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02. November 2011 dpa

Innenminister Rhein will gewalttätige Fans frühzeitig isolieren

Fussball – Zuletzt war es nach dem Pokalspiel zwischen dem Bundesliga-Absteiger und dem 1. FC Kaiserslautern zu schweren Krawallen gekommen

| Vergrößern | Mit Meldeauflagen und gezielter Ansprache will Hessens Innenminister Boris Rhein gewalttätige Fußballfans frühzeitig isolieren. Archivfoto: dpa
WIESBADEN. 

Mit Meldeauflagen und gezielter Ansprache will Hessens Innenminister Boris Rhein gewalttätige Fußballfans frühzeitig isolieren. Bei Randalierern sollen außerdem Arbeitgeber, Schulen oder die Eltern informiert werden, kündigte der CDU-Politiker am Mittwoch in Wiesbaden nach einem Gespräch mit der Führungsspitze des Fußball-Zweitligisten Eintracht Frankfurt an. Gedacht sei auch an Hausbesuche bei auffällig gewordenen Fans.
„Es war ein ordentliches und inhaltsreiches Gespräch“, sagte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Sein Vorstandskollege Klaus Lötzbeier kündigte an, dass der Verein die Inhalte in den nächsten Tagen aufarbeiten und die entsprechenden Schlüsse für die Zukunft ziehen werde.
Rhein betonte, die Eintracht und die Polizei seien sich über das gemeinsame Vorgehen einig. Zuletzt war es nach dem Pokalspiel zwischen dem Bundesliga-Absteiger und dem 1. FC Kaiserslautern zu schweren Krawallen gekommen. Dabei wurden auch acht Polizisten verletzt.
Auch auf An- und Abfahrtswegen sowie rund um das Stadion soll künftig gegenüber den sogenannten Ultras eine Null-Toleranz-Politik gelten. „Wir können das so nicht mehr akzeptieren“, sagte Rhein. Es müsse ein klares Signal geben, dass niemand Angst haben müsse, wenn er ein Fußballspiel besuche. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in den Stadien will die Polizei mit verstärkten Kontrollen verhindern.
Zu langfristigen Stadionverboten äußerte sich Rhein zurückhaltend. Solche Schritte könnten aber bei schweren Gewalttätern „durchaus ein Mittel“ sein. Auch Spiele vor Geisterkulisse seien unter Umständen sinnvoll. Die Ultra-Fangruppen bezeichnete Rhein als „neues Phänomen“ einer „Jugendunkultur“. Auch in den unteren Ligen bereits dies der Polizei zunehmend Sorge.

 
 


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