Die Europameister von 2004 verdrückten so manche Träne, als in der überfüllten Halle am Elsässer Platz am Freitagabend um 20.28 Uhr der Vorhang fiel. „Vor allem meine Familie musste viel entbehren,“ erzählte Immel und Weber bekannte: „Durch den Handball habe ich ganz viele Freunde gewonnen.“ Zu den Höhepunkten ihrer Karrieren zählen die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 und der Vize-Weltmeistertitel 2003.
„Die beiden waren immer wichtig für das Team, auch wenn sie keine Stammspieler waren. Sie hatten großen Anteil am EM-Titel 2004“, erzählte der einstige Bundestrainer Heiner Brand, der mit dem derzeitigen Präsidenten des Meisters HSV Hamburg, Martin Schwalb, je eine Mannschaft coachte. „Ich denke gerne an die tolle Wallauer Zeit. Wenn ich die Handball-Begeisterung hier sehe, krieg' ich schon eine Träne ins Auge“, gestand Schwalb.
38:38 stand am Ende auf der Anzeigetafel. Alte Weggefährten wie Daniel Stephan, Pascal Hens, Markus Baur, Christian Schwarzer und Stefan Kretzschmar hatten Handball gezaubert. Bodo Ströhmann, langjähriger Macher und Präsident des Bundesligisten SG Wallau/Massenheim fand die passenden Schlussworte für Immel und Weber: „Ihr seid die Leuchttürme im Rhein-Main-Gebiet. Engagiert euch im Handball und gebt euer Wissen weiter.“
Jan-Olaf Immel, 1976 in Wiesbaden geboren, brachte es auf 105 Länderspiele und 151 Tore. Steffen Weber, vier Jahre älter als Immel auf 83 und 90 Tore. Bei den Rhein Neckar Löwen war er EM-Teilnehmer, wuchs zum Spielmacher und gewann mit Torjäger Immel unerwartet den Titel. Beide spielten zuletzt für TSG Münster und HSG Frankfurt in der Zweiten Liga.
Weber und Immel sagen Servus
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