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13. Januar 2012  | kad

Lieb und Seipel müssen passen

Handball – TV Fränkisch-Crumbach fährt nicht in Bestbesetzung nach Roßdorf – MSG Böllstein hofft auf ersten Sieg

| Vergrößern | Laufstark: Julian Sandru (am Ball) vom TV Fränkisch-Crumbach im Landesliga-Hinspiel gegen die SKG Roßdorf, das die Odenwälder mit 36:30 gewannen. Am Sonntag treffen beide Teams wieder aufeinander. Foto: Guido Schiek


Schlusslicht MSG Böllstein/Wersau kann beim TSV Modau völlig befreit aufspielen. Mit zehn Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sind die Chancen auf den Klassenerhalt gleich null. Bezirksoberligist MSG Odenwald will sich in der Rückrunde nach oben orientieren – Heimaufgabe gegen die ESG Dieburg/Groß-Zimmern.
Für den TV Fränkisch-Crumbach begann das neue Jahr mit dem 31:30-Überraschungserfolg im Pokal gegen den Drittligisten Obernburg, aber leider auch mit neuen Personalproblemen. Torjäger Sebastian Lieb knickte um, fällt ebenso aus wie Linksaußen Alex Seipel.
In Roßdorf ist am Sonntag (18 Uhr, Günter-Kreisel-Halle) geschicktes Wechseln gefordert, um den verbliebenen neun Feldspielern die nötigen Pausen zu verschaffen. Schließlich ist gegen den heimstarken Kontrahenten viel Laufarbeit nötig, denn die SKG lebt in erster Linie von ihrem Tempospiel über die erste und zweite Angriffswelle.
Von dem klaren 36:30-Erfolg im Hinspiel will sich TV Trainer Bernd Roos nicht täuschen lassen. „Roßdorf wird zu Hause noch mehr Wille und Kampfgeist an den Tag legen. Ich erwarte einen Vergleich auf Messers Schneide, denn diese Mannschaft steckt nie auf.“ Auch ohne ihren Torjäger und Regisseur Jochen Ruhl (Kreuzband) verfügen die Gastgeber mit Sven Mittelstädter, Julian Klein und Ronald Ruhl über sehr gefährliche Spieler. Vor Jahreswechsel konnte sich Roßdorf dank zweier Erfolge gegen Gelnhausen II und Bonsweiher etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Aber auch die Odenwälder befinden sich mit 16:10 Punkten absolut im Soll.
Für das abgeschlagene Schlusslicht MSG Böllstein/Wersau hingegen dürfte die Landesliga ein einjähriges Abenteuer werden. Vor dem schweren Auswärtsspiel beim TSV Modau (Sonntag, 17 Uhr, Ballsporthalle Ober-Ramstadt) hat der punktlose Aufsteiger zehn Punkte Rückstand auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz. Nicht nur aufgrund der bisherigen Leistungen eine schier unlösbare Aufgabe, sondern auch, weil Routinier Florian Ripper Ende Januar am Knie operiert werden muss. Das ergab die Diagnose des Großwallstädter Mannschaftsarztes Jörg Petermann. Damit steht der Routinier nur noch zweimal zur Verfügung. „Wir haben nichts mehr zu verlieren. Ich hoffe, dass der Druck jetzt raus ist aus den Köpfen der Spieler. Unser Ziel ist es, endlich ein Spiel zu gewinnen“, erklärt Trainer Armin Lehn. Dass in Modau die Trauben sehr hoch hängen, weiß Lehn natürlich selber. Der Tabellensiebte verfügt über etliche gute ausgebildete Spieler aus der JSG Gersprenztal.
Spielertrainer Andreas Wolf versteht es, die Talente zu integrieren. Nach der vierwöchigen Sperre von Torjäger Sascha Daschewski gilt es für die MSG-Abwehr, die Kreise des Linkshänders Peter Grimm einzuengen. Der groß gewachsene A-Jugendliche brachte es im Dezember gegen Griesheim auf zwölf Tore bei nur einem Fehlwurf. Noch wichtiger ist allerdings eine konsequente Rückwärtsbewegung. Im Hinspiel sah man bei der heftigen 25:43-Niederlage zumeist nur die Fersen der Gegenspieler vor sich. Fehlen wird bei den Odenwäldern Christian Fuhrland (beruflich in Schweden).
Bereits am Samstagabend (19.30 Uhr, Kirchbrombach) erwartet die MSG Odenwald die ESG Dieburg/Groß-Zimmern. Trainer Andre Seitz sieht sein Team vor dem Derby gut aufgestellt. Nach dem Sieg beim eigenen Vorbereitungsturnier soll nun auch die Rückrunde positiver gestaltet werden. Bisher waren die Leistungen des Landesliga-Absteigers nur Mittelmaß. „Ich habe das Gefühl, dass wir langsam weiterkommen. Einige unserer Spieler erreichen jetzt erst ihr Leistungsniveau“, gibt sich Seitz zuversichtlich. Mit Jens Muntermann verspricht sich der Coach zudem mehr Sicherheit in der Defensive.
Viel trainiert wurde für die zweite Angriffswelle beim Tempospiel. „Wir haben die Spieler, die den Ball sehr schnell nach vorne tragen können. Da sehe ich noch viel Potenzial“, sagte Seitz. Gegen die ESG erwartet er ein schnelles Spiel. „Wir haben mehr Erfahrung als der Gegner. Das ist ein großer Vorteil.“ Zumal nur Thorsten Schädler (Sprunggelenk) fehlt.

 
 
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