Im Alter von sieben Jahren lernt Markus Weidner das Fußballspielen beim SC Opel Rüsselsheim. In der B-Jugend wechselt er zum SV 07 Raunheim, wird dort mit seinem Team Bezirksmeister und spielt in der höchsten hessischen Liga gegen den SV Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach.
Nach einem Jahr in der ersten Mannschaft des SC Opel Rüsselsheim und 28 Toren in der Bezirksliga holt ihn Trainer Herbert Dörenberg zum Oberligisten Spvgg. Bad Homburg. Als dort der Aufstieg im letzten Saisonspiel knapp verpasst wird, wechselt der Stürmer zum Oberligisten RW Walldorf und erlebt dort unter Trainer Heinz Wulf „die schönsten zwei Jahre meiner Fußballerkarriere“: mit zwölf Toren in der ersten und 16 in der zweiten Saison „und einer ganz tollen Kameradschaft“. Ein Probetraining bei Waldhof Mannheim unter Trainer Klaus Toppmöller mündet ebenso wenig in einen Profivertrag wie Gespräche mit den damaligen Zweitligisten SV Darmstadt 98 und Rot-Weiss Essen.
Markus Weidner, dessen Eltern Ursula und Albrecht drei Jahrzehnte eine Metzgerei in Rüsselsheim führten, spielt später noch beim SV Wiesbaden und SV Wehen in Ober- und Regionalliga, unterbrochen von zwei mehrmonatigen USA-Aufenthalten: Zunächst läuft er für das College-Team von Birmingham/Alabama auf, dann für die New Orleans Riverboat Gamblers in der amerikanischen Profi-Liga, „vergleichbar mit unserer Dritten Liga“. Seine höherklassige Karriere lässt er beim Oberligisten SV 07 Raunheim ausklingen, ehe er Ende der neunziger Jahre noch einmal für Eintracht Rüsselsheim die Fußballschuhe schnürt. „Mein zweiter Heimatverein nach dem SC Opel“, so Weidner.
Die berufliche Karriere des 43 Jahre alten ehemaligen Hessenauswahlspielers und früheren Kapitäns der Studenten-Nationalmannschaft beginnt mit einer Bankkaufmannlehre bei der Rüsselsheimer Volksbank. „Doch ich habe schnell gemerkt, dass das nichts fürs ganze Leben ist, und am Tag der Abschlussprüfung gekündigt.“
Nach dem Studium von Sport und Englisch auf Lehramt hat Weidner „die feste Absicht, Lehrer zu werden“, als er eine Stellenanzeige des DFB in der Zeitung entdeckt: Referatsleiter Trainerausbildung gesucht. „Aus einer Laune raus habe ich mich beworben, es war die zweite Bewerbung meines Lebens nach der für den Ausbildungsplatz bei der Bank. Da hat mein Leben noch einmal einen ganz anderen Verlauf genommen.“ Der gebürtige Frankfurter, der mit seinen Eltern im Alter von zwei Jahren nach Rüsselsheim kam und dort die Eichgrund-, Planck- und Heinemannschule besuchte, lebt seit 2000 in Erzhausen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
In Walldorf „die schönsten Jahre meiner Fußballerkarriere“
Stationen: Rüsselsheim - USA - Rüsselsheim
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