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18. November 2011  | kad

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Handball: Trainer Martin Coors spielt mit der HSG Hanau beim TV Fränkisch-Crumbach – MSG Böllstein optimistisch

| Vergrößern | Neutralisiert: Tom Hartmann (links) sowie Sebastian Schäfer von der MSG Odenwald packen sich den Bürgstädter Dominik Winkler. In der Bezirksoberliga haben die Odenwälder am morgigen Samstag die HSG Kahl/Kleinostheim II zu Gast. Die Partie beginnt in der Brombachtaler Sporthalle um 19.30 Uhr. Foto: Herbert Krämer


Handball-Landesligist TV Fränkisch-Crumbach ist trotz seiner Heimstärke gegen die titelambitionierte HSG Hanau am Wochenende nur Außenseiter. Schlusslicht MSG Böllstein/Wersau hofft in Bonsweiher auf das erste Erfolgserlebnis. In der Bezirksoberliga treffen in Bad König die MSG Odenwald und die HSG Kahl/Kleinostheim II aufeinander.
Fünfmal hat der TV Fränkisch-Crumbach in eigener Halle gespielt und fünf Mal gewonnen. Die weiße Weste ist am Sonntagabend (18 Uhr, Reichelsheim) gegen den Tabellenzweiten HSG Hanau (14:4 Punkte) in höchster Gefahr, schließlich will der Konkurrent mit aller Macht aufsteigen. Dabei darf sich die Spielgemeinschaft Hanau keine Ausrutscher mehr leisten, denn das neu formierte Team quittierte bereits eine Niederlage und zwei Unentschieden. Dann gelang aber vor zwei Wochen der 33:27-Coup in Babenhausen.
Das Team von Martin Coors, der beinahe acht Jahre beim TV Fränkisch-Crumbach an der Seitenlinie stand, lebt von seinem starken Rückraum. Torjäger Andreas Neumann warf letzte Saison noch 151 Tore für den Zweitligisten TSG Groß-Bieberau. Der ebenso wurfgewaltige Timo Bach kam vom Landesliga-Absteiger Niederodenbach. Torjäger Nummer eins ist aber Linkshänder Kevin Dannwolf (schon 69 Tore) vom Drittligisten Pohlheim. Interessant wird auch das Duell zwischen den Torhütern Manuel Kiß und Matthias Trummer, die beide jahrelang gemeinsam bei der JSG Gersprenztal in einer Jugendmannschaft spielten.
Martin Coors freut sich auf ein Wiedersehen an alter Wirkungsstätte. „Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt. Für die HSG Hanau ist es aber ein ganz normales Spiel. Wir sind gut drauf und wollen gewinnen.“ Knacken will er die heimstarken Odenwälder mit der besten Abwehr der Liga und gnadenlosem Tempospiel. Zwölf Feldspieler garantieren für stetige Frische. Da könnte TV-Trainer Bernd Roos schon neidisch werden. „Wir sind klarer Außenseiter. Ich denke aber, dass sich unser Team besser präsentieren wird als zuletzt in Pfungstadt. Für eine Überraschung müsste schon alles passen.“
Klappt es endlich mit dem ersten Saisonerfolg bei der HSG Böllstein/Wersau? Das Schlusslicht hat am Sonntag (18 Uhr, Weschnitzhalle Mörlenbach) wahrscheinlich eine reelle Chance auf Zählbares. Nach der recht überzeugenden Leistung gegen Gelnhausen soll es nun endlich klappen, das hofft zumindest Trainer Armin Lehn. „Die Mannschaft will sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren. Die Stimmung ist gut, wir wollen die gute Leistung von zuletzt wiederholen.“ Aufpassen muss die MSG-Defensive auf den wurfstarken Sven Heinzelbäcker und den wieselflinken Sebastian Kärchner. Sehr robust sind auch die beiden Kreisläufer Andreas Schmitt und Cristian Sandu.
Vor zwei Wochen überraschten die Mörlenbacher mit einer sehr engagierten Leistung und einem 36:33-Erfolg gegen Pfungstadt. Ein Sieg würde dem Gastgeber bereits die Zähler fünf und sechs bescheren. Zuversicht herrscht bei den Odenwäldern aber trotzdem, denn der Kader ist nahezu komplett. Nur der Einsatz von Christoph Daum ist noch fraglich. Die Mannschaft hofft auf Unterstützung der Fans, denn in Bonsweiher sind die Ränge zumeist überschaubar gefüllt. Bezirksoberligist MSG Odenwald erwartet am Samstagabend (19.30 Uhr) im Sportzentrum in Bad König die Oberliga-Reserve der HSG Kahl/Kleinostheim. Ein Konkurrent auf Augenhöhe, die Unterfranken belegen den fünften Tabellenrang, zwei Plätze vor dem Landesliga-Absteiger (8:8). Die aus guten, jungen Talenten bestehende Formation der HSG ist immer wieder eine Wundertüte. Den einzigen Auswärtszähler holten die Unterfranken ausgerechnet beim Tabellenführer Bürgstadt. MSG-Trainer Andre Seitz schaut weniger auf den Gegner, vielmehr verweist er auf die eigenen Baustellen. Linkshänder Benjamin Uhrig hat sich mit Grippe abgemeldet, Phillip Meisinger fällt mit massiven Rückenproblemen aus. Jens Muntermann fehlt nach seinem vielversprechendem Comeback wegen seines Studiums. „Wir werden einige Sachen ausprobieren, auch personell. Es gibt genügend gute Spieler, welche in die Bresche springen können“, bleibt Seitz gelassen. Der Coach der Odenwälder setzt ganz auf die kompakte 6:0-Defensive und dem sich daraus ergebenden Tempospiel.

 
 
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