Zum letzten Mal in diesem Jahr bittet der TV Fränkisch-Crumbach seine Anhänger am Sonntag (18 Uhr) in die Reichelsheimer Sporthalle. Gegner ist der SV Erbach.
Eigentlich steht der Sportverein als Elfter mit 8:8 Zählern auf der sicheren Seite. Allerdings bekommen die Bergsträßer wegen fehlender Schiedsrichter noch drei Punkte abgezogen, was in der momentanen Tabellensituation der Abstieg bedeuten würde. Der Druck liegt also bei den Gästen. Natürlich fordert Fränkisch-Crumbachs Trainer Bernd Roos trotzdem einen Sieg. „Das ist unser klarer Anspruch. Wenn wir diszipliniert spielen und wenig Fehler machen, sollten wir auch gewinnen. Erbach hat viele schnelle Spieler, deshalb müssen unsere Würfe sitzen“, erklärt Roos, der den Gegner eingehend studiert hat.
Zuletzt in der Partie bei der MSG Böllstein/Wersau verstand es der Oberliga-Absteiger, seine Kräfte geschickt einzuteilen. So gelang ein 31:29-Derbyerfolg. Das gute Gespür des Trainers wird auch dieses Mal von Nöten sein, denn Erbach kann mit seinen jungen Spielern viel Dampf machen. Probleme hat das Team um den torgefährlichen Spielmacher Timo Wiegand nach wie vor in der Defensive. Ein Vorteil für den robusten Rückraum der Odenwälder. Die dünne Personaldecke ist bei den Gersprenztalern mittlerweile obligatorisch. Nach wie vor fehlen Robin und Moritz Göbel. Einen schwerwiegenden Verlust haben auch die Heppenheimer zu verkraften: Oliver Hess. Der Toptorjäger und sichere Siebenmeterschütze ist gesperrt.
Ligakonkurrent MSG Böllstein/Wersau ist am Sonntagabend (18 Uhr, Großsporthalle) beim TSV Pfungstadt gefordert. Der Turn und Sportverein musste zu der Saison gleich sechs neue Spieler integrieren, davon allein vier vom Nachbarn TuS Griesheim. Das braucht Zeit. Mit dem derzeitigen achten Tabellenrang ist natürlich trotzdem keiner zufrieden. Die Qualität der Neuzugänge ist hoch, ein Platz unter den ersten Fünf war angedacht. Bisher jedoch fehlt es dem Team von Trainer Thomas Gölzenleuchter an Konstanz. Besonders auswärts fehlt es an der nötigen Aggressivität, wie auch vergangene Woche beim enttäuschenden Auftritt in Hanau (27:39). In der eigenen Großsporthalle präsentieren sich die Gastgeber hingegen engagiert und zielstrebig. Das weiß auch Armin Lehn, der die Pfungstädter mehrfach beobachtet hat. „Pfungstadt ist ein harter Brocken. Für uns gilt das aber für jeden Gegner. Deshalb wollen wir den Aufwärtstrend der letzten beiden Spiele fortsetzen“, gibt sich der Böllstein/Wersaus Trainer gelassen.
Auch weil er über einen kompletten Kader verfügt, in welchem die lange verletzten Routiniers große Fortschritte machen. Mit dem Vorhaben, viel durchzuwechseln, will Lehn dem hohen Tempo des Kontrahenten Paroli bieten. Er warnt aber: „Viel wichtiger ist es, Fehler im Angriff zu vermeiden.“ Diese werden umgehend von Linkshänder Daniel Mehring oder Kreisläufer Benjamin von Stein per Gegenstoß bestraft. „Wenn wir gut in die Partie finden, können wir Pfungstadt bestimmt lange ärgern“, hofft Lehn. Dass die Stimmung trotz der miserablen sportlichen Situation in Ordnung ist, beweist die Zusage von Benjamin Göttmann für die kommende Spielzeit – unabhängig der Klassenzugehörigkeit. Der 20-jährigeTorjäger wurde zuletzt von einigen Vereinen umworben.
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