Viereinhalb Jahre nach einer Attacke auf den deutschen Fifa-Schiedsrichter Herbert Fandel bei einer Partie in Kopenhagen ist ein Fußballfan zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt worden. Der 33 Jahre alte Däne muss 1,87 Millionen Kronen (umgerechnet 250 000 Euro) Schadensersatz an den dänischen Fußballverband zahlen, wie ein Berufungsgericht am Dienstag entschied. Die Richter verdoppelten die in der ersten Instanz 2009 verhängte Summe.
Der Mann war im Juni 2007 beim EM-Qualifikationsspiel Dänemarks gegen Schweden im Kopenhagener Stadion Parken beim Stand von 3:3 auf den Platz gestürmt. Der deutsche Fußball-Referee hatte in der 89. Minute den Dänen Christian Poulsen wegen eines Fouls des Feldes verwiesen und einen Elfmeter für die Gäste verhängt. Der Fan sprang Fandel an, der das Spiel danach abbrach.
Die Partie wurde von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) als 3:0-Sieg für Schweden gewertet, das sich in Gruppe F mit Spanien für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz qualifizieren konnte. Dänemark schied dagegen aus.
Der dänische Verband hatte damals empfindliche finanzielle Einbußen erlitten, weil die Uefa eine Platzsperre für zwei Heimspiele sowie eine Geldbuße von 61 000 Euro verhängte. Der Fan, der den Zwischenfall zutiefst bedauert hat, musste bereits eine Haftstrafe von 20 Tagen verbüßen.
250 000 Euro für Attacke
Urteil – Gericht verdoppelt in der Berufung Geldstrafe für Angriff auf Schiedsrichter Fandel
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