppel in seinen Reihen.
Die Einzel erwartet Wingert sehr ausgeglichen, baut dabei aber auf die ansteigende Formkurve der eigenen Spitzenleute Guillermo Hormazabal und Gaston Giussani. Mit Kämpfer Sascha Heinemann geht auch ein früherer Haßlocher für Kassel an den Start.
Doch selbst im Falle einer Niederlage sei noch nicht mit dem Schlimmsten zu rechnen. „Dann müssen wir die letzten drei Spiele gewinnen“, sagt Wingert und sieht dabei den Vorteil, dass Rosenhöhe und Bad Homburg wohl keinerlei Ambitionen mehr nach oben und nach unten haben. Somit lässt der Haßlocher Sportwart trotz des verpatzten Auftakts Zuversicht walten und verweist dabei gerne auf die Fußball-Bundesliga, in der auch sein Lieblingsklub Borussia Mönchengladbach zur Halbserie bereits hoffnungslos abgeschlagen schien, um am Ende doch noch den Ligaerhalt feiern zu dürfen.
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