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23. Dezember 2011  | cch/shn

Wormser bauen auf Trainer Ronny Borchers

Fussball – Ex-Profi verlängert seinen Vertrag beim Regionalliga-Vierten vorzeitig bis 2014

| Vergrößern | Ronald BorchersArchivFoto: Alexander Heimann


Dass sich Wormatia vom Schlusslicht zu einer etablierten Größe der Regionalliga Süd entwickelt habe, ist laut Fritz Bergemann-Gorski „ganz eng mit der Person Ronny Borchers verknüpft. Er, Marcel Gebhardt und Steven Jones sind die Hauptbestandteile unseres sportlichen Aufschwungs.“
Es war eine Weihnachtsüberraschung durch die Wormser: Früher Dauer-Abstiegskandidat, dann scheinbar auf Platz sieben abonniert, startete die Mannschaft von Ronny Borchers durch und stieß im Dezember auf Rang vier vor. Es hatte sich, mit einigen kleinen Tälern, mittelfristig abgezeichnet. Denn im Laufe eines guten Jahres hat Ex-Profi Borchers aus dem Kellerkind eine oft gut kombinierende und immer gern stürmende Truppe gemacht.
Die Defensivarbeit wurde dabei allerdings des Öfteren vernachlässigt, was die Wormatia bisweilen zur Wundertüte machte: Einem 5:0 gegen 1860 München II folgte da schon mal ein 0:6 bei der TSG Hoffenheim II. „Das Torverhältnis hat Aussagekraft“, bedeutet Borchers, der indes auch viele verletzungsbedingte Umstellungen in der Defensive hatte vornehmen müssen. Nun aber scheint mit den Innenverteidigern Sandro Rösner und Marco Metzger sowie dem Sechser Marcel Abele ein stabiles Zentralkomitee gefunden zu sein – das im Mittelfeld vom nie ganz zu fassenden Daniele Toch fortgeführt wird. Und genauso wichtig für den Aufschwung: die Rückkehr des langzeitverletzten Lucas Oppermann. Der Kämpfer und Ballschlepper, Vorbereiter und Vollstrecker ist kaum zu ersetzen.
Oppermann bildet – im Rochieren mit Toch – mit Torjäger Michael Schürg ein angriffsstarkes Duo. Schürg lässt mit unkonventionellem Kombinationsspiel und immer mal wieder einem Tore-Doppelschlag den Wormser Wundertüten-Effekt nicht ganz aussterben. Quer durch die Spielzeit trifft Kapitän Sandro Rösner.
September-Siegesserie und Herbst-Tristesse waren geprägt von Defensivproblemen. Immer wieder stellte Borchers um, es half zunächst nichts. Doch schlagartig agiert seit dem 1:1 in Freiburg eine Achse des Guten, scheint die vom Trainer lang ersehnte Stammelf gefunden. Nach vier nachfolgenden Siegen in Serie kommt die Winterpause eher ungelegen.

 
 


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