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08. Februar 2012  | dpa

FC Bayern in alter Souveränität

DFB-Pokal – 2:0-Sieg in Stuttgart – Labbadia: „Wir haben nach 20 Minuten den Mut verloren“

| Vergrößern | Bayern-Jubel der Torschützen Gomez und Ribéry (rechts), zusammen mit David Alaba. Foto: dpa

Franck Ribéry (30. Minute) und Mario Gomez (46.) schossen vor 57 500 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena die Treffer für die Bayern. Aber mit der Verletzung von Bastian Schweinsteiger mussten die Münchner den Pokal-Erfolg teuer bezahlen. Der Nationalspieler musste nach einem Tritt von Georg Niedermeier auf den Knöchel nach einer Viertelstunde ausgewechselt werden.
Damit fehlte Coach Jupp Heynckes neben Arjen Robben, den er auf der Bank gelassen hatte, ein weiterer Spielgestalter. Zu spüren war davon auf dem Rasen allerdings wenig. Nur 20 Minuten lang stand der Süd-Klassiker im Zeichen der Schwaben, beim Kopfball von Vedad Ibisevic (10.) lag sogar die Führung für den VfB in der Luft, bei dem Coach Bruno Labbadia vier Stürmer aufgeboten hatte. „Wir haben nach 20 Minuten einfach den Mut verloren“, resümierte der Trainer nach der Niederlage.
Ein Lattenschuss von Toni Kroos (20.) erwies sich als Muntermacher für die Münchner. Fortan bestimmte der immer selbstsicherer aufspielende Rekord-Pokalsieger das Geschehen gegen einen VfB, der stark abbaute und meist nur noch hinterherlaufen konnte. In der 30. Minute sorgte Ribéry für die verdiente Führung der Gäste. Eine scharfe Hereingabe von Thomas Müllerdrückte der Franzose über die Linie. „Wir haben heute in allen Belangen besser gespielt als zuletzt“, sagte Müller, der 45 Sekunden nach der Pause auch die Vorlage für den zweiten Treffer lieferte. Zwar parierte VfB-Keeper Sven Ulreich den ersten Versuch von Gomez, doch gegen den nachsetzenden Nationalstürmer war auch der beste Stuttgarter machtlos. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken kehrte die nach der Winterpause bisher vermisste Souveränität in die Aktionen des FC Bayern zurück.
Am Ende konnten es sich die Gäste sogar leisten, zwei Gänge zurückzuschalten, ohne gegen einen schwachen Gegner noch in Gefahr zu geraten. So blieb das Ständchen der sangesfreudigen Bayern-Fans das einzige Geschenk für Labbadia zum 46. Geburtstag.

 
 


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