Eine Woche vor dem Start in die Endphase der Landesliga-Saison sorgte der TV Fränkisch-Crumbach im Bezirkspokal-Halbfinale gegen die zwei Klassen höher angesiedelte Tuspo Obernburg für einen echten Paukenschlag. Dabei kam dem Außenseiter allerdings das Harzverbot in der Reichelsheimer Sporthalle zugute. Die Unterfranken kamen ohne den Griff in die Blechdose mit dem klebrigen Baumprodukt überhaupt nicht zurecht.
Die Ausnahme bildete der wurfstarke Halblinke Markus Eisenträger (10), den die aufopferungsvolle TV-Abwehr aber mit zunehmender Spieldauer in den Griff bekam. Nach dem 4:7 traten die Odenwälder immer stärker auf, drehten das Spiel noch vor der Pause.
„Für mich war das ein ganz normales Vorbereitungsspiel. Aber die Jungs wollten unbedingt gewinnen und haben dann auch gekämpft bis zum Umfallen“, freute sich Bernd Roos über seine Schützlinge, die nun die Überraschung herbeikämpften. Besonders die treffsicheren Julian Sandru und Gabor Kovaci sorgten für einen komfortablen 22:17-Vorsprung nach 46 Minuten. In den letzten zehn Minuten der Begegnung wurde es noch mal eng, weil der Drittligist ein physisches Übergewicht hatte. Doch mit dem Spielgerät wollte den Gästen ohne Hilfsmittel gar nichts gelingen.
„Natürlich hat uns das Harzverbot geholfen. Trotzdem ein Riesenkompliment an die Mannschaft“, sagte Roos. Wermutstropfen war allerdings die Verletzung von Sebastian Lieb. Der Fränkisch-Crumbacher Distanzwerfer knickte um. Mit von der Partie war nach langer Verletzung erstmals wieder Aufbauspieler Robin Göbel, dem es natürlich noch an Dynamik fehlte.
Am kommenden Sonntag (15.) startet für den TV Fränkisch-Crumbach die Rückrunde mit dem Derby bei der SKG Roßdorf. TV-Tore: Sandru 11, Kovaci 6, Schümann 5, Jeler 3, Robin Göbl 2, Lieb 2 und Moritz Göbel 2, Zuschauer: 200.
Odenwälder Team erreicht das Finale
Handball – TV Fränkisch-Crumbach gibt Tuspo Obernburg mit 31:30 das Nachsehen
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