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21. Februar 2012  | dpa

Nur Lob für Basels Trainer Heiko Vogel

Basels Trainer Heiko Vogel hat bei den Bayern Spuren hinterlassen

| Vergrößern | Heiko Vogel, Trainer des FC Basel, der am Mittrwoch in der Champions League den FC Bayern München erwartet. Foto: dpa
BASEL. 

Philipp Lahm ist noch so manch ein Fußball-Spielchen mit dem früheren Münchner Jugendtrainer Heiko Vogel in Erinnerung geblieben. „Kicken kann er“, erinnert sich der Kapitän des FC Bayern und ergänzt augenzwinkernd: „Aber ich glaube, durch uns hat er erst so richtig Fußballspielen gelernt.“
Auch wenn der aktuelle Trainer von Bayerns Achtelfinal-Gegner FC Basel als höchste aktive Empfehlung nur die Regionalliga mit dem saarländischen Club SV Edenkoben aufzuweisen hat – als Trainer mischt er nun in der Runde der ganz Großen seiner Zunft mit. „Man muss kein Weltklassespieler gewesen sein, um ein sehr guter Trainer zu werden“, sagte Jupp Heynckes vor dem Spiel am Mittwoch (20.45 Uhr) beim Schweizer Meister.
Spätestens seit dem Coup seines Teams in der Vorrunde der Champions League gegen Manchester United ist Vogel im europäischen Fußball bekannt. Erstmals führte der Nachfolger von Thorsten Fink, dessen Co-Trainer er in Ingolstadt und eben in Basel war, einen Schweizer Club in das Achtelfinale der Königsklasse. „Eine gute Mannschaft muss auch einen guten Dirigenten haben“, lobte Heynckes (66) die „Handschrift“ des 30 Jahre jüngeren Cheftrainer-Novizen.
Früh beendete dieser, auch wegen einer Knöchelverletzung, die eigene aktive Karriere. Nicht nur Nachteil, findet Vogel. „Ich habe als Trainer angefangen und bin hier auch gewachsen.“ Beim 0:0 der Bayern in Freiburg saß Vogel am Samstag auf der Tribüne und machte sich Notizen. Angst sollte ihm die dürftige Darbietung nicht gemacht haben, aber schon zuvor hatte er gewarnt.
„Wir werden nicht den Fehler machen, diese vermeintlich schleppenden Partien zum Maßstab zu nehmen für die Leistungsfähigkeit der Bayern“, sagte Vogel, der in der Bayern-Jugend neben Lahm unter anderem Thomas Müller, Mehmet Ekici oder Holger Badstuber betreute.
Neun Jahre lang trainierte er Jugendteams des deutschen Rekordmeisters, ehe ihn Fink als Assistent zunächst nach Ingolstadt und dann auch nach Basel mitnahm. „Basel ist mein Sechser mit Zusatzzahl“, pries Vogel schon wiederholt seinen nächsten FCB an. „Er hat die Spielphilosophie mitkreiert, ist ein umgänglicher Mensch, kann auch laut werden. Er ist sehr intelligent und gebildet“, hob Kapitän Marco Streller dessen Vorzüge hervor. Und beim alten FCB ist er den einstigen Talenten und heutigen Nationalspielern bestens in Erinnerung geblieben.
„Er hatte schon immer irgendetwas an sich, was besonders war. Er hat unterschiedliche Facetten“, gerät Badstuber förmlich ins Schwärmen. „Er ist ein angenehmer Mensch und guter Charakter. Es freut mich, dass er in Basel erfolgreich ist.“ In der Schweiz ist er neben erstklassiger Arbeit auch für flotte Sprüche bekannt – so wie Nationalspieler Thomas Müller etwa beim FC Bayern. Als der Offensivspieler dieser Tage gefragt wurde, ob er von Vogel in dieser Hinsicht auch etwas gelernt habe, musste Müller grinsen. „Vielleicht“, sagte er spitzbübisch, „oder er von mir. Das kann auch sein.“

 
 


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