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26. Oktober 2011 dpa

Südwestderby: Sportlich eine besondere Note

DFB-Pokal: Eintracht erwartet Kaiserslautern – Frankfurts Trainer Veh: „Ich denke, dass wir uns auf Augenhöhe befinden“

| Vergrößern | Etwas Besonderes ist das DFB-Pokalspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern für Erwin Hoffer: Die Eintracht hat den Österreicher, der vergangene Saison noch beim FCK gespielt hat, ausgeliehen. Foto: Jan Hübner
FRANKFURT. 

Das ewig brisante Südwestderby zwischen Fußball-Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern gehört am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr) zu den Knüllern im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Vom DFB ist die Partie als Risikospiel eingestuft worden und mit 51 500 Zuschauern ausverkauft. 4000 Fans der „Roten Teufel“ haben sich angekündigt.
„Wir sind in allen Bereichen vorbereitet. Wir können nur an unsere Fans appellieren, dass sie uns vorbildlich unterstützen“, betonte Frankfurts nach hohen DFB-Geldstrafen leidgeprüfter Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Aber vor allem sportlich genießt das Duell der ehemaligen deutschen Pokalsieger Eintracht (vier Titel) und Lautern (zwei) wieder eine besondere Note.
„Ich denke schon, dass wir uns auf Augenhöhe befinden und mithalten können. Wir sind in der Zweiten Liga eigentlich immer Favorit, da wäre es nett, wenn der FCK diese Rolle einnehmen würde. Ich sehe das aber nicht so“, gibt Eintracht-Trainer Armin Veh vor. Nach zwölf Saisonspielen ist er mit seinem Team noch ungeschlagen und als Tabellenzweiter heißer Anwärter auf die direkte Rückkehr ins Oberhaus.
Das Team von Lauterns Trainer Marco Kurz ließ mit zuletzt zwei Siegen aufhorchen und hat die Bundesliga-Abstiegszone vorerst verlassen. „Das ist ein Kracher auf Augenhöhe. Im Vergleich zu den meisten Begegnungen haben wir einen der schwersten Gegner bekommen“, betont Kurz.
Es geht aber nicht nur um das Prestige. Die finanzielle Lage ist bei beiden Clubs angespannt, so dass die Grundprämie aus TV-Geldern von mindestens 505 000 Euro für den Sprung ins Achtelfinale einen lukrativen Anreiz setzt. Im Idealfall wären sogar mehr als 900 000 Euro möglich.
„Der Pokal ist zu 100 Prozent wegen des sportlichen Erfolges wichtig. Dass man die wirtschaftlichen Dinge auch im Auge behält, ist ja klar“, erklärte Bruchhagen. Manager Bruno Hübner ergänzte: „Wir können eine Runde weiterkommen und einige Euro verdienen. Ich denke, es ist angerichtet.“
Dass ausgerechnet Kaiserslauterns Ex-Stürmer Erwin Hoffer mit zwei Treffern der Matchwinner am Sonntag gegen Duisburg war, verleiht dem Spiel eine weitere pikante Note. „Es ist ein besonderes Spiel für mich. Es ist egal, wer die Tore macht. Hauptsache, wir gewinnen“, sagte Hoffer im Vorfeld. Der Österreicher hatte für die Pfälzer in 24 Spielen fünf Tore geschossen, ehe der von Neapel ausgeliehene Angreifer auf Leihbasis zur Eintracht kam.
„Wir sind natürlich Außenseiter, rechnen uns aber Chancen aus. Sonst könnten wir gleich zu Hause bleiben. Wir wollen befreit aufspielen und uns mit einem Bundesligisten messen, aber es ist keine Standortbestimmung“, erklärte Frankfurts 37 Jahre alter Torwart Oka Nikolov. Bis auf den im Pokal noch gesperrten Kapitän Pirmin Schwegler und den verletzten Stürmer Theofanis Gekas sind alle Frankfurter fit.

 
 


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