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01. Dezember 2011  | dpa

Joachim Löw: „Gegen wen ist uns egal“

Fußball: Bundestrainer Joachim Löw sieht der Gruppenauslosung am Freitag für die Europameisterschaft 2012 gelassen entgegen

| Vergrößern | Die Maskottchen der Euro2012, Slavek (l) und Slavko. Foto: dpa

Vor seiner letzten offiziellen Dienstreise des Jahres gibt sich Joachim Löw völlig entspannt. Wenn an diesem Freitag (18 Uhr MEZ/ARD und Eurosport live) im Kunstpalast „Ukraina“ von Kiew die Lose für die Europameisterschafts-Gruppenphase gezogen werden, will sich der Bundestrainer in seinem Zuschauersessel ganz relaxed zurücklehnen. „Es gibt weder Wunsch-, noch Angstgegner“, sagte Löw, der sich längst mit der Rolle als EM-Mitfavorit angefreundet hat.
Selbst wenn das deutsche Nationalteam beim Turnier in Polen und der Ukraine im kommenden Sommer schon in der Vorrunde etwa auf Titelverteidiger Spanien, Portugal und Frankreich treffen würde – der 51 Jahre alte Löw bleibt gelassen: „Wir nehmen die Auslosung, wie sie kommt. Es gibt keine Gegner, gegen die wir nicht gern spielen.“
DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, der neben Löw, Assistenzcoach Hansi Flick, Nationalelf-Organisationschef Georg Behlau, den beiden Mediensprechern Harald Stenger und Uli Voigt sowie Reisemarschall Wolfgang Wirthmann zur siebenköpfigen DFB-Abordnung in Kiew gehört, sieht die Lose ebenfalls ohne Zittern: „Wir machen uns davon frei, wir haben eine hohe Qualität und können jeden schlagen.“
In der Qualifikation hatte Deutschland wie nur noch Welt- und Europameister Spanien alle Spiele gewonnen. „Gegen wen wir in der Vorrunde kommen, ist uns egal“, erklärte Bierhoff. Der einstige DFB-Kapitän hatte 1996 mit seinem Golden Goal im Wembley-Stadion von London bei der Euro für den letzten von sechs großen Titeln für Deutschland gesorgt.
„Weniger gelassen bin ich, wenn es losgeht“, sagte Löw, der trotz eines Vertrages mit dem DFB bis zur WM 2014 in Brasilien seine Arbeit als Bundestrainer schon im kommenden Sommer mit einem Titel krönen will. „Wir haben die Qualität, gehören zu den besten Teams der Welt. Aber in einem Turnier entscheiden Kleinigkeiten.“
Rund 1,4 Millionen Zuschauer werden in den acht Stadien Polens und der Ukraine vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 die 31 Spiele verfolgen. In 200 Ländern werden die Partien der 14. Europameisterschaft im Fernsehen übertragen. „Es wird ein Top-Turnier mit allen Top-Teams der Uefa-Rangliste. Es gibt keine Zeit zum Einspielen, es geht von Beginn an um alles“, blickte der DFB-Chefcoach schon voraus.
Nach einem Koeffizienten, errechnet aus den Ergebnissen der Qualifikation zur EM 2008 und 2012 und zur WM 2010 sowie den Endrundenergebnissen in der Schweiz/Österreich sowie in Südafrika, steckt Deutschland nur im zweiten Lostopf. Gesetzt sind neben den beiden Gastgebern Polen und Ukraine als Köpfe der Gruppen A und D Spanien und die Niederlande. „Ich sehe Spanien, Holland und Deutschland nicht als alleinige Favoriten. England, Frankreich und Italien werden eine gute Rolle spielen“, erklärte Löw.
Mit der DFB-Auswahl befinden sich am Freitagabend Italien, England und Russland im zweiten Topf, können so in der Gruppenphase nicht auf Deutschland treffen. Aus Topf drei werden Kroatien, Griechenland, Portugal und Schweden zugelost, aus dem vierten Topf Dänemark, Frankreich, Tschechien und Irland.

 
 


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