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11. November 2011  | kad

MSG Odenwald steht unter Zugzwang

Handball: Abrutschen in hintere Tabellenregionen soll mit Punktgewinn beim TV Haibach vermieden werden

| Vergrößern | Auf Torejagd: Marcel Walther (MSG Odenwald, vorn) im Heimspiel gegen den TV Bürgstadt, das – wie berichtet – mit 28:36 verloren ging. Am kommenden Sonntag spielen die Odenwälder in der Bezirksoberliga beim TV Haibach. Foto: Herbert Krämer


Landesliga-Schlusslicht MSG Böllstein/Wersau will sich am kommenden Wochenende im Vergleich mit Gelnhausen II für die schwache Vorstellung gegen Lampertheim rehabilitieren. Den TV Fränkisch-Crumbach plagen vor der schweren Aufgabe in Pfungstadt arge Personalsorgen. Und Bezirksoberligist MSG Odenwald steht in Haibach unter Zugzwang.
Am Samstagabend (19:30 Uhr, Kirchbrombach) ist die MSG Böllstein gegen Mitaufsteiger Gelnhausen II bemüht, die äußerst schwache Vorstellung gegen Lampertheim (22:37) wettzumachen. Viel mehr dürfte für das punktlose Schlusslicht auch nicht drin sein, die Oberliga-Reserve ist einfach zu stark besetzt. Neben zahlreichen, gut ausgebildeten Talenten befinden sich mit Thomas Nielsen, Marc Stallmann und Jan Wacker regionalligaerfahrene Akteure im Kader. Spielmacher Stallmann spielte vor Jahren für Groß-Bieberau in der Zweiten Liga. Mit 10:6 Punkten belegen die Gelnhäuser einen guten fünften Rang.
Armin Lehn hat in einer Mannschaftssitzung lange Gespräche geführt. „Die Mannschaft weiß selbst, dass man sich so wie gegen Lampertheim nicht verkaufen darf. Nun wollen wir einen Neuanfang starten. Die Jungs müssen den bisherigen Saisonverlauf abhaken,“ erklärt er vor dem schwierigen Vergleich. „Gegen solch einen Gegner haben wir nichts zu verlieren. Wir wollen endlich mal befreit aufspielen. Mal sehen, was dabei rumkommt.“ Der Kader ist fast komplett spielfähig, nur für Christoph Daum (Schulter) kommt ein Einsatz noch zu früh.
Ligakonkurrent TV Fränkisch-Crumbach hat am Sonntag (18 Uhr, Großsporthalle) beim TSV Pfungstadt eine hohe Hürde zu bewältigen. Auch wenn die Pfungstädter (8:8 Punkte) vier Zähler weniger auf dem Konto haben, verfügt der Tabellensiebte über eine starke Mannschaft. Der Verein bekam vor der Saison großen Zulauf von erfahrenen Spielern vom TuS Griesheim. Mit Andreas Ochs, Mario Ubiparib, Danilo Jaksic und Linkshänder Daniel Mehring ist der TSV auf allen Positionen doppelt stark besetzt.
Mit Tabellenplatz sieben und dem ausgeglichenen Punktekonto liegt das Team von Trainer Thomas Gölzenleuchter etwas hinter den Erwartungen zurück.
Nach drei Siegen in Serie gab es zuletzt eine bittere 30:36- Niederlage in Bonsweiher. Besonders auswärts präsentiert sich der TSV noch zu fahrig, vor eigenem Publikum spielen die zumeist oberligaerfahrenen Akteure deutlich engagierter.
Eine ganz schwere Aufgabe für die Odenwälder, auch weil die TV-Formation personell weiterhin dezimiert ist. Neben den verletzten Moritz und Robin Göbel steht Daniel Keil dem Verein nicht mehr zur Verfügung. Tobias Schümann plagt eine Grippe. Spielt Schümann, stehen gerade mal acht Feldspieler auf dem Zettel. „Die Zeichen stehen nicht gerade auf Sieg. Ich rechne mir aber trotzdem etwas aus“, gibt sich Bernd Roos kämpferisch.
Die MSG Odenwald droht, nach der Niederlage gegen Primus Bürgstadt ins hintere Mittelfeld abzurutschen (6:8 Punkte). Mit dem TV Haibach treffen die Odenwälder am Sonntag (16 Uhr, Kultur und Sporthalle Haibach) auf einen direkten, weil punktgleichen Konkurrenten. Die Unterfranken sind heimstark, haben drei von vier Partien gewonnen. Nur gegen Bürgstadt gab es eine Pleite. MSG-Trainer Andre Seitz verlangt trotzdem zwei Zähler. „Wir haben mehr Qualität und müssen deshalb punkten.“ Dabei setzt der Übungsleiter voll auf die kompakte 6:0-Abwehrformation.
„Wenn wir hinten gut arbeiten, können wir unserem Kontrahenten mit schnellem Angriffsspiel den Schneid abkaufen.“ Allerdings plagen die MSG Personalsorgen. Phillip Meisinger und Thorsten Kredel (Grippe) drohen auszufallen, auch der Einsatz von Daniel Mäußler ist fraglich. „Dann müssen eben die anderen ihre Chance nutzen und die nötige Verantwortung übernehmen“, fordert der Odenwälder Coach.

 
 
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