Dank einer Aufholjagd hat Fußball-Bundesligist Hannover 96 in der Europa League Kurs Richtung Zwischenrunde eingeschlagen. Die Niedersachsen gewannen nach einem 0:1-Rückstand 2:1 beim FC Kopenhagen und distanzierten den dänischen Meister in der Gruppe B um vier Punkte. Damit benötigt Hannover zum sicheren Weiterkommen noch einen Sieg aus den beiden Partien bei Spitzenreiter Standard Lüttich und gegen Worskla Poltawa. Dame N'Doye hatte die Dänen in Führung gebracht (67.), doch Jan Schlaudraff (71.) und Lars Stindl (74.) drehten die Partie.
„Wir haben viel Selbstbewusstsein und den Glauben daran, auch einen Rückstand wieder hinzubiegen. Das war heute das Entscheidende“, sagte Hannovers Manager Jörg Schmadtke. Zu Stindls Traumtor sagte er: „Er hatte in letzter Zeit unglaublich viel Pech und dann macht er ausgerechnet das schwerste Ding von allen rein.“
Vor 27 853 Zuschauern entwickelte sich eine über weite Strecken ereignisarme erste Halbzeit. Die Hannoveraner blieben lange abwartend. Bis Mohammed Abdellaoue flankte, der heranstürmende Stindl platzierte seinen Kopfstoß jedoch zu hoch (40.). Ansonsten häuften sich bei den Niedersachsen Ungenauigkeiten, das Lauern auf Konter blieb erfolglos.
Nach dem Seitenwechsel war Hannover deutlich aktiver. Die Gäste waren die bessere Mannschaft, wurden durch N'Doyes Treffer jedoch kalt erwischt. Hannover zeigte sich aber nicht geschockt. Schlaudraff ließ Kopenhagens Torhüter Johan Wiland mit einem platzierten Flachschuss keine Chance. Und nachdem Manuel Schmiedebach nur die Latte getroffen hatte (73.), zeigte sich Stindl kurz darauf zielsicher.
Hannover 96: Zieler – Chahed, Haggui, Pogatetz, Schulz – Schmiedebach, Pinto – Stindl, Pander (46. Rausch) – Abdellaoue (90.+2 Ya Konan), Schlaudraff (90.+4 Eggimann).
Schiedsrichter: Braamhaar (Niederlande). Zuschauer: 27 853. Tore: 1:0 N'Doye (67.), 1:1 Schlaudraff (71.), 1:2 Stindl (74.).
Stindls Traumtor beschert den Sieg
Europa League: Hannover nimmt nach 2:1 in Kopenhagen Kurs Richtung Zwischenrunde
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