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22. Dezember 2011  | dpa

Gladbachs Traumjahr endet 3:1 gegen Schalke

 
| Vergrößern | Gladbachs Torschütze zum 2:0, Marco Reus (l-r) jubelt mit Tony Jantschke, Havard Nordtveit und Mike Hanke. Foto: dpa
MÖNCHENGLADBACH. 



Borussia Mönchengladbach hat sich erstmals seit der Saison 2003/2004 für das Viertelfinale im DFB-Pokal qualifiziert und Cupverteidiger Schalke 04 rausgeworfen. Mann des Abends war wieder einmal der umworbene Marco Reus.
Borussia Mönchengladbach hat ein wunderbares Fußball-Jahr wunderbar beendet. Mit einem 3:1 (1:0) warf das Team von Trainer Lucien Favre am Mittwochabend im Achtelfinale des DFB-Pokals ausgerechnet Cup-Verteidiger Schalke 04 aus dem Wettbewerb. Nach dem kaum noch für möglich gehaltenen Klassenverbleib in der Vorsaison und einer überragenden Hinrunde zogen die Gladbacher nun erstmals seit der Saison 2003/2004 wieder in die Runde der letzten Acht ein und krönten ein traumhaftes 2011.
„Ich denke, das war ein sehr aufregendes Jahr. Einen schöneren Abschluss für dieses Jahres, kann man sich nicht vorstellen“, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl. „Mit der Moral haben wir es heute gemacht. Nach dem 3:1 war der Käse gegessen.“
Mann des Spiels war wieder einmal Marco Reus. Der Nationalspieler traf gleich zweimal (56./88.) und bereitete auch den Führungstreffer durch Juan Arango (18.) vor. „Wir haben uns jetzt auch die paar freien Tage verdient“, meinte der umworbene Reus, der das Duell des Bundesliga-Vierten gegen den -Dritten beinahe allein entschied. Julian Draxler (70.) konnte mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 für Schalke noch noch für etwas Spannung sorgen.

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Gladbachs Torschütze zum 2:0, Marco Reus (l) jubelt mit Juan Arango. Foto: dpa
Dabei mussten die Schalker beinahe die gesamte zweite Halbzeit zu zehnt spielen: Top-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar hatte nur zwei Minuten nach der Pause die Gelb-Rote Karte wegen Reklamierens gesehen. Schalkes Jermaine Jones sah kurz vor dem Ende auch noch einmal Gelb-Rot. In der ersten Halbzeit war er schon einmal auffällig geworden, als er auf Reus„ lädierten linken Fuß mit Absicht trat.
„Die Gladbacher haben das geschickt gemacht. Wir haben uns das Leben schwer gemacht durch den Platzverweis. Es war ein sehr unpassender Zeitpunkt und hat der Mannschaft nicht geholfen“, sagte Draxler. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu wenig zugetraut“, meinte Kapitän Benedikt Höwedes.
Die Gäste waren ohne ihren Cheftrainer Huub Stevens angereist. Der Niederländer war in seine Heimat zu seiner kranken Mutter gefahren und überließ seinem Assistenten Seppo Eichkorn das Kommando. Der erlebte, dass vor 54 047 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park nach einer Viertelstunde die Gastgeber mehr und mehr das Spiel in den Griff bekamen. Mit der ersten guten Aktion gingen die Gladbacher auch gleich in Führung.
Auch in der Folgezeit nach dem 1:0 durch Arango blieben die Borussen dominant. Die Schalker blieben blass. Vier Tage nach der 5:0-Angriffsshow in der Bundesliga gegen Werder Bremen war vom gefürchteten königsblauen Sturm nichts zu sehen. Raul, Huntelaar oder Teemu Pukki brachten nichts zustande. Klare Möglichkeiten hatten zwar auch die Gastgeber nicht, doch spielten sie wesentlich gefälliger.
In der Halbzeit reagierte Schalkes Aushilfs-Cheftrainer Eichkorn, brachte Draxler für Pukki und setzte mehr auf Offensive. Doch schon zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff waren alle taktischen Pläne durch den Platzverweis für Huntelaar über den Haufen geworfen.
Gladbach, zuletzt Pokalsieger 1995, bestimmte weiter das Geschehen. Folgerichtig das 2:0 durch Reus. Als keiner mehr damit rechnete, traf plötzlich der junge Draxler, der nach einem Schuss von José Manuel Jurado abstaubte. Das war der Weckruf für die „Königsblauen“: Sie machten Druck, doch die klaren Chancen fehlten, um noch einmal die Wende zu schaffen. Reus machte dann alles klar, dabei sah Schalkes Keeper Unnerstall nicht glücklich aus..
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Schalkes Jermaine Jones (l) erhält von Schiedsrichter Wolfgang Stark (r) die Rote Karte. Foto: dpa

 
 


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