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25. Januar 2012  | dirk

Vorgänger Rolf Flick folgt auf Kurt Jungmann

Fussball – Ovationen im Stehen für scheidenden Kreisjugendwart – Horst Feidner bleibt Stellvertreter

| Vergrößern | Kurt JungmannFoto: arc


Sechs Jahre lang engagierte sich Kurt Jungmann als Jugendwart des Fußballkreises Groß-Gerau. „Fast so lange, wie die Ehe von Heidi Klum gehalten hat“, scherzte sein Stellvertreter, Horst Feidner, in Anspielung auf die schlagzeilenträchtige Trennung des Topmodels von ihrem Ehemann, dem Sänger Seal, nach siebenjähriger Ehe.
Der Kreisjugendausschuss und Kurt Jungmann, so fügte Feidner hinzu, „werden ganz sicher Freunde bleiben“. Und wie zum Beweis dieser Äußerung erhoben sich die Anwesenden von ihren Sitzen, um Jungmann mit Ovationen im Stehen zu huldigen.
Es war der emotionale Abschluss des Kreisjugendtags am Montagabend im Saal der Leeheimer Gaststätte „Zum Rheintal“. Bei der vorherigen Vorstandswahl hatte Kurt Jungmann nicht mehr kandidiert, um mehr Zeit für seine Familie und für sein ehrenamtliches Engagement im Sozialdienst zu haben.
Als Nachfolger des Ginsheimers wurde sein Vorgänger Rolf Flick (SKV Büttelborn) gewählt. Das Votum für den Achtundfünfzigjährigen fiel ebenso einstimmig aus wie für die anderen Vorstandsmitglieder: Horst Feidner (FC Germania Leeheim) bleibt stellvertretender Kreisjugendwart, im Amt bestätigt wurden auch die Jugendbildungsbeauftragte Iris Sturm (AC Italia Groß-Gerau), die Mädchenfußball-Referentin Jasmine Wismar (SC Kickers Mörfelden) und Jugendsprecher David Rendel (SV Rot-Weiß Walldorf). Die Position des Schulfußball-Referenten, bisher von Jungmann ausgefüllt, hat jetzt Jasmine Wismar übernommen.
In seinem Rechenschaftsbericht erklärte Kurt Jungmann: „Ich verlasse meine Position nicht im Groll, denn es hat mir als ehemaligem Fußballer sehr viel Spaß gemacht mit den einzelnen Vereinen, den Gremien im HFV und nicht zuletzt mit dem Fußballausschuss und dem Jugendausschuss zusammenzuarbeiten.“ Sein Team habe in diesen sechs Jahren einiges bewegt, auch wenn es nicht immer einfach gewesen sei.
Der Verbandsjugendwart des Hessischen Fußballverbandes (HFV), Carsten Well, nannte Jungmann einen „kompetenten, sehr ehrlichen Mitarbeiter“. Stets habe er den Ginsheimer nach seiner Meinung fragen können und dabei immer wieder hilfreiche Anregungen bekommen.
Kreisfußballwart Robert Neubauer erklärte, Jungmann habe den Jugendbereich im Fußballkreis nach vorne gebracht. Der Königstädter erwähnte vor allem das von Jungmann eingeleitete „vorbildliche, weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannte“ Aus- und Fortbildungsprogramm für Vereinsmitarbeiter, um dessen Gestaltung sich Horst Feidner und Iris Sturm verdient machen.
Apropos „Ausbildung“: Jungmann kritisierte in seinem Bericht, dass manche Vereine die langfristigen Ziele der Jugendarbeit – nämlich die fußballerische Schulung der Spieler – vor lauter kurzzeitigem Erfolgsstreben aus dem Blick verlören. „Das Ziel jedes Vereins sollte sein, so viele gut ausgebildete Spieler wie möglich in die erste Mannschaft zu bringen“, so Jungmann: „Um das zu erreichen, bedarf es eines gut strukturierten Jugendkonzepts bis in den Aktivenbereich hinein.“ Mit einer Nachwuchsarbeit von solcher Qualität werde der Verein auch Meisterschaften von Jugendmannschaften feiern können.

 
 


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