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Es hat einen ganz praktischen Grund, dass Vorjahressieger René Strosny am Sonntag bei der dritten Auflage des Darmstadt-Marathons wieder mit von der Partie ist: »Es wäre einfach Quatsch, woanders hinzufahren«, sagt der Siebenunddreißigjährige, der für den Bautzener LV startet, und fast allwöchentlich als Ultralangstreckenläufer unterwegs ist. Nach seinem Umzug von Filderstadt nach Roßdorf im vergangenen Jahr geht die Darmstädter Strecke, die vom Start in der Kranichsteiner Straße im weiten Bogen durch den Ostwald und am Oberfeld vorbei ins Ziel im Bürgerparkstadion führt, nun quasi direkt bei ihm vor der Haustür vorbei. Doch Strosny hat noch aus einem anderen Grund Gefallen an dem Rennen gefunden: »Einfach, weil der Marathon schön ist«. Schon im Vorjahr hatte er nach seinem Sieg in 2:49:42 Stunden betont, dass er mehr ein Landschafts- als ein Stadtläufer sei. Und die Mixtur aus Natur- und Citystrecke bildet letztlich die Qualität, die den Darmstadt-Marathon prägen soll. Strosnys Ambitionen, das Rennen erneut zu gewinnen, sind allerdings »eher klein«. Das liegt weniger daran, dass er noch vor einer Woche den Koberstädter Waldmarathon bestritt, wo er in 3:22:24 Stunden Dritter der Altersklasse M 35 wurde. Sondern vielmehr an seiner Vorbereitung für den Spartathlon am 24./25. September, einem Ultramarathon, der in Griechenland nach historischem Vorbild von Athen nach Sparta führt - über sage und schreibe 246 Kilometer. Der deutsche 24-Stunden-Meister will es daher an diesem Wochenende eher ruhig angehen lassen, weil er für die »kurzen Strecken« derzeit nicht die »richtige Form« habe. Als Zielvorgabe nennt er eine Zeit unter 3:30 Stunden. Ob es vielleicht doch wieder etwas schneller werde, entscheide er auf der ersten Runde. Es wird nicht viele geben, die 42,195 Kilometer als Kurzstrecke ansehen. Die meisten der erwarteten 2500 Teilnehmer, die bei den Nachwuchsrennen am Samstag (ab 15 Uhr/Bürgerparkstadion) und den Hauptläufen im Marathon, Halbmarathon sowie den Staffeln am Sonntag (9 Uhr) starten, werden sich allemal als Langstreckler begreifen. Doch Organisator Wilfried Raatz verspricht für sie gute äußere Bedingungen. »Es wird nicht regnen. Die Wetterprognosen sind gut«, beteuert er. Raatz freut sich, dass sich neben Strosny auch der Vorjahressieger im Halbmarathon angemeldet habe. Der Ungar Zsolt Szelepcsenyi ist Teil einer starken Gruppe aus der Darmstädter Schwesterstadt Szeged. Immerhin seien bei der noch jungen Laufveranstaltung, die 2008 im Rahmen des Sparkassen-Marathons ihre Premiere erlebt hatte, Läufer aus zehn Nationen dabei. Allerdings habe der ASC Darmstadt, so Ratz, diesmal »nicht so viele heiße Eisen im Feuer«, da Alexandra Bott, die im Vorjahr die Frauen-Konkurrenz im Halbmarathon gewann, am Sonntag an der Berglauf-WM im slowenischen Kamnik teilnimmt. Viele andere ASC-Kräfte seien in der Organisation gebunden. Die Strecke hat sich im Vergleich zum Vorjahr trotz einiger Baumaßnahmen im Osten Darmstadts nicht verändert. Ein »provisorischer Übergang« werde bei der Baustelle im Fiedlerweg eingerichtet, der beim Schwenk auf die Stadtschleife zur Mathildenhöhe gequert wird. Nachdem sich bis zum offiziellen Anmeldeschluss am 22. August laut Raatz etwa 1600 Teilnehmer eingetragen hatten, hat der Organisator noch eine hohe Nachfrage registriert. Alle Interessenten musste er auf die Nachmeldemöglichkeit vor Ort am Wochenende vertrösten. Die Schalter im Zelt auf dem Werferplatz am Bürgerparkstadion, wo auch die Marathon-Messe stattfindet, werden am Samstag von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 7 bis 8.30 Uhr geöffnet sein.


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