Niersbach setzt auf die Politik der kleinen Schritte. „Der DFB braucht mit Sicherheit keine Revolution, sondern eine Evolution“, erklärte der Generalsekretär am Donnerstagabend in Barsinghausen/Niedersachsen. Zu seinen Zielen hielt er sich bedeckt. Niersbach sagte mit Blick auf die EM im Sommer in Polen und der Ukraine: „So einen Pokal, so eine Trophäe würde ich mit nach Deutschland bringen.“
Zuvor soll er im März die Nachfolge von Theo Zwanziger antreten. In dessen Amtszeit richtete der DFB die Männer-WM 2006 und die Frauen-WM 2011 aus. Zwei Top-Events, bei denen Niersbach (61) mit Regie führte und die so schnell nicht wieder in Deutschland sein werden. Die nächsten drei WM-Turniere (Brasilien, Russland, Katar) sind vergeben, auch eine EM ist nicht in Sicht. 2016 ist Frankreich dran, für 2020 wird die Türkei aus Veranstalter gehandelt, 2024 Italien.
Der gelernte Journalist, der 1988 als Pressechef beim DFB anfing, hält große Stücke auf die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw. „Ja, wir gehören zu den Favoriten. Wir haben eine tolle Mannschaft, die Abläufe im Team sind grandios.“ Er warnte davor, das EM-Turnier mit 16 Nationen auf den Zweikampf zwischen Titelverteidiger Spanien und Deutschland zu verkürzen. Die sportliche Zukunft sieht er rosig: „Freut Euch auf unsere U 16-, U 17- und U 18-Spieler. Da lacht das Fußballherz.“
In der Sache Michael Ballack möchte er Frieden stiften. Baustellen wie die Steueraffäre, Fan-Randale, den Fall der Schiedsrichter Amerell/Kempter oder das Verhältnis zu Fifa-Chef Joseph Blatter sparte der „Teamplayer“ aus. Seine Antrittsrede wollte er nach und nicht vor der Wahl halten. „Ich habe gewaltigen Respekt vor dem Amt, das ich noch gar nicht habe.“
„Der DFB braucht keine Revolution“
Fussball – Der designierte Präsident Wolfgang Niersbach setzt auf kleine Schritte
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