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06. Februar 2012  | kaf

Fehlerquote rächt sich – 26:30

Handball, Dritte Liga – TV Groß-Umstadt mangelt es gegen HSG Konstanz an Disziplin

| Vergrößern | Sprungwurf: TV Groß-Umstadt unterlag in der Dritten Handball-Bundesliga der HSG Konstanz 26:30. Hier kommt Außenspieler Pana Nastos frei zum Wurf. Foto: Guido Schiek


Gastgeber Groß-Umstadt ließ den Anhang in der Heinrich-Klein-Halle gegen den Tabellendritten HSG Konstanz nach haarsträubenden Fehlern ratlos zurück. Die HSG Konstanz verdiente sich den Erfolg redlich. Der Herausforderer des Tabellendritten wirkte in vielen Phasen der Partie uninspiriert und leistete sich zu viele Schnitzer.
Die Gäste vom Bodensee hingegen zeigten eine dynamische und vor allem disziplinierte Leistung, profitierten aber auch von der zu laxen Abwehrarbeit der Südhessen. Der Abwehr verband wirkte müde und griff oft zu halbherzig ein. Disziplin im Offensivspiel bildete den entscheidenden Vorteil der Gäste. Der Angriff der Südhessen entwickelte dagegen zu wenig Druck aus dem Rückraum. So gab es wenig Lücken für die Kreisläufer. Die Folge waren unvorbereitete Würfe.
Zur Halbzeit herrschten noch berechtigte Hoffnungen unter den lediglich 250 Zuschauern. Christian Scholz traf mit einem direkten Freiwurf zum 15:14. Doch nach dem Wechsel häuften sich die Fehler. Bitter wurde es nach dem 22:22 (48. Minute), sechs Fehlwürfe erleichterten Konstanz den Sprung auf 27:22. Auch offensive Abwehr gegen die Gäste-Torjäger Oliver Junker (5) und Mathias Faißt (6) brachte den Tabellenelften nicht mehr zurück in die Partie, denn der Gegner präsentierte sich im Glauben an den Erfolg noch zielstrebiger und selbstbewusster.
„Eigentlich wollten wir uns weiter nach oben orientieren. Nun müssen wir aufpassen, nicht weiter abzurutschen. Ich bin mit dem Auftreten unserer Mannschaft in den letzten Partien unzufrieden, und das wird Konsequenzen haben“, erklärte der sportliche Leiter des TV Groß-Umstadt, Holger Zindt, nach zuletzt 1:5 Punkten.
Trainer Jens Becker versprach, die Zügel im Training wieder anzuziehen. „Momentan hapert es besonders beim Torabschluss. Da wird es uns auch nicht helfen, dass wir in den nächsten Wochen vermeintlich leichtere Gegner haben“, sieht er Handlungsbedarf.

 
 
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